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21.01.2013, 16:20 Uhr

Aktuelle kostenlose Filme im Netz wahrscheinlich illegal

Berlin (dpa/tmn) - Zu schön, um legal zu sein: Bekommt man einen Film im Netz, der bisher gerade einmal im Kino läuft, ist er wahrscheinlich nicht auf rechtem Weg dort hineingekommen. Unwissenheit schützt auch hier nicht vor Strafe.

Wer im Internet illegal Filme, Musik oder andere Dateien herunterlädt, kann Ärger bekommen. Dabei macht es rechtlich kaum einen Unterschied, ob der Film in einer Tauschbörse oder auf einem One-Click-Hoster wie der neuen Plattform Mega des Internetnunternehmers Kim Dotcom liegt. Entscheidend ist, dass es sich um eine sogenannte offensichtlich rechtswidrige Quelle handelt. "Wenn ich jetzt irgendwo schon "Django Unchained" herunterladen kann, muss da was faul sein", erklärt der Berliner Medienanwalt Thorsten Feldmann. Denn bis aktuelle Filme wie der Tarantino-Streifen legal im Netz stehen, vergeht in der Regel eine gewisse Zeit.

Auch Gratisangebote sollten den Nutzer immer stutzig machen, warnt Feldmann: "Das gibt es bei Filmen ja, wenn überhaupt, nur in ganz beschränktem Umfang." Grundsätzlich rät der Anwalt dazu, Downloadseiten vor der Eingabe von Kontodaten oder dem Anklicken von Links gründlich zu prüfen: "Ich sollte mich zuerst fragen: Sieht die Seite seriös aus?" Indizien sind unter anderem die Domain und die Länderkennung - Raubkopien liegen zum Beispiel häufig auf Webseiten mit der Endung ".to". Auch das Impressum und die Nutzungsbedingungen geben gute Hinweise auf die Seriosität einer Webseite.

So viel Vorsicht ist nicht nur aus rechtlichen Gründen sinnvoll. Denn wer wahllos alles herunterlädt, holt sich eventuell Computerprobleme ins Haus: Gerade aktuelle Filme aus zwielichtiger Quelle entpuppen sich nach dem Download oft als trojanisches Pferd für Viren und andere Schädlinge. Außerdem droht eine kostenpflichtige Abmahnung. Tauschbörsennutzer zahlen zusätzlich Schadenersatz, weil sie den Film in der Regel nicht nur herunterladen, sondern gleichzeitig automatisch für andere Nutzer zum Download bereitstellen. "Wie hoch die Beträge sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich", sagt Feldmann. "1000 Euro pro Film sind nicht unüblich."

Alle News vom: 21. Januar 2013 Zur Übersicht: Digitale Welt

22 Meinungen zu "Aktuelle Filme im Netz schauen?"

  • Grabor
    Mittwoch, 23.01.2013, 08:24 Uhr
    Als die Kompakt Kassette auf den Markt kam wurde das Ende der Musikbranche prophezeit. Wie sah die Realität aus? Die Umsätze sind gestiegen. Die ganzen Tauschbörsen hatten den größten Zulauf als die Medienindustrie angefangen hat alles Mögliche mit Kopierschutz zu versehen. Es war nicht mal mehr möglich sich von seiner CD eine Kopie fürs Auto anzufertigen. Viele Original CDs haben im Auto nicht mal mehr funktioniert. Was war die Folge? Es wurden Wege gefunden, diese Gängelungen zu umgehen. Ein Nebeneffekt davon war dann das massive Herunterladen von Musik und Videos. Tatsache ist, dass die Industrie es verschlafen hat rechtzeitig Sinnvolle, Kostengünstige und Benutzerfreundliche Möglichkeiten zu schaffen Musik und Videos per Internet zu vertreiben. Nachdem sich dann genügend Tauschbörsen etabliert hatten, hat die Industrie begriffen dass da etwas falsch läuft. Und wie war die Reaktion? Die Kunden wurden mit DRM gegängelt und es wurde alles getan die Kunden zu kriminalisieren. Das beginnt schon im ganz normalen Radio. Früher war Radio eine legale Quelle für eigene Aufnahmen. Und heute? Legal ist das Aufnehmen immer noch, aber da die Moderatoren inzwischen in fast jedes Lied reinquasseln sind solche Aufnahmen nahezu unbrauchbar. Es gibt auch heute noch das Recht auf Privatkopie. Aber durch technische Maßnahmen wie DRM und Kopierschutz wird dieses Recht ausgehebelt. Und da wundern sich die Herren, wenn die Menschen anfangen alle derartigen Gängelungen zu umgehen? Ach ja, der Hinweis - man könnte ja bei diversen Anbietern Filme per Stream im Abo ansehen ist toll - besonders in Ländlichen Gebieten in denen man oft froh ist wenigstens DSL Light mit 385 kbs zu bekommen. Da macht Filme per Stream ansehen richtig Spass ...
  • 19Rocco86
    Dienstag, 22.01.2013, 16:18 Uhr
    @Regency recht hast du, warum die Schuld bei sich suchen wenn man es den bösen Raupkopierern zuschieben kann. Kann den Schwachsinn nicht mehr hören über diese Stream Seiten und wie viel Schaden die ach so arme Unterhaltungsindustrie davon trägt. Macht den Kinobesuch billiger, Produziert nicht soviel Dreck. Aber neeeee statdessen auf den "Schwarzsehern" rumtrampeln. Und nur am Rande über die jenigen hier die über die Schwarzgucker herziehen! Greift euch mal an die eigene Nase ihr Ach so Gesetzestreuen Moralaposteln.
  • Regeny
    Dienstag, 22.01.2013, 16:10 Uhr
    Um mal Amerika als Vergleich ranzuziehen: die Amis sind die absolute Kino-Nation, da kosten aktuelle Kinofilme 1 bis wenige Dollar. Was der Ami nicht im Kino schaut, wird über Netflix oder Hulu fürn festen monatlichen Preis gestreamt. Solange wir hier aber lernresistente Vereine wie die GEZ (ist mir kackegal wie der Laden jetzt heißt) und die GEMA nicht schaffen zu stürzen oder neu zu besetzen, werden wir immer mehr für Kinofilme bezahlen. Die Kinobetreiber werden sich immer mehr aufregen weil immer weniger Zuschauer in die Kinos kommen und letztendlich wird wieder der Raubkopierer schuld sein. Die ganze globale Raubkopier-Debatte ist nichts als ein gigantischer übelriechender Scheißhaufen.
  • MasterMayhem
    Dienstag, 22.01.2013, 16:02 Uhr
    Wissenschaftlich nicht 100%tig korrekt, aber nicht vollkommen von der Hand zu weisen: http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2176246 Nehmt einfach statt der 18 EUR von der GEZ 50 EUR (natürlich mit Befreiung wie bei der GEZ für untere Einkommen) und macht ne Kulturflatrate. Könnte zu internat. Verwickelungen führen, wenn Dtschl. ALLE Filme den Bürgern kostenlos online anbietet....aber irgendwer muss ja den Anfang machen für eine sinnvolle und gerechte Neuregelung des Urheberrechtes
  • Sonnenschein0038
    Dienstag, 22.01.2013, 15:18 Uhr
    der Punkt ist, dass über die Plattformen wie Mega oder Andere die Filme meißt angesehen werden und anschließend doch gekauft werden. Oder man geht ins Kino. Das setzt aber voraus, dass der Film eine gute Qualität hat (inhaltlich und thematisch). Hier herrscht aber inzwischen Mangel in der Filmbranche. Das diese natürlich versucht nun die potenziellen Käufer in unkenntnis zu lassen, um diese ins Kino oder zum Kauf zu zwingen, liegt auf der Hand. Hätten Filme hier eine gleichbleibend sehr gute Qualität würde es das Thema gar nicht geben. 2. Punkt sind die Kosten die bei einigen Filmen in keiner Relation zu den Herstellkosten stehen. Dass der mögliche Kunde hier genauer hinschaut und versucht sich zu informieren, dürfte auch klar sein. Ein Auto kauft man auch nicht ungesehen. Über die Bild- und Tonqualität bei Mega, etc. wollen wir hoffentlich nicht diskutieren. Schade ist hier im Übrigen, wie immer in Deutschland, dass alles verallgemeinert wird. Ansehen ohne Download wird gleichgesetzt mit Download. Auch ist der Film von absolut minderer Qualität vs. eines Originals und trotzdem wird er gerichtlich gleich gesetzt. So ein Schwachsinn von usneren Juristen. ...und das nur weil die Amerikaner Druck ausüben, handelt es sich ja um eine gute Einnahmequelle der Amerikaner. Fehlt nur noch, dass die CIA oder FBI bei deutschen potenziellen plattformsehern und potenziellen Kunden der amerikanischen Filmindustrie in die Wohnungen einsteigen und uns verschleppen nach Guantanamo.
  • withteeth
    Dienstag, 22.01.2013, 14:25 Uhr
    Bierpatriot89 nun, ob diese leseproben auch einfach als nicht aussagekräftig reduziert werden können steht ausser frage. dies kann man nur am persönlichen geschmack dingfest machen und ist somit indiskutabel. ich kann deinen "sicherheitsaspekt" nicht nachvollziehen! gehts es nich gerade beim kinobesuch um geselligkeit? um das gemeinsame reden vor und nach dem film??? wenn ich in ein museum gehe muss ich mich doch auf drauf einlassen, ob es mir nun gefallen hat oder nicht kann und darf ich doch erst danach feststellen...... "Problem aktuell ist doch, dass die Film/Musik/Spieleindustrie sich nur mit den Auswirkungen des Filesharings auseinandersetzen aber nicht mit den Ursachen." auf diese ursachen hat sie leider keine einwirkung meines erachtens. sind wir doch mal ehrlich, seitdem es solche seiten gibt ist es doch schon fast zum volkssport geworden sich fast alles kostenfrei irgendwo ausm netz zu ziehen. und gerade weil dieses "angebot" vorhanden ist wird doch auch jeder scheiß konsumiert. was auch in betracht gezogen werden muss ist der fakt, das egal welcher filmemacher auch immer, in vorkasse geht. der ganze stab muss vorfinanziert werden, und damit meine ich nicht überbezahlte schlechte schauspieler ala tom cruise etc., nein, auch die kleinen leute wollen ein gehalt haben, seien es die leute aus der maske, kostüm, requisite etc. und da bei bekannten blockbustern produktionszeiten von knapp nem jahr anstehen muss für jeden popeljob beim film auch erstmal n jahresgehalt für jeden gezahlt werden.......unabhängig ob der film nun n erfolg wird oder nicht. ich bin persönlich mit dem jetzigen vorhandenen angebot auf legalen plattformen äusserst zufrieden. ich bekomme das was ich sehen will für nen schmalen taler, wenn ich nen aktuellen film sehen will geh ich ins kino.......kommt aufgrund von zeitmangel vlt 4 mal im jahr vor.... ich verstehe die leute einfach nicht welche erst nach nutzung einer dienstleitung entscheiden wollen ob es ihnen was wert war oder nicht.....
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