Verhandlungen zwischen Athen und Troika erfolgreich
Anfang September werde das Expertenteam zu weiteren Prüfungen zurückkehren.
In der offiziellen Erklärung der Geldgeber hieß es, man sei sich mit den Griechen einig darüber geworden, dass noch größere Anstrengungen nötig seien, um die Sparziele zu erreichen. Der Plan sieht vor, dass 2013 und 2014 gut 11,5 Milliarden Euro eingespart werden. Die Details sollen der griechischen Bevölkerung Anfang September präsentiert werden. Die Zeitung "To Vima" berichtete von "schockierenden Kürzungen".
Dennoch äußerte sich ein hoher Mitarbeiter des griechischen Finanzministeriums am Sonntag zufrieden: Die Verhandlungen seien "sehr gut verlaufen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Wir müssen Anfang September alles unter Dach und Fach haben, damit wir es der Eurogruppe präsentieren können." Dann soll die "Troika" aus EU, Europäischer Zentralbank und IWF feststellen, inwieweit Athen seine Sparbemühungen tatsächlich umsetzt. Daraufhin könnte es Grünes Licht für weitere Finanzhilfen geben. Mit seinen älteren Zusagen ist Athen noch immer weit im Rückstand.
Das neue Sparprogramm sieht nach übereinstimmenden Informationen griechischer Medien eine weitere Verschlankung des Staates und erhebliche Einschnitte vor. Vorgesehen sind unter anderem Kürzungen bei den Gehältern der Staatsbediensteten und Angestellten staatlicher Unternehmen (zwei Milliarden Euro) sowie Kürzungen bei Renten (2,6 Milliarden Euro) und Einsparungen bei Verteidigung sowie Bildung.
Unterdessen plant der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras, Ende August zu Gesprächen mit den beiden stärksten Euro-Partnern nach Berlin und Paris zu reisen. Dieser Plan wurde der dpa in Athen aus dem Umfeld des Regierungschefs bestätigt. Eine offizielle Erklärung werde es in den nächsten Tagen geben. Zuvor hatten verschiedene griechische Medien berichtet, Samaras werde wahrscheinlich am 24. August nach Berlin kommen.
Laut griechischen Medienberichten geht es bei der Samaras-Reise darum, einen "schnellen Euro-Tod" Griechenlands abzuwenden. Den Verantwortlichen sei bewusst, dass es in Berlin einen "Grexit"-Plan - einen Plan für den Austritt Griechenlands aus der Eurozone - gebe.
Samaras hatte vergangene Woche die Äußerungen einiger europäischer Politiker zu einem möglichen Euro-Austritt Griechenlands scharf zurückgewiesen. Diese würden die griechischen Bemühungen untergraben, sagte er vor einem Parlamentsausschuss. Er wisse nicht, ob diese Politiker es "bewusst oder aus Dummheit" täten - er wisse nur, dass sie unverantwortlich seien.
199 Meinungen zu "Athen einigt sich mit Troika"
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ulliulli
Mittwoch, 08.08.2012, 11:21 Uhr versteh mich richtig, bitte: in der sache hast du recht, nur kann dein vorschlag nicht umgesetzt werden (MMN) -
ulliulli
Mittwoch, 08.08.2012, 11:15 Uhr was den vergleich mit der insolvenz betrifft: nur soweit diese bleistifte der firma gehören. und die griechischen vermögen um die es hier geht gehören nicht dem griechischen staat. -
ulliulli
Mittwoch, 08.08.2012, 11:12 Uhr Robespierre56 | 2473 Beiträge @ulliulli Nochmals, das hat nichts mit Recht und Befugnissen zu tun, so was nennt man "Bedingungen". Das ist das Gleiche, wie bei einer Insolvenz, da darf auch kein Bleistift meht aus dem Werk entfern werden, ohne den Insolvenzverwalter. kapiert??? XXXXXXXXXXXXXXX es ist sinnlos eine bedingung zu stellen, diie sich nicht erfüllen lässt. jeglicher import würde sofort gestoppt, da die griechischen firmen die rechnungen nicht mehr bezahlen dürften. eine überprüfung welche rechnung "echt" und welche "gefakt" ist, ist gar nicht möglich. und ausserdem widerspräche das jedem rechtsgrundsatz. du kannst nicht "einfach so" den zahlungsverkehr mit dem ausland verbieten -
werro
Mittwoch, 08.08.2012, 10:36 Uhr was für ein quatsch das alles. es wird alles nicht funktionieren,weil sich kein staat an irgendwelche verträge-vorgaben-absichten hält. hier mal die kriterien zum damaliegen euro beitritt. Die im Vertrag von Maastricht festgelegten Bedingungen für die Kandidaten lauten: Das Haushaltsdefizit darf nicht mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen. Die gesamtstaatliche Verschuldung sollte 60 Prozent des BIP nicht übersteigen. Dieser Artikel wird jedoch flexibel ausgelegt. Es reicht, wenn die Verschuldung kontinuierlich abgebaut wird und sich dem Wert von 60 Prozent nähert. Die Inflationsrate darf sich nicht weiter als 1,5 Prozentpunkte vom Durchschnitt der drei preisstabilsten Länder entfernen. Die langfristigen Zinssätze dürfen nicht mehr als zwei Prozentpunkte über dem Niveau der drei EU-Länder mit den niedrigsten Zinsen liegen. Die Währung muss sich mindestens zwei Jahre lang innerhalb der "normalen Bandbreiten" des Europäischen Wechselkursystems ohne Abwertung bewegt haben. Das Wechselkurssystem ist das "Wartezimmer für den Euro". -
Robespierre56
Mittwoch, 08.08.2012, 10:34 Uhr @ulliulli Nochmals, das hat nichts mit Recht und Befugnissen zu tun, so was nennt man "Bedingungen". Das ist das Gleiche, wie bei einer Insolvenz, da darf auch kein Bleistift meht aus dem Werk entfern werden, ohne den Insolvenzverwalter. kapiert??? -
ulliulli
Dienstag, 07.08.2012, 17:51 Uhr Zitat Robespierre56 S26 ...Die Schuld trägt die TROIKA, die vor der ersten Marge an Griechenland erst mal die Ausfuhr von Geld und Kapital hätte verbieten müssen, bis alles rechtmäßig nach EU-Recht versteuert wäre... xxxxxxxxxxxxxxxxx das ist keine erklärung, das ist eine unsinnige schuldzuweisung an jemanden, der keinerlei befugnisse hat, diese aufforderung durchzusetzen. das klappt vielleicht in einer diktatur - keine ahnung wo du die meinung hernimmst, dass die troika irgendein recht hat "die Ausfuhr von Geld und Kapital zu verbieten" - aber einer rechtlichen überprüfung hält das sicher nicht stand. -
Robespierre56
Dienstag, 07.08.2012, 17:17 Uhr @ulliulli Jetzt habe ich es 3 X erklärt und basta!
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