Berlin (dpa/tmn) - Dass die Werbeindustrie nichts unversucht lässt, Nutzer auf ihrem Weg durchs Internet zu beobachten, ist hinlänglich bekannt. Neu ist, dass das sogenannte Tracking der Werbenetzwerke auch die Grenzen von Gerätegattungen zu überwinden vermag, berichtet das Fachportal " Heise Online".

Wie aus einer Stellungnahme der US-Datenschutzorganisation Center for Democracy & Technology (CDT) hervorgeht, werden dazu für den Menschen nicht hörbare Ultraschall-Signale übermittelt - entweder über Computer-Lautsprecher, wenn sich auf einer Seite ein entsprechendes Werbebanner befindet, oder über den Ton eines TV-Werbespots.

Bestimmte Apps, in die die Entwickler zur Finanzierung entsprechenden Programmcode eines Werbe-Dienstleisters eingebettet haben, können diese sogenannten Audio Beacons aber erfassen und auf Smartphones oder Tablets Cookies mit einer Identifikationsnummer anlegen.

Darüber können geräteübergreifende Nutzerprofile erstellt oder zugeordnet werden. Sie verraten etwa, welche Werbung der Nutzer wie lange angeschaut hat, und welche Geräte er nutzt. Diese Informationen können dann auch mit den mobilen Surfaktivitäten verknüpft werden.

Audio Beacons sind laut CDT nicht deaktivierbar, und der Nutzer kann neugierige Apps mit Audio-Beacon-Technologie bisher in aller Regel auch nicht identifizieren und so etwa meiden. Aktuell beschäftigt sich die US-Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) mit der Problematik.© dpa