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05.11.2012, 09:05 Uhr

Security-Apps schützen vor neugierigen Anwendungen

Berlin (dpa/tmn) - Brauchen Smartphones Virenscanner? Die Antwort ist Jein. Beim weit verbreiteten Betriebsystem Android steigt die Bedrohung, ist aber noch längst nicht so hoch wie bei Windows. Trotzdem können Security-Apps nützlich sein.

Noch sind Virenscanner für Android-Smartphones keine Pflicht. Eine Installation von Security-Anwendungen kann aber trotzdem sinnvoll sein. Denn sie spüren nicht nur Schädlinge auf, sondern oft auch betrügerische und allzu neugierige Apps. Außerdem können sie Backups erstellen oder das verlorene Gerät orten. "Die größte Gefahr für Android-Geräte sind derzeit Apps, die sich zu viele Berechtigungen einräumen, etwa das Adressbuch auslesen, die Internetverbindung nutzen oder SMS verschicken", heißt es in einem Test der Zeitschrift "Chip" (Ausgabe 12/12), die zwölf Security-Apps für Android untersucht hat.

Der Preis-Leistungs-Sieger im Test, das kostenlose und insgesamt drittplatzierte TrustGo Antivirus & Mobile Security, untersucht deshalb installierte Anwendungen auf Sicherheitslücken (App-Audit). Das viertplatzierte, ebenfalls kostenlose Avast Mobile Security, geht nicht ganz so tief, warnt aber immerhin vor risikoreichen Berechtigungen installierter Apps. Welche Rechte Anwendungen haben, kann jeder Nutzer unter "Einstellungen/Apps" nachlesen.

TrustGo erkennt Viren ebenso zuverlässig wie der Testsieger und bietet im Gegensatz zu Avast außerdem eine Backup-Funktion, entweder komplett für alle Daten oder separat für SMS, Kontakte und Anruflisten. Es gibt aber auch kostenlose Backup-Apps wie das Ultimate Backup Tool.

Sowohl TrustGo als auch Avast können verlorene Geräte orten, sperren und löschen - aber auch für diese Aufgaben sind Einzel-Apps wie Android Lost Free verfügbar. Beim Ressourcenverbrauch liegt im Test Avast vorn: Es braucht nur ein bis zwei Prozent CPU-Leistung. TrustGo genehmigt sich mehr Rechenpower, bleibt aber stabil unter zehn Prozent.

Wer eine andere Security-App installieren möchte, sollte sich grundsätzlich an bekannte Hersteller halten, die auch Sicherheitslösungen für PCs anbieten, raten die Tester. Denn selbst im offiziellen Google Play Store seien gefälschte Security-Apps zu finden, die Namenszusätze wie Antivirus oder Defender tragen, aber überhaupt keine Schutzfunktion bieten.

Unabhängig von einer Security-App sollten Android-Nutzer ihr Smartphone vor unbefugten Zugriffen schützen. Dazu aktiviert man unter "Einstellungen/Sicherheit/Bildschirmsicherheit" die automatische Bildschirmsperre und richtet ein Passwort oder Muster zum Deaktivieren der Sperre ein. Außerdem sollten WLAN und Bluetooth nur bei Bedarf aktiviert werden, um möglichen Angreifern nicht unnötig Einfallstore zu bieten.

Es kann auch sinnvoll sein, alle Daten auf dem Smartphone zu verschlüsseln. Unter "Einstellungen/Sicherheit/Verschlüsselung" wird dazu ein Passwort gesetzt. Dann werden die Daten verschlüsselt, was eine Stunde oder länger dauern kann. Das Passwort muss bei jedem Einschalten des Smartphones eingegeben werden, um das Telefon zu entschlüsseln. Allerdings kann die Verschlüsselung nur rückgängig gemacht werden, indem das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wird.

Alle News vom: 5. November 2012 Zur Übersicht: Digitale Welt

11 Meinungen zu "Das Handy richtig schützen"

  • Avus86
    Montag, 01.04.2013, 15:41 Uhr
    cmpgl: "Toll: die Gefahr bei Windows sei höher, als bei Android und deshalb nur Empfehlungen für Android und keine für Windows?!" Sorry für den Doppelpost. Schwachsinn entgeht mir für gewöhnlich...Die Überschrift lautet *Das Handy richtig schützen*.
  • Avus86
    Montag, 01.04.2013, 15:39 Uhr
    Fix installierte Virenscanner sind für Leute die keine Ahnung haben...ein User, der sich auskennt, hat (praktisch) nie einen Virus oder Ähnliches.
  • buccari
    Dienstag, 05.02.2013, 15:44 Uhr
    Das blöde dabei ist fast jede App ist Herr über das ganze Telefon. Also gar keine App!
  • User136
    Dienstag, 05.02.2013, 12:32 Uhr
    Android ist ein open Source-Projekt und daher ist es recht übereilt zu sagen das die Gefahr bei Android geringer sei als bei Windows. Denn das ist genau der unterschied: Android kann von Nutzern mit Fachwissen Sekündchen verändert werden, Windows hat in der Beziehung aber einen inkludierten Schutz. Klar, du kannst per MS-Dos kleinere Vorgänge automatisieren, aber so direkt Schad-Software in der Richtung sind nicht wirklich entwickelbar, jedenfalls nicht vom Otto normal-User. Die Schutzmaßnahme schlechthin wird es dank Konkurrenz wettrüsten nie geben.
  • cmpgl
    Dienstag, 06.11.2012, 08:47 Uhr
    Toll: die Gefahr bei Windows sei höher, als bei Android und deshalb nur Empfehlungen für Android und keine für Windows?!
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