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26.01.2012, 10:20 Uhr

Samsung Galaxy Tab 10.1N im Test in Kooperation mit

N wie noch ein Versuch: Mit dem Galaxy Tab 10.1N greift Samsung erneut das Apple iPad 2 an.

Von Thomas Rau

Viel hat Samsung beim Galaxy Tab 10.1N nicht geändert: Die beiden Lautsprecher sind jetzt vorne statt seitlich am Gehäuse platziert. Der silberne Rahmen um Gehäuse und Bildschirm ist etwas breiter als beim Vorgänger. Auf den ersten Blick wirkt das neue Galaxy Tab dadurch dicker, was es aber nicht ist. Die Abmessungen sind beinahe identisch zum originalen 10-Zoll-Tablet von Samsung: Es bleibt vor allem genauso dünn.

Was sagt das Landgericht zu Samsung contra Apple?

Diese Änderungen haben dem Landgericht in Düsseldorf aber gereicht: Es wies im Dezember eine einstweilige Verfügung ab, mit der Apple den Verkauf des neuen Galaxy Tab ebenso wie beim Vorgänger unterbinden wollte. Eine endgültige Entscheidung zum Galaxy Tab 10.1N fällt im Februar.

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Auch für das 10.1N in der von uns getesteten Konfiguration mit 16 GB Speicher, WLAN und 3G verlangt Samsung 629 Euro - der Hersteller-Preis liegt damit 30 Euro über dem entsprechenden iPad2-Modell. Im Internethandel zahlen Sie für das Galaxy Tab 10.1N derzeit aber rund 40 Euro weniger als für das iPad 2. Noch günstiger ist das Galaxy Tab 10.1, das für rund 470 Euro zu haben ist. Beim ersten Galaxy Tab 10.1 waren die Lautsprecher seitlich angebracht (oben), beim neuen Modell wandern sie an die Gehäusefront.

Neue Touchwiz 4.0 Benutzeroberfläche & Co.

Das installierte Betriebssystem Android 3.2 hat Samsung beim Galaxy Tab 10.1N mit der eigenen Benutzeroberfläche Touchwiz 4.0 veredelt: Sie bringt vor allem größere Widgets auf die Startbildschirme, unter anderem für die Samsung-App Social Hub, bei der Statusmeldungen aus sozialen Netzwerken zusammenlaufen. Außerdem bietet TouchWiz über eine zuschaltbare Leiste am unteren Bildschirmrand einen schnellen Zugriff auf Apps wie den Task-Manager, den Kalender oder den Musik-Player. Die Netzwerk-Ausstattung ist einem Top-Tablet angemessen: Das Galaxy Tab 10.1N bietet ein 3G-Modem mit HSPA+, ein schnelles 11n-WLAN, das im Test knapp 26 MBit/s übertrug sowie Bluetooth 3.0 und GPS. Die beiden Kameras - 2-Megapixel vorne, 3,2-Megapixel und Fotolicht auf der Rückseite - liefern ordentliche Bilder, nehmen 720p-Videos auf und bieten mehr Einstellungen als bei Android-Tablets üblich - beispielsweise Smile-Shot und Panorama-Funktion.

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Zugeknöpft wie bei Apple gibt sich das Samsung-Tablet allerdings bei den Anschlüssen: Statt USB-Buchse, Kartenleser oder HDMI-Ausgang wie sie andere Android-Tablets bieten, besitzt das Samsung-Tablet nur den Einschub für die SIM-Karte, eine Kopfhörerbuchse und einen proprietären Docking-Anschluss: Über den können Sie das Tablet mit dem mitgelieferten Kabel aufladen oder mit einem Notebook oder PC verbinden. Um ihn als Kartenleser oder HDMI-Ausgang nutzen zu können, benötigen Sie zusätzliche Adapter, die zwischen 30 und 40 Euro kosten.

Samsung Galaxy Tab 10.1N im Test: Bildschirm

Das 10,1 Zoll große Display zeigt 1280 x 800 Bildpunkte und gehört wie beim Vorgänger zu den besten Tablet-Bildschirmen: Beim Galaxy Tab 10.1N maßen wir sogar eine noch höhere Helligkeit, die teilweise über 400 cd/qm lag. Auch bei schräger Draufsicht bleiben Farben satt und die Kontraste hoch. An die sensationellen Kontrastwerte des iPad 2 kommt das Samsung Galaxy Tab 10.1 allerdings nicht heran, weil es kein so tiefes Schwarz zeigt. Von hinten unverändert: Auch beim neuen Galaxy Tab 10.1 ist die Rückseite aus Kunststoff

Samsung Galaxy Tab 10.1N im Test: Akkulaufzeit

Auch bei der Akkulaufzeit ist das Galaxy Tab 10.1N dem Apple-Tablet deutlich unterlegen und hielt im Test sowohl bei der Videowiedergabe wie beim WLAN-Surfen nur etwa halb so lange durch. Es ist zwar etwas leichter, kann damit den Ausdauervorteil des iPad 2 aber nicht wettmachen.

Samsung Galaxy Tab 10.1N: Bedienung

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Auf Fingereingaben reagiert das Android-Tablet schnell, Apps starten ohne merkliche Wartezeit. Der Lagesensor dreht allerdings erst nach einer kleinen Denkpause von knapp drei Sekunden den Bildschirminhalt. Beim Blättern durch Menüs oder Webseiten fallen bei genauem Hinschauen die Android-typischen Ruckler auf, die vor allem auf Webseiten mit vielen Bildern oder Flash-Elementen die Bedienung zäh gestalten. Der Pinch-Zoom arbeitete auf dem Galaxy Tab 10.1N aber angenehm schnell.

Samsung Galaxy Tab 10.1N im Test: Geschwindigkeit und Multimedia

Das Samsung Galaxy Tab 10.1N kommt mit sehr vielen Videoformaten zurecht: Im Test spielte es unter anderem AVI-, MKV- und MP4-Dateien problemlos ab. H.264-Videos im MP4-Container gibt das Samsung-Tablet aber nur wieder, wenn sie im Baseline- oder Main-Profil kodiert sind: Andere Android-Tablets spielen zumindest 720p-Videos auch im High Profile ab. Bei Musikdateien gab es dagegen keine Ausfälle - auch OGG- und FLAC-Stücke meisterte das Galaxy Tab 10.1N.

Samsung Galaxy Tab 10.1N im Test: Fazit

Das Äußere ist leicht verändert, das Innenleben zum Glück nicht: Auch das Samsung Galaxy Tab 10.1N bleibt derzeit der iPad-Jäger Nummer Eins und das schönste und schlankste Android-Tablet. Bei Bedienung und Bildschirm kommt es fast ans Apple-Tablet heran, bei der Akkulaufzeit hinkt es allerdings weit hinterher. Hier macht das dickere und schwerere Motorola Xoom einen besseren Eindruck, das außerdem mehr Anschlüsse besitzt.

Testergebnis (Noten)

Testnote gut (2,48)
Preis-Leistung noch preiswert
Ausstattung (22 %) 2,18
Mobilität (20 %) 3,08
Bedienung (20 %) 1,80
Geschwindigkeit (12 %) 2,59
Bildschirm (12 %) 2,94
Multimedia-Funktionen (8 %) 0,00
Service (3 %) 2,36

Allgemeine Daten

Hersteller Samsung
Internetadresse www.samsung.de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis) 629 Euro / 525 Euro
Technische Hotline 01805/67267864
Garantie 24 Monate

Bedienung

Bildschirm / Bildschirm-Tastatur / Bedienung über Mehrfinger-Gesten / Bildschirm-Technik angenehm / angenehm / ja / kapazitiv
Sprachsteuerung ja

Mobilität

Akkulaufzeit: Internetzugriff per WLAN / Video abspielen 5:01 / 7:09 Stunden
Gewicht (mit Akku) / Gewicht Netzteil 563 / 81 Gramm

Bildschirm

Diagonale / Auflösung / Punktedichte 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) / 1280 x 800 Bildpunkte / 149 dpi
Helligkeit / Kontrast / Entspiegelung 406 cd/m² / 798:1 / gering

Geschwindigkeit und Multimedia

Browser: Geschwindigkeit (Sunspider) / Smartbench 2011 / GL-Benchmark / mittlere Ladezeit für Webseiten 2136.8 Millisekunden / 5028 Punkte / 28.3 Bilder pro Sekunde / 6,70 Sekunden
WLAN-Geschwindigkeit 25,9 MBit/s
Startzeit: aus ausgeschaltetem Zustand / aus Bereitschafts-Modus 37 / 1 Sekunden
Dateien auf Gerät übertragen (700 MB) 131 Sekunden
HD-Videos auf TV/Monitor flüssig / flüssig

Service

Handbuch: deutsch / gedruckt / umfangreich / als PDF ja / ja / nein / nein
Garantie 24 Monate
Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar 01805/67267864 / ja / nein / 10 Stunden / ja / ja
Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar www.samsung.de / ja / ja / nein / ja

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  • Halo24
    Freitag, 27.01.2012, 10:08 Uhr
    ??? wieso angeblich so unterlegen??? im Fazit ist nur ein verweis auf die akkulaufzeit, und dafür werden ja nur Standardwerte des Mittelfelds berücksichtigt. ich denke wenn man systemauslastende Sachen auf nem ipad betreibt sieht die akkulaufzeit wieder anders aus.... aber die frage als solches ist schon einfach. ja warum wohl?????? weil jede Konkurrenz kleingehalten wird um mehr eigene Umsätze zu generieren.....kapitalismus halt. (ps.: nur so zur info...der Daumen ist nicht von mir;)
  • TravellingMatt
    Freitag, 27.01.2012, 09:13 Uhr
    Wenn das Tab dem iPad angeblich so unterlegen ist, warum versucht Apple das Ding dann mit Klagen vom Markt verschwinden zu lassen?
  • Rumble
    Donnerstag, 26.01.2012, 12:51 Uhr
    Apple gegen Samsung - der Ausgang war beim meist leicht (?) Appel-lastigen Web.de vorher klar. Müsste ich mich für ein Tablet entscheiden, würden beide bei mir durchfallen. Wer mal einige Zeit mit dem Asus Transformer gearbeitet und/oder gespielt hat, wird höchstens sehnsüchtig auf den Transformer Prime warten. Vom Transformer incl. Tastaurdocking können sich iPad und Samsung mehrere Scheiben abschneiden, vom Handling über die Grafikleistung bis zur Akkulaufzeit. Und preislich liegen die soweit nicht auseinander.

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