Katzen regieren das Internet – und die Königin der Web-Katzen ist "Grumpy Cat". Ihr wird jetzt bei Madame Tussauds in San Francisco eine ganz besondere Ehre zuteil: "Tardar Sauce" – so der "bürgerliche" Name der Kultkatze – erhält ihre eigene Wachsfigur. Doch wie gut kennen Sie sich in der felinen Digitalwelt aus? Wir erklären die wichtigsten Samtpfoten-Trends im Netz.

"Grumpy Cat" – die Königin des Internets

Der Ruhm von "Grumpy Cat" beginnt am 22. September 2012, als ein Bild der Katze auf die Plattform "reddit" gepostet wird. Seither ist der Ruhm der kleinen Samtpfote ungebrochen. Besitzerin Tabatha Bundesen vertreibt inzwischen sogar Merchandise mit dem Antlitz ihres Lieblings. Der Grund für den mürrischen Blick ist übrigens genetisch bedingt: "Tardar Sauce" leidet an felinem Kleinwuchs – und ist dabei doch so unfassbar süß.

"Nyan Cat" – ein Pop-Tart fliegt durchs World Wide Web

"Nyan Cat" ist eigentlich keine echte Katze, sondern der Hauptdarsteller eines Youtube-Videos aus dem Jahr 2011. Darin zu sehen: Eine kleine animierte Katze, die in einem Pop-Tart (gefülltes Aufback-Gebäck von Kelloggs) steckt, sprintet durchs All und zieht einen Regenbogen-Schweif hinter sich her. Vor allem der Song geht unfassbar ins Ohr, aber sehen und hören Sie selbst:

© YouTube

Und die kleine Katze hat wirklich große Fans – so nahm DJ Deadmau5 in einem ganz speziellen Ferrari an der verrückten "Gumball-Rallye" teil: einem "Purrari" im Nyan-Cat-Design.

Der "Purrari" von DJ Deadmau5 - in der Hauptrollte "Nyan Cat".

"I can has cheezburger?" - Die Mutter aller Internet-Katzen

Doch was hat den Katzen-Hype im Internet eigentlich ausgelöst? Ganz genau weiß das niemand. Am 11. Januar 2007 postete Eric Nakagawa ein Bild einer Britisch Kurzhaar der ein Satz in Lolspeak (Englisch mit falscher Grammatik und Rechtschreibfehlern) in den Munde gelegt wurde: "I can has cheezburger?" (dt. "Kann ich einen Cheeseburger haben?") – das Internet war auf einen Schlag hin und weg – die "Lolcat" war geboren. Und Eric Nakagawa machte mit der Web-Seite "icanhascheeseburger.com" das Phänomen Internet-Katze zum Geschäftsmodell.

"Business Cat" – der Chef mit der Samtpfote

"Business Cat" ist eine Unterart der "Lolcats". In dem Internet-Meme sitzt eine kleine schwarze Katze mit Krawatte und Kragen vor einem psychedelisch anmutenden Hintergrund und gibt Geschäftstipps. Und die sind einer Katze würdig, wie das folgende Beispiel zeigt:

(dt. "Der Deal riecht fischig – wo soll ich unterschreiben?")

In diesem Stile werden alle Verhaltensweisen der Geschäftswelt veräppelt – angefangen von einem Rüffel nach dem Einsatz eines Laserpointers (Katzen LIEBEN Laserpointer) oder der Gehaltserhöhung in Form einer toten Maus auf dem Schreibtisch.

Gurken – der neueste Katzen-Digitaltrend

Ganz neu im Netz ist der Trend zum "Katzen erschrecken". Der Trick ist eigentlich ganz einfach: Man warte, bis der Vierbeiner abgelenkt ist, beispielsweise beim Fressen. Danach platziere man einen Gegenstand, beispielsweise eine Gurke, außerhalb des Sichtfeldes hinter der Katze. Dreht sich das Tier nun um, passiert in etwa das hier:

Die Gurken des Grauens

Diese Katzen flippen beim Anblick des Gemüses völlig aus. © Glutamat

Und das Katzen-Universum endet bei Weitem nicht an dieser Stelle. Wer noch tiefer eintauchen möchte, für den haben wir ein paar Tipps zum Schluss – einfach in die Suchmaschine eingeben und loslachen:

  • Monorail Cat
  • Keyboard Cat
  • Ceiling Cat
  • Maru, the cat

Oder sie besuchen ganz einfach die Meme-Database. Stundenlanger Katzen-Content ist hier garantiert!