Düsseldorf (dpa/tmn) - Bei der WLAN-Nutzung im Flugzeug können Kostenfallen lauern. Mit etwas Vorsicht lassen sich diese aber umgehen. Automatische Updates und das Abrufen von E-Mails sollte deaktiviert werden.

Wer auch über den Wolken online gehen will, sollte vor dem Start den Datenverbrauch seines Smartphones einschränken. Im Extremfall können nämlich hohe Kosten drohen. So wie bei einem Reisenden aus Kanada, dessen Netzzugang auf einem Flug nach Singapur knapp 912 Euro kostete - und nicht knapp 25 Euro, wie er dachte, da in diesem Preis nur ein geringes Datenvolumen enthalten war. Mit etwas Vorsicht lassen sich solche Kostenfallen vermeiden.

Grundsätzlich gelten an Bord von Flugzeugen die gleichen Regeln für Smartphones wie beim Aufenthalt im Ausland - etwa automatische Updates ausschalten und Apps den Zugang zum Mobilfunknetz entziehen. Da sich das Telefon aber über WLAN mit dem Internet verbindet, reicht das allein nicht aus, wie Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt. "Die üblichen Einstellungen sind hier nicht ausreichend", sagt er. "Zur Vermeidung hoher Kosten sollten jegliche automatischen Updates sowie das Abrufen von E-Mails deaktiviert werden."

Bradler rät dazu, bei Vertragsabschluss gründlich auch im Kleingedruckten zu lesen. Häufig wird dort nämlich auf verbrauchsabhängige Kosten hingewiesen. "Sollte bei Vertragsschluss nicht transparent auf die entstehenden Kosten hingewiesen worden sein, sollte man die Rechnung bei der Fluggesellschaft reklamieren und das Geld zumindest anteilig zurückverlangen", sagt er. Einige Airlines bieten mittlerweile aber schon Pauschaltarife an. So etwa Lufthansa, die 24-Stunden-Pässe anbietet, Emirates berechnet die ersten zehn Megabyte nicht, bei anderen Airlines dürfen Vielflieger kostenlosen Netzzugang nutzen.© dpa