Android schneller machen - Tipps und Tricks
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Von Thomas-Ißbrücker
Die Gründe für den Geschwindigkeitseinbruch von Android sind vielfältig. Einerseits läuft das System auf einer großen Vielfalt von unterschiedlichen Hardwarekonfigurationen, andererseits gewährt es den darauf laufenden Apps vergleichsweise viel Spielraum in Bezug auf die Systemressourcen.
Und während die aktuellen High End-Androiden mit Dual Core-CPU und RAM-Ausstattung im Gigabyte-Bereich endlich so gut wie ruckelfrei arbeiten, leiden selbst Mittelklasse-Smartphones mit der Zeit unter der Verlangsamung des Systems. Doch das muss Sie nicht betreffen, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dem Google-System Beine zu machen und Ihr Smartphone zu beschleunigen.
Als ersten Schritt dazu sollten Sie Ihr Smartphone komplett entrümpeln. Je mehr Apps Sie installieren, desto mehr potenzielle Bremsklötze holen Sie sich auf Ihr Handy. Der Grund dafür: Android erlaubt es, dass Anwendungen automatisch mitstarten und als Systemdienst agieren, um beispielsweise Synchronisationsaufgaben durchzuführen. Zwar hat sich das Ressourcenmanagement seit Android 2.x deutlich verbessert, dennoch können zu viele Hintergrund-Apps die Leistung des Smartphones in die Knie zwingen. Das gilt besonders auf älteren Handys mit geringer RAM-Ausstattung, beispielsweise dem immer noch populären HTC Desire.Durch das Entfernen von nicht benötigten Apps geben Sie wertvolle Systemressourcen frei
Schmeißen Sie also zunächst alle Apps raus, die Sie ohnehin nicht oder nur selten verwenden. Wechseln Sie dazu in den Einstellungen des Handys ins Menü "Anwendungen/Anwendungen verwalten" und suchen Sie die entsprechenden Apps, die Sie per Auswahl von "Deinstallieren" entfernen. Im gleichen Menü finden Sie im Reiter "Ausgeführte" eine Übersicht der Anwendungen, die gerade aktiv oder als Systemdienst im Hintergrund laufen. Hier erhalten Sie einen guten Einblick darüber, was Ihr System in Anspruch nimmt. Wählen Sie eine App aus und drücken Sie auf "Stoppen", um den Dienst anzuhalten und Ressourcen freizugeben.
Alternativ können Sie dafür auch einen der zahlreichen "Task Killer" aus dem Android Market verwenden, beispielsweise den " Advanced Task Killer ". Nehmen Sie aber Abstand vom oft angebotenen automatischen Schließen aller geöffneten Apps, da diese häufig automatisch neu starten und das System dabei nur noch mehr ausbremsen. Gleiches gilt übrigens – zumindest auf Handys ohne Root-Zugriff – für den Einsatz von Autostartmanagern, die den Bootvorgang angeblich beschleunigen sollen. In der Praxis sorgen diese nämlich auch nur dafür, dass die Apps nach dem Laden wieder geschlossen werden, was keine Vorteile bringt.Apps, die im Hintergrund laufen, sind oft der Hauptgrund dafür, dass ein Handy langsamer wird
Sinnvoller ist der Einsatz von Tools, die das Verhalten der laufenden Apps überwachen beispielsweise System Panel oder Watchdog . Diese helfen beim Auffinden von Anwendungen, die die CPU übermäßig belasten und erlauben deren Deinstallation. Ein weiterer Hebel zur Performance-Optimierung sind die Synchronisationseinstellungen. Neben den System-Apps wie der Mail-Client und die Google-Dienste rufen auch viele Drittanbieter-Tools mehr oder weniger regelmäßig Infos aus dem Internet ab. Da dies zulasten der System-Ressourcen geht, sollten Sie in den Einstellungen unter "Konto und Synchronisation" überprüfen, welche Apps was im Hintergrund abgleichen und gegebenenfalls unnötige Vorgänge abschalten oder zumindest (falls möglich) deren Häufigkeit reduzieren.
Die gefühlte Geschwindigkeit des Handys hängt oft direkt mit der Performance der Startbildschirme zusammen. Praktischerweise erlaubt Android, diese gegen Alternativen auszutauschen. Im Market finden Sie Dutzende Homescreen-Apps, die gerade auf älteren Handys oft flüssiger funktionieren als die Originalsoftware und zudem mehr Anpassungsmöglichkeiten bieten. Beispiele dafür sind der kostenlose Go Launcher Ex oder ADW Launcher EX (für 2,30 Euro).Trotz aufwändiger Effekte arbeiten alternative Launcher wie Go Launcher Ex oft flüssiger als die Standard-Oberflächen
Beide Launcher bestechen neben umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten auch durch hervorragende Performance. Um diese noch zu steigern, sollten Sie auf den Einsatz von zu vielen Widgets verzichten, da deren Live-Aktualisierung ebenfalls zulasten von RAM und Prozessor geht. Gleiches gilt für die zwar schicken aber ressourcenfressenden Live-Wallpaper, die Android seit Version 2.1 bietet. Setzen Sie lieber auf ein statisches Hintergrundbild. Noch ein wenig flüssiger arbeitet Android, wenn Sie die Fensteranimationen beim Wechsel zwischen Menüs deaktivieren. Die entsprechende Option finden Sie in den Systemeinstellungen im Unterpunkt "Anzeige/Animation".
Softwareseitig lassen sich bereits viele Optimierungen an Android vornehmen, doch um Ihr Smartphone auf die optimale Leistung zu trimmen, können Sie auch an der Hardware ansetzen – und zwar über die SD-Karte. Seit Android 2.2 lassen sich Apps nämlich auf diese auslagern, um den internen Speicher zu schonen. Wenn Sie Ihrem Handy eine besonders leistungsstarke MicroSD-Karte (mindestens Class 6, besser 10) spendieren, lässt sich aber auch dessen Leistung steigern, weil Apps davon aus oft schneller starten als vom Handyspeicher. Wie schnell Ihre SD-Karte arbeitet, können Sie mit den kostenlosen SD Tools ermitteln, um Apps schnell auf diese zu kopieren, bieten Apps wie App2SD komfortable Unterstützung.Haben Sie Ihr Handy gerootet und einen angepassten Kernel installiert, können Sie per Übertaktung mehr Leistung erzielen
Um das volle Potenzial Ihres Handys zu entfesseln, bleibt Ihnen als letzter Schritt noch die Einrichtung des Root-Zugriffs und die Installation eines Custom ROMs. Die angepassten ROMs sind in der Regel bis ins kleinste Detail optimiert und verbessern bereits damit die System-Performance. Zudem kommen Sie oft in Kombination mit angepassten Kernels, die das Übertakten des Handys mit Apps wie SetCPU erlauben und somit die Leistung weiter steigern. Freilich kommt die Mehrleistung in diesem Fall mit einem Preis: Zum einen verlieren Sie beim Rooten den Garantieanspruch auf Ihr Smartphone, zum anderen sind nicht alle angepassten ROMs hundertprozentig stabil. Hinzu kommt, dass Optimierungen wie das Übertakten zulasten der Akkulaufzeit gehen können.
© PC WELT
15 Meinungen zu "So machen Sie Android Beine"
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Mopar
Freitag, 24.02.2012, 13:08 Uhr BoB750, vielleicht solltest Du Dir einfach eine intelligentere Freundin suchen ;) Selbst meine Schwester, die mit Computern und Technik absolut nichts am Hut hat, kommt mit ihrem HTC problemlos klar - so wie man es von einem Menschen mit einem IQ oberhalb der Zimmertemperatur erwarten sollte. Ich verstehe nicht, was an Android kompliziert oder schwierig sein sollte, aber es gibt mir z.B. durch die unzähligen Widgets viel mehr Möglichkeiten als dieses alberne iPhone, mit dem man sich heutzutage sowieso nur noch als DAU outet. -
ITSE
Freitag, 24.02.2012, 12:34 Uhr @BoB750 "@ITSE Netter Vergleich. Aber dann ist das iPhone auch wie ein VW Käfer. Der läuft, und läuft, und läuft." Mag sein, aber der Käfer war wenigstens preiswert ;) Auf meinem Desire Z waren die, für mich, wichtigsten Apps schon mit drauf und ich kann mich wirklich nicht beklagen. Ich habe es nach meinen Wünschen optimal einstellen können. Das schlagenste Argument war jedoch, wie schon erwähnt, dass ich eine mechanische QWERTZ Tastatur wollte und das kann Apple einfach nicht bieten. Für mich stand noch ein Nokia zu Wahl, da ich bis dato ausschließlich Geräte der Finnen nutzte. Leider war das Symbian OS zusammen mit der Nokia Hardware einfach nicht mehr in der Lage, meine Wünsche zu erfüllen, also blieb nicht mehr viel über... -
BoB750
Freitag, 24.02.2012, 11:46 Uhr Und was die Einschränkung angeht: Ich fühle mich nicht eingeschränkt. Sicher, die Apps muss ich im Appstore holen. Da gibt es eine Auswahl von 600.000 Stück. Ca. 50 davon habe ich installiert: Navi, Nachrichten, Tools, Spiele, etc. Es ist für mich perfekt eingerichtet und hat für jeden Zweck die passende App parat. Und jede einzelne davon ist sieht gut aus und läuft super flüssig und einwandfrei. Die Abhängigkeit von iTunes ist schon lange nicht mehr da. Natürlich kann man auf das iPhone Musik, Bilder, Dokumente etc. kopieren (mit und ohne Kabel), ohne dass man iTunes benötigt. Aber iTunes ist hervorragend gemacht und durchdacht: - Es verwaltet die Apps - Aktualisiert Apps und Betriebssystem - Es erstellt Backups vom gesamten Handy inkl. Einstellungen etc. - völlig automatisch und zuverlässig Bei dem Handy meiner Freundin war auch ein Programm dabei: „Kies“ heißt das, glaube ich. Ein morz Dreck. -
BoB750
Freitag, 24.02.2012, 11:41 Uhr @ITSE Netter Vergleich. Aber dann ist das iPhone auch wie ein VW Käfer. Der läuft, und läuft, und läuft. Und komisch. Meine Freundin kommt mit meinem iPhone/iPad problemlos klar. -
ITSE
Freitag, 24.02.2012, 11:29 Uhr @BoB750, ich kann mich über die Korrektur nicht beschweren, die funktioniert ganz passabel, sie kennt die meisten Wörter. Wobei ich zumeist ehh die vollständige QWERTZ Tastatur nutze, weil mich die reine Touchbedienung nicht hinter dem Ofen hervorlocken kann. Das war für mich das absolute KO-Kriterium beim iFön: es gibt einfach keine Auswahl! Frei nach dem Motto: 'friss oder stirb' Das wäre wie ein Autohersteller, der nur ein einziges Automodell, mit einer einzigen Motorisierung und einer komplett einheitlichen Ausstattung produziert und man nur bei diesem Hersteller gegen Gebühr andere Radiosender freigeschaltet bekommt. Zudem ließe es sich nur an einer speziellen Tankstelle betanken, würde in keine genormte Parklücke bzw. Garage passen, Reifen sind auch nur von diesem Hersteller zu beziehen und dass zu einem vielfachen des marktüblichen Preises, aber andere Reifen passen einfach nicht. Zu allem Überfluss, muss man sich als Fahrer irgendwie an dieses Fahrzeug anpassen, weil die Sitze starr eingebaut sind und auch eine Verstellung des Lenkrad nicht möglich ist. Das Fahrzeug wäre zudem auch vergleichsweise sehr teuer, obwohl es nichts besser kann, als andere, weitaus preiswertere Fahrzeuge, bei denen man mehr Auswahl bei der Ausstattung hat. Achja, nur weil eine Person mit einem Gerät nicht klar kommt, heißt es nicht, dass das System schlecht ist. Meine Ex konnte nichtmal ihr altes Nokia 6310i richtig bedienen... Das iPhone ist mit Sicherheit kein schlechtes Gerät, aber das ganze System drumherum ist einfach zu starr und unflexibel. -
KDBPearl
Freitag, 24.02.2012, 11:14 Uhr Ich verwende bereits das zweite Android Gerät von Samsung und bin sehr zufrieden. Ich brauche kein iTunes wenn ich Musik oder sonstwas auf mein Phone kopieren will. Ich brauche auch keinen Google Account zu benutzen. Ich habe viele Freiheiten, die ich bei Apple nicht habe. Was ich letzendlich daraus mache, bleibt mir überlassen. Wenn jemand meint, er müsse sein Phone mit allem, was er findet zumüllen, bitte sehr. Das geht mit iPhone und Co. auch. Dann werden diese Geräte auch lahm. Also bitte nicht auf Android rumhacken. Das Problem ist nicht das Betriebssystem als solches, sondern der Dau, der das Ding zusaut und zu blöd ist, das zu begreifen. -
BoB750
Freitag, 24.02.2012, 11:00 Uhr @ITSE *** Zum Thema ´verbuggt´ sag ich nur iFön+Autokorrektur *** LOL. Die Autokorrektur auf Android ist genauso nervig. Ich bin der Rechtschreibung mächtig und habe sie ausgeschalten.
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Der Countdown zur EURO 2012 läuft...


