Wie Verbraucher die Stromrechnung senken
Kaffeeautomaten vollständig ausschalten, den Kühlschrank nicht neben den Herd stellen und das Handyladegerät aus der Steckdose ziehen: Mit kleinen Tricks lässt sich die Stromrechnung reduzieren. Am meisten sparen könnten Haushalte aber, wenn sie beim Kauf von Waschmaschinen, Kühlschränken und anderen Stromfressern auf Energieeffizienz achten, sagt Claudia Bruhn von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
"Wenn ich mir eine neue Waschmaschine oder ein anderes Gerät kaufe, habe ich ein Sparpotenzial von 60 Prozent", erklärt Bruhn. Bei schon vorhandenen Geräten könne man mit einigen Kniffen im Schnitt nur 20 Prozent Strom sparen. Trockner seien wahre Energieverschwender, genauso wie die Warmwasseraufbereitung beim Duschen. Bruhns rät dazu, entweder einen Spar-Duschkopf zu nutzen oder weniger zu duschen.
Computer, Stereoanlagen, Fernseher und das Zubehör belasteten ebenfalls die Stromrechnung. "Eine abschaltbare Steckerleiste ist für den Computer sehr sinnig", sagt Bruhn. Kleine Aktivboxen, Drucker und andere Geräte verbrauchen sonst rund um die Uhr Strom. Das Ladegerät vom Handy sollten Verbraucher ebenfalls aus der Steckdose ziehen, wenn es nicht gebraucht wird. Wenn die gesamte Unterhaltungselektronik eines Durchschnittshaushalts nach Gebrauch abgeschaltet werde, könnten Verbraucher 80 Euro im Jahr sparen, sagt Bruhn.
Potenzial steckt auch in Kaffeevollautomaten. Wer seine Maschine so programmiert, dass sie kurz nach dem Gebrauch abschaltet, könne etwa zehn Euro im Jahr sparen. Der Kühlschrank verbrauche etwa sechs Prozent weniger Strom, wenn er nicht neben dem Herd steht. "Je wärmer es um den Kühlschrank herum ist, desto mehr muss er kühlen", sagt Bruhn. Einsparpotenzial hier: Rund 10 Euro im Jahr.
48 Meinungen zu "Senken Sie die Stromrechnung"
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kemy
Samstag, 01.09.2012, 15:37 Uhr Das gebetsmühlenartige "Strom sparen" ist vielleicht auch zu einem großen Teil die Verschiebung der "Schuldfrage" Richtung Verbraucher warum wir bei der Transformation der Energieversorgung gegenüber den ehrgeizigen Zielen der Politik gepaart mit dem Widerstand der Energiekonzerne immer weiter zurückfallen (Stichwort Atomausstieg und erneuerbare Energien). Die Frage um die es sich letztendlich doch in vielen Beiträgen dreht ist: wollen wir als Verbraucher Energie sparen oder wollen wir Geld sparen!? Letzteres dürfte der Hauptmotivator für die meisten sein und solange wir die Stromproduzenten nicht unter Druck setzen, indem jeder von uns die Tarifangebote regelmäßig prüft und den Anbieter auch hin und wieder wechselt, besteht doch von deren Seite auch nur wenig Grund auch bei der Effizienz der Energieproduktion, deren Speicherung und Verteilung mehr Engagement zu zeigen. Sehr deutlich sieht man das doch bei dem schleppenden Ausbau der Netze für die Einspeisung der erneuerbaren Energien: da die Energieversorger keinen Zugriff auf die Solaranlage des Hausdaches haben, machen sie auch kein Geld damit - also sparen sie lieber an den Netzen um ihre Gewinne abzusichern. Genauso wenig bewegen sie sich zum Thema flexible Stromtarife - damit könnten wir Verbraucher die Nutzung der regenerativen Energien viel besser steuern und müssten nicht in "stupides sparen" verfallen. Selbstverständlich wären die neuesten Stromspargeräte der Hausgeräte-Industrie ein riesen Potential, aber die Lobby der Branche ist zu klein: eine Initiative eine Abwrackprämie für veraltete Hausgeräte einzuführen wurde damals von einem gewissen Hr. Gabriel negativ beschieden - eine Abwrackprämie hat aber aufgrund der tollen Lobby-Arbeit der Automobilindustrie aber sehr wohl gegeben. Das waren Peta-Watt Strom, die wir da in die Produktion neuer Autos investiert haben ... Nebenbei zum Thema "Styropor im Kühlschrank" und Verbrauchswerte von Kühlschränken: die Verbrauchswerte der Geräte werden gemessen, ohne dass jemals die Tür geöffnet wird. Das ist im Messverfahren so vorgesehen, weil sonst die Messbedingungen noch komplizierter würden. Wenn der Kühlschrank bei der normalen Nutzung geöffnet wird, tritt die kalte Luft aus seinem Inneren aus und warme Luft aus dem Raum in den Kühlschrank ein. Diese Luft muss wieder heruntergekühlt werden und das kostet erheblich Energie. Deshalb macht es Sinn sowenig Luft wie möglich im Kühlschrank zu haben, ob man das mit Milchtüten, Styropor oder einfach einem in der Größe gut gewählten Gerät macht, kann ja jeder selbst entscheiden. Wenn dann das Gerät noch ein A+++ - Gerät ist, und an einer möglichst kühlen Stelle der Küche steht und jeder die Tür auch gleich wieder schließt, kann eigentlich an der "Baustelle" nicht mehr viel schief und schon gar nichts mehr sinnvoll gespart werden. -
132leorobi
Dienstag, 21.08.2012, 11:59 Uhr die konzerne werden die rechnung schon ausgleichen??? -
Nelson07
Dienstag, 14.08.2012, 12:14 Uhr Hihi, was für abstruse Formen die Diskussion hier annimmt: Styropor in den Eisschrank packen? Warum nicht gleich dann auch noch die Großmutter (Jahrgang 1900) mit rein :) *Spaß aus* *Ernst ein* Nicht jeder hat Elektrizität als Hobby oder kann über sich selbst lachen, wenn er/ sie es sich zum Sport gemacht hat, Strom zu sparen. Also ich seife mich vor meinem E-Duschgang vorm Spiegel ein und zieh die Nummer dann in einer Minute durch (s.o.), strenge mir an meinem Netbook die Augen an und habe den alten Kühlschrank komplett abgeschaltet, springe also täglich kurz rein in den Supermarkt und kaufe frisch. Kommt mal Besuch, für den das Bier/ Essen kühl sein muss, schmeiße ich die Kiste fürn Tag lang an. Neurotisch? Nein, ein Abschlag von 29 EUR und ENDLICH Ruhe mit Stromrechnungen. Übrigens ist es pysikalischer Wahnsinn, den man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen darf: Im kalten Winter beheizen wir unsere Wohnung, um in dieser künstlichen Wärme wiederum Eischränke herunterzukühlen. Das ist ein Luxus, der in einign Jahren sowieso nur noch den Bessserverdienenden vorbehalten sein wird, und denen wünsche ich dann ein gutes Ökogewissen. -
Teddy1956
Dienstag, 14.08.2012, 11:43 Uhr @sissicat S. 6 "Der Kühlschrank sollte immer voll sein. Zu diesem Zweck nutze ich volle Milchtüten. Man kann auch Styropor nehmen. Weil Luft isoliert und der Stromverbrauch dann steigt." Verstehe ich nicht. Wer hat denn leere Milchtüten im Kühlschrank stehen? Ich nicht. Styropor im Kühlschrank? Wie unsinnig. Dieses Material nimmt weder Kälte auf, geschweige denn ab. Der Inhalt eines Kühlschranks wird nicht nur durch das Gerät gekühlt, sondern auch durch sich selbst, in dem es die Kühlung abgibt. Je voller der Kühlschrank, desto weniger Stromverbrauch. Aber dies wußte schon meine Oma (Jahrgang 1900). Wenn man also seinen Kühlschrank nicht vollbekommt, dann sollte man sich, sofern möglich, einen kleineren zulegen, oder aber mit Dingen bestücken, die die Kälte aufnehmen und abgeben können. Nur so ist der Verbrauch in Grenzen zuhalten. Das gleiche gilt auch für den Gefrierschrank, der zudem regelmäßig enteist werden sollte. -
Nelson07
Dienstag, 14.08.2012, 11:35 Uhr Teddy 1956: Genau gelesen, war n Vertipper, es hätte "Rückzahlung" heißen müssen, danke. Schade, dass man hier nicht wie in anderen Foren seine Schreibfehler editieren kann. Ach so, was vergessen: Für alle, denen der Strom abzuschalten gedroht wird: Gang zum Sozialamt, die müssen das übernehmen als Zinsloses Darlehen und die (hoffentlich) Sparlämplein bleiben an :) -
Teddy1956
Dienstag, 14.08.2012, 11:23 Uhr @Nelson07 S. 5 - 09.18 "Ergebnis neulich: 400 EUR Nachzahlung. Riesenfreude für mich als AlGII Empfänger, besser 400 bekommen als 700 bezahlen müssen, oder?" Bei 400 € Nachzahlung hast Du Geld ausgegeben, aber ganz bestimmt nicht bekommen! -
Teddy1956
Dienstag, 14.08.2012, 11:10 Uhr Mein Gott, was für ein alter Artikel! Der ist ja vom 19.06.2012! Na ja, vielleicht ticken bei web.de Uhren und Kalender anders als bei uns.
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