Jena (dpa/tmn) - Der deutsche Optikhersteller Zeiss bringt eine Videobrille zum Preis von 99 Euro auf den Markt. Die Besonderheit: Die Zeiss VR One unterstützt verschiedene Smartphone-Modelle in unterschiedlichen Größen.

Carl Zeiss steigt im Dezember in den Markt für Virtual-Reality-Brillen (VR) ein. Der deutsche Hersteller wird mit der VR One ein Modell für Smartphones zum Preis von 99 Euro in den Handel bringen. Im Gegensatz zu Konkurrenzmodellen wie Samsungs Gear VR, können verschiedene Smartphones zwischen 4,7 und 5,2 Zoll Displaygröße als Bildschirm vor die Linsen des Gerätes eingesetzt werden. Zum Start wird die VR One mit Halterungen für das aktuelle iPhone 6 und Samsungs Galaxy S5 ausgeliefert. Eine erste App für Foto- und Videobetrachtung in 2D und 3D ist in Arbeit, auch Google Dienst Street View soll mit einem 360-Grad-Panoramamodus unterstützt werden. Die Kameras der eingesetzten Smartphones bleiben durch eine durchsichtige Frontabdeckung nutzbar - etwa für Augmented-Reality-Anwendungen.

Mit einem Preis von 99 Euro ist die Zeiss VR One vergleichsweise günstig. Konkurrenzmodelle kosten bislang etwa mindestens 60 Euro mehr.

Über eine Open-Source-Entwicklungsplattform können App-Programmierer eigene Anwendungen für die Brille entwerfen - unterstützt werden bislang die mobilen Betriebssysteme iOS und Android. Auf der offiziellen Produktwebseite können Nutzer außerdem darüber abstimmen, welche Smartphonemodelle als nächstes unterstützt werden sollen.

Preislich liegt Zeiss mit der VR One mit 99 Euro auf relativ günstigem Niveau. Samsungs Gear VR, die ebenfalls mit einem eingeschobenen Smartphone funktioniert, kostet rund 160 Euro. Allerdings ist für den Betrieb auch das Smartphone Galaxy Note 4 (voraussichtlich rund 750 Euro) nötig. Die VR-Brille Oculus Rift, die auf eigene Bildschirme setzt, kostet als Entwicklermodell bislang rund 550 Euro, Sonys Project Morpheus - ebenfalls mit eigenem Bildschirm - soll 2015 auf den Markt kommen. Ein Preis wurde noch nicht offiziell bekanntgegeben. © dpa