"Bang with professionals": Sex-App fürs Büro
(mgb) – Mit den Business-Netzwerken Xing und LinkedIn sollen sich normalerweise Geschäftskontakte miteinander verknüpfen. Doch warum sollten sich Kollegen neben dem Schreibtisch nicht auch das Bett miteinander teilen? Das könnten sich die Macher der Sex-App "Bang with professionals" gedacht haben.
Die Anwendung, die Kontakte in LinkedIn verknüpft, funktioniert im Prinzip wie die bereits wenige Tage zuvor vorgestellte App "Bang with friends". Benutzer loggen sich mit ihrem Account ein und markieren die Kontakte, die sie gerne etwas intimer kennenlernen möchten. Hat auch der begehrte Gegenpart die App installiert, werden beide Seiten über den Beischlaf-Wunsch informiert. Was dann passiert , bleibt den beiden Willigen selbst überlassen, wie die Macher des Dienstes auf ihrer Seite informieren. Wer hinter "Bang with professionals" steckt, ist unklar. Nach Angaben des Branchendienstes "Meedia" soll es ein Konkurrenzbetreiber zu "Bang with friends" sein.
Beischlaf-App sorgt für Irritationen
Bereits Ende Januar war die Facebook-App "Bang with friends" gestartet. Anstatt Geschäftskontakten wird hier die gesamte Freundesliste zum sexuellen Jagdgebiet. Prinzipiell ist die Idee nicht neu: Für Homosexuelle existieren ähnliche Programme schon länger und auch in diesen Markt wollen die Programmierer vordringen. Nach Angaben des US-Technikblogs "Mashable" sei eine Umsetzung für Schwule und Lesben geplant. Auch arbeite man an einer Handy-App mit dem Arbeitstitel "Bang on the go".
Problematisch ist die Verbindung beider Apps mit der Verbindung zu Social-Media-Accounts: Bislang war für solche Programme immer eine Extra-Anmeldung in einem eigenen Netzwerk nötig. Nun reicht die Verknüpfung mit dem LinkedIn- oder Facebook-Profil – und das kann Konsequenzen haben. Zum einen ist es nicht gewährleistet, dass nur Volljährige die Dienste nutzen, zum anderen lässt auch der Datenschutz der Apps zu wünschen übrig.
So lässt sich laut dem Technik-Blog "Alloffacebook" beispielsweise über die neue Funktion "Graph Search" herausfinden, welche verheirateten und vergebenen Facebook-Freunde ein Abenteuer suchen. "Graph Search" befindet sich gerade in einer geschlossenen Test-Phase in den USA. Für LinkedIn existiert eine solche Suche zwar noch nicht, doch auch hier schreitet die Entwicklung weiter voran – und was mit den erhobenen Daten passiert, bleibt bislang völlig offen.
Datenschutzbedenken schrecken Nutzer nicht ab
Doch weder die Bedenken in Sachen Datenschutz noch emotionale oder berufliche Auswirkungen scheinen die Nutzer von solchen Diensten abzuhalten. Im Blog der "Bang with professionals"-Macher geben diese die aktuellen Zuwachsraten an: Momentan würde sich alle zwei Minuten ein neuer Nutzer für den Dienst anmelden.
Ähnliches berichtet "Spiegel Online" über "Bang with friends" direkt nach dem Start: Binnen weniger Tage hätte sich die Nutzerbasis auf über 30.000 erhöht und jede Minute würden sich fünf neue Nutzer in dem Dienst registrieren.
Der Geist mag willig sein, aber das Fleisch ist schwach.
30 Meinungen zu "Sex-App verkuppelt Kollegen"
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webwinter
Mittwoch, 08.05.2013, 13:45 Uhr @karrei Mal vorab... ich hätte an dieser Art von Kontakten auch kein Interesse! Aber "krank" ist so ein intoleranter Kommentar wie Deiner! Dein Beitrag strotzt nur so von Vorurteilen oder Vorverurteilungen. Wer Spaß daran hat...lass den doch einfach machen. -
karrei
Mittwoch, 08.05.2013, 13:29 Uhr Wie krank ist das bitte schön und wie krank unsere Gesellschaft. Ich hoffe, es gibt nicht allzu viele Frauen, die es nötig haben, die Selbstbestätigung so zu erhalten. denn meist sind es gerade diese, welche woanders keine Kontakte bekommen und meinen, sie wären begehrenswert, wenn einfache Angebote natürlich von den Männern angenommen werden, welche meistens auch nicht die attraktivsten oder schlauesten sind. -
Antigone
Mittwoch, 08.05.2013, 12:25 Uhr @Bert1950 Du solltest Dir besser mal die Nutzernamen und die Uhrzeiten der Postings genauer anschauen, bevor Du an der Meinungsfreiheit zweifelst. Das sind alles Spamblogger. -
Bert1950
Mittwoch, 17.04.2013, 12:51 Uhr Soviel zur freien Meinungsäusserung..... die meisten Blogger gesperrt....
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