Berlin (dpa/tmn) - Im Herbst bieten sich oft tolle Motive, die es sonst nicht gibt. Im Wald färbt sich das Laub. Bei Nebel können Gegenlichtaufnahmen spannende Effekte ergeben. Klar, da drohen Blendenflecken - aber nicht mit Polarisationsfilter.

Laub, intensive Farben oder Landschaften im Nebel: Der Herbst hat aus fotografischer Sicht viel zu bieten. Für gelungene Aufnahmen sollte man mit dem Weißabgleich spielen, rät der Photoindustrie-Verband. Werde dieser wärmer gewählt, seien oft stimmungsvolle Aufnahmen das Ergebnis. Die Chance auf atemberaubende Herbstfotos erhöht, wer die tiefstehende Sonne der Morgen- und Abendstunden nutzt. Wird etwa für einen stärkeren Kontrast gegen die aufgehende Sonne fotografiert, muss die Belichtung gegebenenfalls um ein oder zwei Stufen nach unten korrigiert werden. Da sich bei Sonnenaufgang und Dämmerung die Lichtstimmungen im Sekundentakt ändern, lohnt sich hier auch, die Serienbildfunktion einzusetzen.

Die interessantesten Farbspiele liefern im Herbst natürlich die Laubwälder. Wer die verschiedenfarbigen Blätter mit einer dramatischen Lichtstimmung kombinieren möchte, macht Gegenlichtaufnahmen - oder sogar Gegenlichtaufnahmen im Nebel. Die dabei durch Reflexionen und Streuungen im Linsensystem entstehenden sogenannten Blendenflecken können durch Streulichtblenden oder Polarisationsfilter unterdrückt werden. Hat man diese Hilfsmittel nicht zur Hand, hilft auch ein Standortwechsel, mit dessen Hilfe man die Sonne etwa hinter einen Baumstamm verbannen kann.

Im Wald empfehlen die Experten den Blick mit der Kamera in die Baumkronen. Da aber dort die Lichtverhältnisse so kompliziert sein können, dass die Belichtungsautomatik komplett in die Irre geführt wird, empfehlen sich Belichtungsreihen. Viel Arbeit erspart die Kamera dem Fotografen hier, wenn sie solche Reihen automatisch anfertigen kann. Dieses Feature wird als Auto Exposure Bracketing (AEB) bezeichnet.© dpa