Island könnte die erste westliche Demokratie werden, die alle Internetpornos blockt, berichtet dailymail.co.uk . Begründet liegt das Vorhaben in der Angst vor den Schäden, welche der Porno-Konsum bei Kindern anrichten könnte. Darum soll sich Innenminister Ögmundur Jónasson derzeit zusammen mit mehreren Arbeitsgruppen Gedanken machen, wie man am besten alle Bilder und Videos pornographischen Inhalts von Computern, Spielekonsolen und Smartphones verbannen könne. Im Gespräch seien etwa Sperren von IP-Adressen. Und das Verbot, mit isländischen Kreditkarten Zugang zu Porno-Seiten zu bezahlen. Ein Gesetz, dass die Verbeitung von Pornographie in gedruckten Medien untersagt, gebe es schon längst im Land, so dailymail.co.uk. Aber das Internet sei davon bislang nicht betroffen gewesen. Vor zwei Jahren bereits habe außerdem das Parlament - unter der Leitung der Premierministerin Jóhanna Sigurðardótti - alle Strip Clubs im Land schließen lassen.
Die Befürworter der Pläne, Pornos zu verbieten, nennen nicht nur den schädlichen Einfluss auf Kinder als Grund. Es werden auch die Rechte der Darstellerinnen verletzt. Und nicht zuletzt würden sexuelle Übergriffe immer aggressiver, weil es kostenlos Pornos im Netz gebe, heißt es. Außerdem habe man herausgefunden, dass Porno-guckende Kinder ähnliche Traumata entwickeln wie missbrauchte Kinder.
Als Zensur betrachtet Jónasson die Porno-Blockade aber nicht. Er stellt den Schutz der Kinder in den Mittelpunkt.
© PC WELT
750 Meinungen zu "Island will Porno-frei werden"
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DioxinLove
Donnerstag, 09.05.2013, 13:16 Uhr @Ute Marion: "Porno-Sex dagegen ist fade und das Gegenteil von erfüllend.[...] Wer Pornos konsumiert verdirbt sein Empfinden. [...] Die Menschen überschauen oft nicht das was sie tun und glauben sie könnten mit Freiheit umgehen. Das Gegenteil ist leider oft der Fall.[...] Deshalb finde ich den Isländischen Weg richtig. Zum Schutze der Kinder und zum Wohle des Verhältnisses zwischen Mann und Frau." Wer hat dich den zum Richter ernannt? Nur weil du nichts mit Pornos anfangen kannst, heisst das nicht, das sie jeden der sie schaut verderben. Ich habe mit jeder meiner Partnerinnen viel Spass gehabt, mit einigen habe ich Pornos geguckt mit anderen nicht. Das soll doch jeder frei entscheiden dürfen. Aber von Freiheit hälst du ja ganz offensichtlich weniger als von Verboten. Nur weil du so prüde bist, würde ich dich auch nicht in ein Sexualisierungslager schicken wollen. Jeder nach seinem Geschmack, nicht jeder nach deinem Geschmack. Und um Kinder zu schützen, dafür sollten in erster Linie die Eltern in die Verantwortung genommen werden, nicht der Staat und nicht irgendwelche Verbote. Sexualität ist menschlich, und SM, Bondage und ähnliche Praktiken sind keine Erfindung des Internetzeitalters. Und manche Männer und auch Frauen mögen harten Sex und für diese Menschen ist das das richtige Verhältnis. Und nicht deine Art von Sex. -
Stonerhead
Donnerstag, 18.04.2013, 12:32 Uhr Naja da wird die Vergewaltigungrate aber brutal ansteigen, was für eine dämliche idee... -
MM2012
Dienstag, 16.04.2013, 12:33 Uhr "Sex kann so schön, erfüllend und nährend sein. Porno-Sex dagegen ist fade und das Gegenteil von erfüllend. " Da kann man unbeschränkt zustimmen. Pornos sind wie Telefonbücher. Jede Menge Nummern, ohne jegliche sinnvolle Handlung. Aber Verbote und staaliches Eingreifen ist für mich eine Bevormundung - die Bürger sollten selbst wissen, was für sie und ihre Kinder gut ist. Freier Willensentscheid geht über staatliche Restriktion. Punkt. -
MM2012
Dienstag, 16.04.2013, 12:29 Uhr Wo beginnt die Freiheit des Einen, und die Besorgnis der Anderen ... Eltern, die nicht wollen, dass ihre Kinder pornographische Webseiten konsumieren, können das mit spezieller Filtersoftware verhindern. Da gibt es so viele Möglichkeiten. Das rigoros zu verbieten stellt doch nur wieder das Ganze in das Licht von falscher Moral. Verbotenes hat schon immer gereizt. Kinder und Jugendliche sowieso. -
Gitarrero
Dienstag, 16.04.2013, 12:15 Uhr Das klingt ja schon fast nach einer Idee die in Deutschland hätte entstehen können. Erwachsenen Bürgern vorschreiben was sie konsumieren dürfen und was nicht, alles unter dem Deckmantel Jugendschutz. Wie so oft halt. Es ist schon wahr, der unbeschränkte Zugang zu harter Pornografie im Netz ist für Jugendliche - und vor allem für Kinder - nicht gut. Einfach alles zu sperren ist natürlich die einfachste Lösung, statt den Fehler mal bei den Erziehungsberechtigen zu suchen, die ihre Kleinen im Netz machen lassen was sie wollen, hauptsache sie geben ruhe. Wird in Island nicht anders sein als bei uns. Sofern der Jugendschutz denn überhaupt tatsächlich der Hauptgrund sein sollte. Das Problem bei solchen Sperren ist, die Jugendlichen wissen sich zu helfen und werden nicht lange brauchen um die Sperren zu umgehen. Ältere Erwachsene hingegen, die technisch nicht so geschickt sind, werden ausgesperrt. Und noch schlimmer, die Eltern gehen dann davon aus, wenn sie keine Pornos mehr sehen können, dann können es die Kids auch nicht mehr und achten noch weniger drauf. Schwerer Fehler. -
UteMarion
Dienstag, 16.04.2013, 10:25 Uhr Sex kann so schön, erfüllend und nährend sein. Porno-Sex dagegen ist fade und das Gegenteil von erfüllend. Deshalb muß immer wieder nachgelegt werden. Noch mehr, noch härter, noch perverser. Die Jagd nach Befriedigung beginnt. Pornos machen süchtig und nicht satt. Wer glaubt, Pornos sind wichtig für die Sexualität, der irrt! Wer Pornos konsumiert verdirbt sein Empfinden. Ob Mann, Frau oder Kind. Die Menschen überschauen oft nicht das was sie tun und glauben sie könnten mit Freiheit umgehen. Das Gegenteil ist leider oft der Fall. Deshalb finde ich den Isländischen Weg richtig. Zum Schutze der Kinder und zum Wohle des Verhältnisses zwischen Mann und Frau. Auf das wieder mehr echte Begegnung zwischen den Geschlechtern stattfindet, anstatt sich gegenseitig zu benutzen. Ich bin für eine wunderschöne Sexualität ohne platte Bilder der Triebbefriedigung. Herzlichen Glückwunsch Island.
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