Angesurft und infiziert - Die größten Gefahren im Internet
Die sogenannten Drive-by-Downloads sind nach einer Analyse der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) die größte aktuelle Gefahr aus dem Internet, wie der IT-Branchenverband Bitkom zum Safer Internet Day am Dienstag (5. Februar) mitteilt. Auf Platz zwei der größten Netz-Bedrohungen landen Schädlinge wie Trojaner und Würmer.
Gefahr geht der ENISA zufolge auch weiterhin von Botnetzen, Phishing, Datenklau und Ransomware aus. Auf dem zehnten Platz der Rangliste landet Spam: Sie ist die einzige Bedrohung, bei der die Behörde keine steigende oder stabile, sondern eine sinkende Gefährdung feststellt.
Zum Schutz des Rechners gehört grundsätzlich ein Antivirenprogramm mit aktuellen Definitionen, eine Firewall und ein regelmäßiges Update aller Programme. Vor Drive-by-Infektionen über manipulierte Webseiten schützen sich Nutzer, indem sie die verwendeten Browser sowie alle Plug-ins wie Flash, Java oder den Adobe Reader aktuell halten, rät der Branchenverband. Vielen Trojanern und Würmern gehen Anwender aus dem Weg, wenn sie keine Software aus unsicheren oder unbekannten Quellen installieren und keine Anhänge in E-Mails von unbekannten Absendern öffnen.
Wer sichergehen will, dass sein Rechner nicht Teil eines Botnetzes ist, kann dies mit Hilfe der Seite botfrei.de überprüfen. Als Botnetz wird ein Zusammenschluss vieler mit Schadsoftware infizierter Rechner bezeichnet. Sie werden von Kriminellen ohne Wissen der Nutzer missbraucht, um etwa Spam- und Phishingmails zu versenden oder Server durch massenhafte Anfragen lahmzulegen (Denial-of-Service-Attacken).
Der beste Schutz vor Phishing und Spam ist nach wie vor gesundes Misstrauen. Banken, Unternehmen oder Behörden würden ihre Kunden niemals per Mail bitten, vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen ins Internet einzugeben, warnen die Experten. Solche Mails löschen Nutzer am besten sofort. Gleiches gelte für zweifelhafte oder unerwartete E-Mails mit Links und Anhängen sowie Anfragen in sozialen Netzwerken.
Bei Ransomware handelt es sich um Schadsoftware, die zum Beispiel den Zugriff auf den Rechner sperrt und den Nutzer täuscht oder ängstigt, damit dieser eine Geldzahlung leistet. Oft werden dabei die Logos der Gema, der Polizei oder anderer Behörden und Institutionen missbraucht. Nutzer sollten sich auf die Erpressungen keinesfalls einlassen. Denn nach einer Zahlung bekommt man in aller Regel trotzdem keinen Zugriff auf seinen Rechner oder seine Daten. Betroffene finden stattdessen auf der Seite bka-trojaner.de Hilfe.
Service:
Zum diesjährigen Safer Internet Day werden kostenlose Hotlines zu rechtlichen Fragen rund um das Internet geschaltet. Sie sind von 10.00 bis 12.00 Uhr sowie von 16.00 bis 18.00 Uhr unter 0221/7000 481 66 und 0221/7000 481 67 erreichbar. Bei dem Angebot vom Verband der Deutschen Internetwirtschaft (eco) geben Experten Tipps zu Themen wie der Verwendung fremder Texte und Bilder, Abofallen oder E-Mail-Spam. Außerdem können Verbraucher Fragen per E-Mail an sid2013@eco.de schicken. Zusätzlich bieten die Landesmedienanstalten einen Elternsprechtag zu Internetthemen auf ihrer sonst für junge Leute reservierten Onlineplattform juuuport.de an.
Jeder Zweite Opfer von Netzkriminalität
Fast jeder zweite Surfer (47,6 Prozent) ist einer GfK-Studie zufolge schon einmal Opfer von Internetkriminalität geworden. Am häufigsten hatten Betroffene mit Schadsoftware auf ihrem Rechner zu kämpfen (25,7 Prozent) oder gingen beim Online-Einkauf und bei Internet-Diensten Betrügern auf dem Leim (16,8).
Vergleichsweise viele Nutzer beklagten auch den unbefugten Zugriff auf ihre persönlichen Daten sowie deren Missbrauch oder Diebstahl (10,9 Prozent). Auch vermeintlich kostenlose Dienstleistungen, für die später doch gezahlt werden muss, sind der Umfrage zufolge ein größeres Problem (10,8). Für die Studie im Auftrag von FriendScout24 waren 1000 Internetnutzer repräsentativ befragt worden.
22 Meinungen zu "Die größten Gefahren im Netz"
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Aszendent
Sonntag, 07.04.2013, 12:44 Uhr Kann sein. -
Tacker09
Freitag, 29.03.2013, 10:29 Uhr Du hast recht. Das ist wirklich total albern. Aber wie! -
Tacker09
Donnerstag, 28.03.2013, 10:22 Uhr Einen Beweggrund des Hackers hatte ich nicht erwähnt: Die krankhafte Idee, das Forum zu kontrollieren! Da ist er/sie nahezu manisch mit beschäftigt.
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