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26.01.2012, 07:21 Uhr

Deutschland: Zuchtmeister oder Hoffnungsträger?

Davos (dpa) - Was ist Deutschlands Plan in der Euro-Schuldenkrise? Was werden die Deutschen noch verlangen? Und was sind sie bereit zu geben? Diese Fragen sind allgegenwärtig auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF).

Merkel plädiert in Davos erneut gegen Aufstockung der Hilfsfonds

© Reuters

Eröffnungsrednerin Angela Merkel war zu einer Stippvisite nach Davos geeilt, absolvierte den Termin zwischen lauter Krisensitzungen. Doch auch in dem abgelegenen Schweizer Kurort hängen alle an ihren Lippen, hoffen auf Antworten.

Davos sei in diesen Tagen "das Sanatorium für die Welt", erklärt WEF-Gründer Klaus Schwab selbstbewusst und in Anspielung darauf, dass hier früher Tuberkulose-Patienten aus allen Teilen Europas behandelt wurden. Neue Modelle für eine Welt im Wandel sollen die 2600 Elite-Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in den fünf WEF-Tagen entwerfen.

Für die Euro-Krise jedoch reicht kein Sanatorium. Die gewaltigen Staatsdefizite seien "über Jahre entstanden, sie werden sich deshalb nicht mit einem Paukenschlag beenden lassen", betont Merkel. Die Krisen-Bekämpfung dauere nun einmal länger als 12 oder 18 Monate. "Aber wir können doch jetzt nicht auf halbem Weg umkehren und sagen: 'Das bringt doch alles nichts'."

Kommt in Davos die Rede auf Deutschland, sind gerade die Teilnehmer aus Euro-Krisenstaaten gespalten. Einerseits wird die letzte starke Wirtschaftsmacht der Eurozone als Zuchtmeister gefürchtet. Gleichzeitig ist Deutschland der fast schon letzte Hoffnungsträger.

Forderungen nach kraftvolleren und teureren deutschen Beiträgen bei der Euro-Rettung schmettert Merkel jedoch ab. Sie wolle nichts versprechen, was Deutschland am Ende gar nicht halten könne, erklärt die Kanzlerin. "Denn wenn Deutschland, stellvertretend für alle europäischen Länder etwas verspricht, was bei harter Attacke der Märkte dann nicht einlösbar ist, dann hat Europa eine ganz offene Flanke."

Scharfe Kritik am deutschen Kurs ist in Davos oft zu hören, beispielsweise von US-Investorenlegende George Soros, der im derzeitigen Krisenland Ungarn geboren ist. "Deutschland diktiert eine Politik, die in eine Schuldenspirale mit deflationären Folgen führt", sagt Soros und malt das düstere Bild einer bevorstehenden tiefen und anhaltenden Krise an die Wand. Er frage sich, wann sich die Erkenntnis durchsetze, "dass die Währungsunion auf einem selbstzerstörerischen Kurs ist".

Deutschland setze Euro-Krisenstaaten unerreichbare Sparziele, verweigere ihnen gleichzeitig Schutz vor den Finanzmärkten und bringe sie damit gegen sich auf. "Der Rest Europas ist nicht wie Deutschland", sagt er. Kein Wunder, dass die Politik Merkels an der Peripherie zu Widerstand führe: "Noch sind die Menschen dort zwar verunsichert, aber mehrheitlich für den Euro. Das kann sich schnell ändern."

Zu Kritik wie dieser sagt Merkel, Deutschland wolle sich ja am Abbau von Ungleichgewichten in Europa beteiligen. Eine Anpassung nach unten werde man aber nicht mitmachen. Nur, wenn Europa seine wirtschaftlichen Stärken pflege, "haben wir eine Chance auf den Weltmärkten mitzuspielen". Es gehe also nicht darum, ob ein Land wie Deutschland streng oder weniger streng sei - "es geht darum, Wohlstand zu erwirtschaften".

Doch auch hier klemmt es zunehmend. Die Eurozone könne sich "zumindest vorläufig nicht mehr auf die Wachstumslokomotive Deutschland stützen", schrieb die "Neue Zürcher Zeitung" ausgerechnet am Davos-Eröffnungstag. Zu mager seien die vom Internationalen Währungsfonds noch prognostizierten 0,3 Prozent Wachstum für die stärkste Wirtschaft Europas.

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  • Mitgefuehl2011
    Mittwoch, 01.02.2012, 14:15 Uhr
    Liebe Leserin, lieber Leser, Sie sind weiblich oder männlich ? Sie sind bis 110 Jahre alt ? Sie mögen kurze, verständliche Zitate? Dann können Sie jetzt hier zwei wichtige zum Leseeinstieg erfahren: Albert Einstein: "Vorstellungskraft ist viel wichtiger als Wissen." Albert Schweitzer: "Ehrfurcht vor dem Leben." Vielleicht können Sie sich nun mit mir die Vorstellung erlauben: die Friedvollste, die Gerechteste oder die Glorreichste Welt für die Gesamtmenschheit auf Erden zu erschaffen. Erlauben wir uns darunter zu verstehen, das wir unser Bestreben ausrichten können auf die Sättigung des Hungers oder die Durstlöschung aller Menschen. Erlauben wir uns darunter zu verstehen, das wir unser Bestreben ausrichten können auf die Ehrfurcht vor dem Leben. Erlauben wir uns darunter zu verstehen, das wir unser Bestreben ausrichten können auf Mitgefühl zu unserem Gegenüber. Erlauben wir uns darunter zu verstehen, das wir unsere Intelligenz darauf ausrichten können Wissen zur Menschheitsförderung einzusetzen. OCCUPY erschafft Weltkonzept für Friede, Einigkeit, Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Schwesterlichkeit aller Völker, das ist gut so oder Menschheitssegen. Das Ende der Geldreligion lässt sich nicht mehr lange verheimlichen oder geheim halten oder verleugnen Die Menschheit erschafft Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, Klugheit. Menschheit, wach auf. Menschheit, wach auf. Menschheit, nutz Deine Fähigkeiten. Danke fürs lesen oder bewerten. LG Menschheitssegen
  • zahnstein6
    Dienstag, 31.01.2012, 13:02 Uhr
    es heißt nicht: "hoffnungsträger" deutschland, sondern zahlemann deutschland. wenn alle anderen keine lust mehr haben und die eu auch kein geld hat - was die ja noch nie hatte - greifen alle verträge auf deutschland, auf den dummen michel zurück.
  • taigawutz
    Montag, 30.01.2012, 14:55 Uhr
    (Ergänzung zu Taigawutz, S. 54 bzw. Ergänzung der Antwort zu Nachfrager2012, S. 51:) Mithilfe von Aktien-Deals lassen sich so manche (legitimiert / extras-legale) kriminelle Aktionen wunderbar vertuschen. Die Aktiengesellschaften bekommen noch mehr Geld (als sie ohnehin schon haben) und können können somit die PolitikerInnen / Regierungen noch leichter unter Druck setzen. Warum sollten Kleinaktionäre von Aktien-Deals profitieren, wenn Großaktionäre einen größeren Teil vom Kuchen haben und somit auch mehr Einfluss und dann auch eher profitieren können?? Warum sollte eine Aktiengesellschaft Interesse daran haben, daß Aktionäre / Kleinaktionäre vom Konzerngeschäft profitieren können??? Es ist nicht anzunehmen daß ein Chef einer Aktiengesellschaft ein >>Gutmensch<< ist. Ein Chef einer Aktiengesellschaft sehr wahrscheinlich v.a. am eigenen Profit interessiert. Da denkt dieser vermutlich nicht viel anders wie ein Drahtzieher einer kriminellen Bande. (Oder anders formuliert:) (Again please / Ergänzung:) Vermutlich tun die (gut- und gerngläubigen) Kleinaktionäre auch ganz selbstverständlich (und nicht umständlich) an das tolle Märchen glauben, daß die (bodenständigen oder bodenlosen) Manager von Aktiengesellschaften rischtisch >>selbstlose Gutmenschen<< sind. Und so verschwindet eben von den Kleinaktionären des Geld ganz geschwind. Vermutlich ist jeder Taschenspielertrick auf dem Bahnhofsvorplatz ehrlicher als Aktien-Deals auf dem Börsen-Parkett. Und dabei sind Taschenspielertricks vermutlich auch nicht ganz so verlustreich und und auch nicht so riskant. Aktien-Deals sind ganz einfach gemacht, um v.a. Wohlhabende >hinters Licht zu führen<. Aber vielleicht tun die Aktien sich auch bei der nächsten Karnevals-Prnksitzung verkleiden und mit dem Klagevolk mitleiden. Ja, total verschleiert, -- diese Aktien!!
  • wolfgang030751
    Sonntag, 29.01.2012, 14:01 Uhr
    Steuerentlastung fürs eigene Volk? Kein Geld!
  • BigDaddyCool
    Sonntag, 29.01.2012, 11:05 Uhr
    Hört auf zu Heulen uns geht es gut.Deutschland kann noch bezahlen,haben viel gut zumachen,so hab ich es gelernt Die Sparer sollen insgesammt mehrere Billionen haben also ist da noch Luft. Wenn das Geld dann verteilt ist dann ist es bestimmt wider gut Unsere Politiker machen das schon
  • DerSeher2012
    Samstag, 28.01.2012, 14:12 Uhr
    War klar das jetzt alles den Bach runtergeht, bei so dilettantischen Verträgen der Euro-Finanzunion. Ein Land hat viel Schulden - was macht es ? Es will in die Finanzunion. Da werden Zahlen geschönt (=unverblümt betrogen) und dann ist es drin ! Für einen Rausschmiss aus der Euro-Finanzunion ist kein rechtliche Grundlage vorhanden, weil die entsprechenden Prozeduren und Klauseln gar nicht vorhanden sind !!!! Und Deutschland zahlt ... und zahlt .... und zahlt - und soll nach dem Willen der anderen EU-Länder noch mehr zahlen. Ein Paradies für alle die über ihre Verhältnisse leben. Cameron stänkert gegen Deutschland. Der hat's nötig ! Bekommt Vergünstigungen ohne Ende und macht noch auf wichtig, wobei er aber selber möglichst wenig helfen will. Wenn' s ihm nicht passt, soll er doch diese ungeliebte Finanzunion verlassen. Warum wird Kroatien in die EU aufgenommen. Dort gibt es bereits jetzt mehr Rentner als Arbeitende - Was für einen Vorteil hat das für Europa ??? Mir persönlich werden immer mehr Steuern abgezogen und mit dem verbliebenen Geld muß/soll ich auskommen. Vielleicht ist es an der Zeit mal so wie Europa zu wirtschaften !
  • butterflyone
    Samstag, 28.01.2012, 14:07 Uhr
    Europa steht für die Ausbeutung seiner Fußvölker! Europa steht für die Ausbeutung seiner Fußvölker! Europa steht für die Ausbeutung seiner Fußvölker! Europa steht für die Ausbeutung seiner Fußvölker! Europa steht für die Ausbeutung seiner Fußvölker! Europa steht für die Ausbeutung seiner Fußvölker! Europa steht für die Ausbeutung seiner Fußvölker! wuff,wuff......

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