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16.01.2013, 10:17 Uhr

Berühmte Computer-Experten - zwischen Genie und Wahnsinn

(am) - Die Suche nach dem millionenschweren Software-Pionier John McAfee beschäftigte die Medien über Wochen. Der US-Amerikaner und die belizische Polizei lieferten sich ein Katz-und-Maus-Spiel, bis McAfee letztlich in Guatemala gefunden wurde. Der 66-Jährige ist aber nicht der einzige IT-Experte, der abseits der digitalen Welt von sich Reden machte und Probleme mit der Justiz hatte.

John McAfee

Der Software-Pionier wurde durch die nach ihm benannte Antivirus-Software in den 80er Jahren bekannt. Als seine Firma 1999 an die Börse ging, nutzte er dies für einen Millionen Dollar schweren Ausstieg und ließ sich im englischsprachigen Belize nieder - ein Staat in Zentralamerika, der etwa eine Flugstunde von Miami, Florida entfernt liegt. Die "New York Times" schätzte sein Vermögen zu Spitzenzeiten auf rund 100 Millionen Dollar.

Ende 2012 sorgte McAfee für Aufregung: Nach ihm wurde im Zusammenhang mit einem Mordfall gefahndet. Er galt zwar nicht als Verdächtiger, die Behörden vermuteten aber eine Verwicklung McAfees in dem Fall. Dieser bestritt jegliche Beteiligung an dem Mord, floh nach Guatemala und bat dort um politisches Asyl. McAfee begründete den Antrag mit der Furcht davor, in Belize ermordet zu werden. In Guatemala wurde der US-Amerikaner jedoch verhaftet. Der Software-Millionär habe gegen das Einwanderungsgesetz verstoßen. Im Dezember 2012 wurde McAfee in die USA ausgewiesen und entging dadurch der belizischen Justiz. Die Geschichte rund um seine Flucht aus Belize soll nun verfilmt werden.

Doch schon vor diesen Ereignissen konnte sich McAfee nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren. Nachdem er Millionen Dollar mit seiner Antivirus-Software verdient hatte, lebte er ein Leben im Luxus, verlor wegen der Finanzkrise den Großteil seines Vermögens und geriet daraufhin auf die schiefe Bahn. Er nahm Drogen, warf viel Geld für Sex mit Prostituierten aus dem Fenster und rüstete die Polizei des Drogenumschlagplatzes Carmelita in Belize mit Waffen aus. Diese wurde damit zu einer Art Privatarmee von McAfee, mit deren Hilfe er die Probleme der Region lösen wollte.

Alle News vom: 16. Januar 2013 Zur Übersicht: Digitale Welt

15 Meinungen zu "Zwischen Genie und Wahnsinn"

  • notting
    Samstag, 26.01.2013, 12:12 Uhr
    Der Wahnsinn ist, dass verboten ist, die Systeme, die man direkt oder indirekt benutzten darf bzw. muss, nicht selbst bzw. durch beauftragte Fachleute jederzeit ohne Vorwarnung überprüfen lassen darf! Überall heißt es "Kampf gegen den Terror", aber eine vernünftige Absicherung unserer Infrastruktur wird gezielt durch Security-by-obscurity-Idioten (Sicherheit alleine durch Geheimhaltung) unterdrückt und viele Firmen, der Staat etc. geben nur sehr bedingt Geld für Sicherheitsüberprüfungen aus... Wenn jemand eine Lücke entdeckt und meldet, kann sie geschlossen werden und dadurch vermieden werden, dass Terroristen sie ausnutzen, weil sie ja nicht bekannt ist! Dazu noch stark überzogenes in den Arsch kriechen von Interessensgruppen wie der Medienindustrie - 100EUR Strafe für etwas, was man legal für 1EUR bekommt, ist total überzogen. Dazu noch die div. digitalen Rechteeinschränkungen (DRM). Oder viele Jahrzehnte lange Schutzrechte für jeden noch so miesen Medien-Scheiß. Dotcom kenne ich zwar nicht persönlich, kann ihn von dem her, was ich über ihn gelesen habe, überhaupt nicht leiden, aber Hoster, die auf menschenrechtskonforme Gerichtsurteile im Land des betroffenen Servers hin zügig illegale Sachen entfernen, sollte keine weitergehenden finanziellen/juristische Probleme bekommen dürfen. Ähnliches sollte IHMO für ISPs jeglicher Art gelten (insb. bei Hotspots kleiner Anbieter bzw. Privatleuten, die max. einen Unkostenbeitrag verlangen). Z. B. bei Patenten (gilt im Verhältnis viel kürzer) wird da geprüft, auch später, wodurch einiges nicht (mehr) geschützt ist (auch wenn im Patentbereich viel triviales patentiert wird, was ein entspr. Student schon in den unteren Semestern im Jahr der Anmeldung locker schaffen kann). notting
  • andinsky
    Donnerstag, 17.01.2013, 15:40 Uhr
    Was ist Wahnsinn? Der echte Wahnsinn hat nichts mit Kriminalität zu tun. Die Kriminalitätsrate bei „Wahnsinnigen“ ist niedriger als bei „Normalos“. Und wenn man einen IQ über 130 hat, ist die Wahrscheinlichkeit an einer Schizophrenie zu erkranken, dreimal höher. Gründe hierfür liegen auch in der Sozialisation des Betroffenen.
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