Bei Strompreiserhöhung Sonderkündigungsrecht nutzen
Strom- und Gaskunden in Deutschland müssen möglicherweise mit einer zusätzlicher Preiserhöhung rechnen. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hob am Mittwoch (6. Juni) die von der Bundesnetzagentur festgesetzten Entgelte für die Nutzung der Strom- und Gasnetze auf. Die Netzagentur müsse höhere Ansätze berücksichtigen, so die Richter. Diese Kosten können die Unternehmen an die Kunden weiterreichen.
Bei den Grundversorgern betrage die Kündigungsfrist zwei Wochen, erläutert Horst-Ulrich Frank von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. Bei anderen Anbietern müssten sich Kunden an die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist halten. Ausnahme: Bei einer Preiserhöhung dürfe der Vertrag in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe der Erhöhung gekündigt werden. Tipps zum Anbieterwechsel gibt die Verbraucherzentrale im Internet.
Preissteigerungen müssten die Stromversorger sechs Wochen vorher ankündigen, erklärt Frank. Die Lieferanten müssten nicht begründen, warum sie die Preise anheben - "aber in der Regel wollen sie ja die Schuld von sich weisen", erläutert Frank. So würde oft auf eine Erhöhung der Netzentgelte oder auch höhere Steuern verwiesen.
Allerdings schließen manche Versorger ein Sonderkündigungsrecht aus, wenn Abgaben wie Netzentgelte steigen. Rechtlich sei das aber umstritten, betont Frank. Denn bei Netzentgelten hätten die Versorger Spielraum. Manche geben höhere Abgaben nicht sofort an ihre Kunden weiter, andere verzichten ganz darauf. Hier lohne sich ein Blick in die Geschäftsbedingungen, wo das Sonderkündigungsrecht beschrieben wird.
22 Meinungen zu "Wehren gegen Preiserhöhung"
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dkbied
Montag, 11.06.2012, 10:16 Uhr "Der Bürger spart Energie und senkt den Umsatz. Dass ja garnicht! Die Industrie frisst Energie, aber die bekommt ihn fast umsonst. Irgendwer muss diesen Verlust wett machen. Und wer spürt das gerade mal wieder, mhm?" ***************************** Es ist schon komisch, wie ganz Deutschland in den heutigen Tagen über die Strompreise jammert... noch vor einem Jahr, nach Fukushima, hat in den Diskussionen der Preis keine Rolle gespielt - hauptsache wir schalten nur so schnell unsere Atomkraftwerke ab! Bereits damals habe einige darauf hingewiesen, dass Tempo bei der Energiewende einen Preis hat... aber das waren alles "Lügenmärchen der Atomlobby" Deutschland ist (noch) ein Industriestandort. Wir haben zwar (im Vergleich zu anderen Regionen der Erde) ein relativ hohes Lohnniveau, dafür sind unsere Leute gut ausgebildet und wir besitzen eine gute Infrastruktur. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Klärung der Standortfrage bei Industrieunternehmen ist immer mehr das Thema Energiekosten. Hier bringt uns unser nationale Alleingang in Sachen Energiewende einen weiteren Standortnachteil... denn man kann es veurteilen, wie man möchte, letztlich wird kein Unternehmen, dessen Energiekosten einen wesentlichen Anteil innerhalb seiner Kostenstruktur ausmacht, Deutschland als Standort aufgrund seiner "umweltfreundlichen Energieversorgung" auswählen. Beispiel EEG-Umlage: einige hundert Firmen in Deutschland verbauchen zusammen ca. 18% des in Deutschland benötigten Stroms, zahlen jedoch nur 0,3% des gesamten EEG-Umlageaufkommens... Würden man diese Vergünstigung nun streichen, würde sich die EEG-Umlage (und wir wollen dabei nicht vergessen, dass es sich hierbei um die von "allen" gewollte Umlage für die Förderung der Erneuerbaren handelt) für die Bürger um höchstens 0,4 Cent/kWh reduzieren. Angesichts dessen, dass aufgrund der neuen Gasfördermöglichkeiten z.B. in den USA billig Strom angeboten wird, was zu einer Industrialisierung führt, hätte man einen geringfügig niedrigeren Strompreis ziemlich teuer erkauft - nämlich mit vielen Arbeitsplätzen... und das für lange Zeit, denn Standortentscheidungen sind in aller Regel langfristige Entscheidungen... man kann es so machen... aber wenn die Jobs erstmal weg sind, geht da das Jammern los.... ...wer das eine will, muss das andere lieben... warum können wir Deutschen damit häufig nichts anfangen? Wir wollen immer das eine und wenn das andere dann ein bisschen knirscht, fangen wir an zu jammern.... -
deadleaf
Freitag, 08.06.2012, 08:44 Uhr Ups, da fehlte Wort "Dass geht ja garnicht! " -
deadleaf
Freitag, 08.06.2012, 08:41 Uhr Jaja, so sind sie, die Herren Handaufhalt und KriegdenHalsnichtvoll. Obwohl deren Konten aus den Nähten platzen. Aber was können sie auch anderes machen? Bevor sie noch mehr jammernd am Hungertuch nagen, müssen sie die Preise erhöhen. Der Bürger spart Energie und senkt den Umsatz. Dass ja garnicht! Die Industrie frisst Energie, aber die bekommt ihn fast umsonst. Irgendwer muss diesen Verlust wett machen. Und wer spürt das gerade mal wieder, mhm? Das Politiker korrupt sind und manche Richter auch, wissen wir ja schon längst. Naja gut, viele noch nicht. Sie sind Marionetten der Wirtschaft, die ihnen vor Augen hält, ob ihre Karriere steigt oder nicht. Im Prinzip hilft nur ein neues System, das von Menschen gesteuert wird, denen die Bürger nicht egal sind und den Bilderbergern mächtig auf die Hände hauen und sie in die Hölle jagen aus der sie gekommen sind!! -
schieber1
Freitag, 08.06.2012, 07:54 Uhr Rechte habe ich schon um mich gegen irgendwelche Erhöhungen zu wehren, nur, nützen wird es nichts. Jeder Mensch braucht den Strom, also muß er ihn auch bezahlen. Die Alternative wäre allerdings im dunklen zu sitzen. -
Schildbuerger1975
Freitag, 08.06.2012, 07:05 Uhr Landgericht Düsseldorf?? Sind das nicht die gleichen Rechtsbeuger und -brecher, die schon in den Tablet-Prozessen Apple vs. Samsung kräftig die Hand aufgehalten haben, um hinterher "gefällige" Urteile in unser aller Namen zu sprechen..glaube schon! Tja, die Oligarchen wissen halt, bei wem sie in Dtl. günstige Urteile kaufen können, es sind ja immer die gleichen deren namen da fallen. -
Belwitz
Donnerstag, 07.06.2012, 17:50 Uhr Ruhig bleiben, wir haben Inflation.
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