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07.03.2011, 11:17 Uhr

So ernähren Sie sich gesund

(mcb/mom) - Der 7. März - der "Tag der gesunden Ernährung" - ist jährlich der Tag, an dem die Menschen dazu veranlasst werden, über ihre Essensgewohnheiten nachzudenken. Manche tun das gerne, manche weniger gerne, doch eins ist sicher: Es ist bitter notwendig. Fettleibigkeit, Fast Food, künstliche Zusatzstoffe, Vitaminmangel, Gammel-Nahrung, Genmanipulation, Fertigkost: Das ist nur eine Auswahl an Stichworten eines gesellschaftlichen Problems zunehmender Brisanz. Deutschland ernährt sich falsch. Hier finden Sie Details zu wichtigen Schritten in Richtung gesunder Ernährung.

Dass in Deutschland ein Essens-Problem herrscht, ist kein Geheimnis. Die schnelllebige Moderne mit stressigem Büro-Alltag, dem unmöglichen Spagat zwischen Karriere und Familie und diesem allgegenwärtigen und scheinbar übermächtigen Zeitproblem macht der gesunden Ernährung einen Strich durch die Rechnung. Wenigstens am "Tag der gesunden Ernährung" sollte man sich ein Paar Minuten Zeit gönnen, um sich die Gedanken zu machen, die sonst in der endlosen "To Do"-Liste untergehen. Was läuft falsch mit meiner Ernährung und wie schaffe ich den Schritt zu einem gesünderen Leben?

Wo geregelte Mahlzeiten der Vergangenheit angehören und das beliebteste Essen der Deutschen die dazwischen geschobene Tiefkühlpizza zu sein scheint, ist das keine einfache Frage. Doch es gibt ein Paar wichtige Grundregeln, die den richtigen Weg weisen. Zentral ist auch die Erkenntnis, dass richtige Ernährung das Ergebnis eines dreistufigen Prozesses ist, der schon beim Einkauf beginnt. Das Trio Einkauf-Kochen-Essen ist unzertrennlich. Außerdem beginnt richtige Ernährung - wie vieles im Leben - im Kopf. "Bewusst" ist ein Adjektiv, das Sie in diesem Artikel öfter zu lesen bekommen werden.

Vollkorn-Kräuter-Pfannkuchen

Gesunde Küche, die auch Kindern schmeckt! >

Gesamtzeit:
70min.
Kalorien:
380 kcal
Zutaten:
Vollkornmehl, Mehl, Kefir, Dill, Hüttenkäse

1. Zutaten genau unter die Lupe nehmen - E-Nummern vermeiden

Wenn auf Lebensmitteln nur ungenaue, verwirrende, oder gar keine Beschreibungen der Zutaten stehen, haben sie etwas zu verbergen. Kaufen Sie also nur solche Produkte, bei denen Ihnen auf Anhieb klar ist, woraus sie bestehen.

Außerdem sollten Sie sich vor künstlichen Zusatzstoffen in Acht nehmen. Was für einen Schaden diese unserer Gesundheit zufügen ist noch immer nicht erwiesen, klar ist nur, dass sie keine positive Wirkung haben und für Allergiker sogar extrem gefährlich werden können - ein bestechender Grund, lieber die Finger davon zu lassen. Außerdem überlagern Geschmacksverstärker die natürlichen Aromen und desensibilisieren die Geschmacksnerven.

Leider gibt es heute nur wenige Lebensmittel, die vollkommen frei von künstlichen Elementen sind. Selbst Nahrung, die mit dem Wort "natürlich" wirbt, muss nicht unbedingt Kunststoff-frei sein. Denn "natürlich" oder "naturidentisch" bedeutet lediglich, dass die chemische Struktur des natürlichen Aromas nachgebildet sein muss, wie "stern.de" näher erläutert. Seit dem 1. Januar 2011 herrschen jedoch strengere Regeln, die mehr Klarheit für den Verbraucher schaffen sollen. Eine Liste mit "natürlichen" Lebensmitteln bietet die Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Alternative zu Produkten mit künstlichen Zusatzstoffen sind natürlich Bioprodukte. Auch dort sollten sie aber darauf achten, dass sie saisonal und regional angebaut und hergestellt wurden.

2. Auf Getreideprodukte umstellen

Vollkornprodukte sind deshalb so vorteilhaft für unseren Körper, weil sie ihn mit viel Energie versorgen und Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe liefern: Gesunde Energie also. Außerdem senken Vollkorn-basierte Zutaten erwiesenermaßen das Schlaganfall- und Herzerkrankungsrisiko. Auch gegen Diabetes und Darmprobleme, sogar gegen Krebs sollen die pflanzlichen Fasern des Getreides helfen. Schon drei Scheiben Vollkornbrot am Tag sollen vor Krankheiten schützen und den Fettabbau beschleunigen. Im Büro bedeutet die Ballaststoff-reiche Ernährung nur einen minimalen Aufwand. Von Weißbrot muss auf Vollkornbrot umgestellt werden, das Croissant zwischendurch kann durch ein Müsli ersetzt werden. Auch helle Pasta und heller Reis können peu-à-peu der gesunden Vollkornvariante weichen. Hier ein Paar leckere Vollkorn-Rezeptideen:

Paprika-Rührei-Sandwich

Dieses Sandwich ist etwas für Traditionalisten - simpel, schlicht und altbewährt präsentiert es sich in neuem Gewand. >

Gesamtzeit:
20min.
Kalorien:
685 kcal
Zutaten:
Paprika, Eier, Toast
Melonenreis mit Weintrauben

Der Reispudding kann auch mal als Abendessen-Alternative herhalten. Die Süße kommt ausschließlich aus den Früchten. >

Gesamtzeit:
60min.
Kalorien:
140 kcal
Zutaten:
Reis, Melonen, Weintrauben
Nudeln mit Linsencreme

Nicht alle Pastasaucen passen zu Vollkornnudeln, aber diese Linsensauce tut es eindeutig. >

Gesamtzeit:
30min.
Kalorien:
500 kcal
Zutaten:
Linsen, Nudeln
Toast Hawaii »reloaded«

Zu dieser wunderbaren Neuinterpretation des Snack-Klassikers aus den 1950ern passt besonders gut ein kühles Bier oder ein erfrischender Cidre. >

Gesamtzeit:
20min.
Kalorien:
470 kcal
Zutaten:
Ananas, Emmentaler, Toast, Schinken

3. Die Klischee-Gesundmacher: Obst und Gemüse vom Wochenmarkt

Indem man die Gesundheits-Garanten nicht im Supermarkt, sondern auf dem Wochenmarkt kauft, kauft man auch die Sicherheit, dass die Produkte erstens aus der Region kommen - also frisch sind - und zweitens ungespritzt sind. Die geringe Anfahrtsdauer macht eine künstliche Konservierung überflüssig, wodurch Obst und Gemüse frisch und natürlich auf dem Markt landen. Netter Nebeneffekt: Marktprodukte sind oft um ein Vielfaches billiger als ihre Supermarkt-Pendants. Es gilt die Faustregel von fünf handgroßen Portionen Obst pro Tag.

4. Selbst Hand anlegen

Die sicherste und gesündeste Art, sich Nahrung zu beschaffen ist noch immer der eigene Anbau. In meinem Garten bin ich der Herr, ich weiß, was ich den Nahrungsmitteln zufüge, ich weiß, wie ich mich um sie kümmere. Der eigene Garten ist auch nicht so zeitaufwendig, wie viele es vermuten - und was viele Menschen abschreckt. Samen gibt es in zahlreichen Geschäften zu kaufen, auf der Packung sind meist noch genaue Anweisungen zur Kultivierung enthalten. Besonders Gewürze bedürfen nur wenig Pflege und Sie werden lange von ihnen profitieren. Auch Tomaten und Erdbeeren lassen sich ohne viel Aufwand im eigenen Garten heranzüchten. Wer keinen eigenen Garten besitzt und sich einen Schrebergarten nicht leisten kann, der wird merken, dass der Gemüseanbau auch auf dem Balkon - oder sogar auf dem Fensterbrett - funktioniert, solange für genügend Wasser-, Luft und Sonnenzufuhr gesorgt ist.

5. Nicht zu viel Fleisch

Die Fleischdebatte ist allgegenwärtig. Vegetarier gegen traditionelle Fleischesser, die Argumente fliegen umher, Gammelfleisch macht die Runde. Doch was kann man Nützliches aus dieser Diskussion ziehen? Die Wahrheit ist, dass ein übertriebener Fleischkonsum dem Körper nicht gut tut. Gleichzeitig ist Fleisch aber ein wichtiger Eiweißlieferant. Es empfiehlt sich also wieder einmal das Genießen in Maßen. Die Obergrenze für Fleisch liegt bei etwa 600 Gramm pro Woche, ideal sind 1-2 Fleischmahlzeiten wöchentlich.

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3 Meinungen zu "So ernähren Sie sich gesund"

  • juana0909
    Dienstag, 08.03.2011, 11:54 Uhr
    hey nach einem Schlaganfall habe ich mein Leben umgekrempelt, was am wichtigsten ist viel stilles Wasser trinken morgens vor dem Frühstück das erste Glas, eine halbe Stunde vor jedem Essen und Zwischen durch. Das macht schöne Haut und fit. dann viel grümnes Gemüse essen, natürlich auch anderes viel Obst auch. Gemüse und Obst vom Wochenmarkt ist 2x in der Woche, vorkochen ab in Gläser ohne Salz und innerhalb 2 Wochen verbrauchen.nur Olivenöl nehmen ist zwar teuer aber weniger ist mehr, anstatt Butter mal Senf aufs Brot, viel Zwiebeln und Knoblauch zu Gemüse und Salat. man kann sein Essen mitnehmen auch kalt ist es gesünder als der Kram von der Ecke, frische Luft in der Mittagspause ist wichtig, oder ein Nickerchen früher gab es in großen Firmen ruhe Zimmer, heute möglichst keine Pause nbur Arbeit und Stress, versteht den keiner das das krank macht. Fleisch eher grillen anstatt braten Nudeln und Reis wenn dann nur Vollkorn, das zahlt sich aus, Essen soll schmecken und der Teller muß nicht Rand voll sein lieber einen Apfel zwischen durch, ich mache es und bitte keine ausreden es geht alles man muß nur wollen. an Medikamenten verdienen nur die Konzerne und Ärzte aber unsere Gesundheit bleibt auf der Strecke.
  • Jule1
    Dienstag, 08.03.2011, 10:12 Uhr
    Soo, liebes gmx-Team, zu dem, was ihr da schreibt, sind einige Ergänzungen notwendig. An allererster Stelle gilt: Man sollte nichts übertreiben. Man sollte sich vorwiegend von Vollkornprodukten ernähren, man muss das aber nicht ausschließlich tun. Hin und wieder ein Weißbrot schmeckt köstlich und schadet überhaupt nichts. Das Gleiche gilt für zuckerhaltige Produkte, fetthaltige Produkte usw. Wer monatelang auf Süßgikeiten verzichtet, hat irgendwann einen Riesenjanker darauf und stopft sie dann übermäßig in sich hinein. Und das ist dann wirklich nicht gut. Besser - und in der Ernährungspyramide ausdrücklich erlaubt - ist, wenn man sich täglich eine kleine Portion gönnt. Wochenmarkt bedeutet in manchen Städten wirklich Wochenmarkt. Der findet einmal in der Woche statt. Wenn man sich dort mit Gemüse eindeckt, dann ist das am Ende der Woche eben nicht mehr frisch. Ich wüsste gern, warum man das Gemüse dannn nicht täglich frisch im Supermarkt holen sollte. Übrigens: Selbst wenn man einen großen Garten hat, kommt man mit selbst angebautem Gemüse nicht weit. Eine leckere Mahlzeit für die Familie, vielleicht zwei. Und dann ist Schluss mit lustig. Das gilt umso mehr, wenn man das Gemüse auf dem Balkon oder gar auf der Fensterbank züchtet. Worauf man wirklich weitestgehend verzichten sollte, sind Fertiggerichte. Egal, ob sie aus dem Bioladen oder aus dem Supermarkt kommen. Denn da sind immer Geschmacksverstärker, Emulgatoren und Es drin.
  • Odatas
    Dienstag, 08.03.2011, 09:20 Uhr
    Wenn ich schon höre: Man kann ja nichts mehr essen.....Meist von Leuten gesagt jenseits der 100 Kilo....unglaublich...
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