München (dpa/tmn) - Lahmende Windows-Rechner können mit schnellen SSD-Speichern wieder auf Trab gebracht werden. Vorher lohnt es sich aber, die Windows-Installation ordentlich aufzuräumen.

Der Austausch der Festplatte durch einen SSD-Speicher kann auch ältere PCs deutlich beschleunigen. Da die Chipspeicher aber im Verhältnis zu gewöhnlichen Festplatten recht teuer sind, rät die Zeitschrift "PC-WELT" (Ausgabe 10/2014) dazu, das Betriebssystem und anspruchsvolle Programme auf einer kleinen SSD zu installieren und Downloads oder Mediendaten auf die alte Festplatte auszulagern. Eine SSD mit 128 Gigabyte gibt es schon ab etwa 50 Euro. Sie ist groß genug für eine vollständige Windowsinstallation und bietet noch genügend Platz für Bildbearbeitungssoftware oder andere Programme, die ebenfalls vom schnellen Chipspeicher profitieren.

Für die Installation des Betriebssystems auf dem neuen SSD-Speicher gibt es zwei Möglichkeiten: die Neuinstallation und die Spiegelung des bestehenden Systems. Die Neuinstallation bietet den Vorteil, dass Windows schlank installiert und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Sie kann aber viel Zusatzarbeit erzeugen, falls Programme wieder installiert und konfiguriert werden müssen.

Wer seine Festplatte einfach auf den SSD-Speicher spiegelt, hat den Vorteil, dass alle Einstellungen und Programme weiter verfügbar bleiben. Entsprechende Cloning-Programme liegen den meisten verkauften SSDs bei. Wichtig hierbei ist, dass die Platte nicht bis zum letzten Megabyte gefüllt wird und noch genug Speicherplatz für Dateiauslagerungen bleibt. Ist der SSD-Speicher nämlich zu voll, verliert er seinen Geschwindigkeitsvorteil.

Vor der Spiegelung sollte die bestehende Installation von nicht mehr benötigten Programmen befreit werden. Die Windows-Datenträgerbereinigung hilft, weiteren Speicherplatz freizugeben. Auch nicht mehr benötigte Systemwiederherstellungspunkte können bedenkenlos entfernt werden. Fotos, Videos und andere Dateien aus der Medienbibliothek müssen nicht unbedingt auf den SSD-Speicher übertragen werden. Sie können auf der alten Festplatte bleiben.

In einem PC ist in der Regel genügend Platz für den parallelen Betrieb von zwei Festplatten, bei Notebooks ist das nur selten der Fall. Hier bietet es sich an, die alte Platte in ein passendes Gehäuse umzusetzen und sie anschließend über den USB-Anschluss als externen Speicher weiter zu benutzen. Passende Gehäuse für 2,5-Zoll-Notebookfestplatten gibt es ab zehn Euro.© dpa