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21.03.2013, 16:51 Uhr

Einigung auf Fonds zur Rettung Zyperns

Nikosia (dpa) - Das zyprische Parlament berät am Donnerstagabend über ein neues Rettungskonzept und will auch schnell darüber abstimmen.

Im Anschluss an eine Sitzung des Ministerrats ist zunächst eine kurze Debatte geplant. Es wird erwartet, dass alle 56 Abgeordneten dafür stimmen werden. Die Parteivorsitzenden haben sich nach einem Treffen mit Staatspräsident Nikos Anastasiades einstimmig für die Bildung eines "Solidaritätsfonds" ausgesprochen.

Der Alternativvorschlag für das gescheiterte Rettungspaket der Zyprer wurde wenige Stunden nach der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgestellt, sie werde ab dem 25. März kein Geld mehr aus Europa für die zyprischen Banken bereitstellen, falls es bis dahin kein Sanierungskonzept gibt.

Mit Spannung wurde in Nikosia das Ergebnis des Besuchs des zyprischen Finanzministers Michalis Sarris in Moskau erwartet. Sarris hatte am Donnerstag einen weiteren russischen Kredit ausgeschlossen, da dies den Schuldenberg Zyperns belasten würde. Zypern hofft, dass eine russische Bank eine der angeschlagenen zyprischen Banken kauft. Hinter den Kulissen wurden auch Energiethemen erörtert. Südlich von Zypern waren im vergangenen Jahr reiche Erdgasvorkommen entdeckt worden.

Der Solidaritätsfonds soll mit Kapital von Kirche, Rentenkassen und anderen Einrichtungen entstehen und Staatsanleihen ausgeben. Auch die zyprische Zentralbank soll mit ihren Goldreserven dazu beitragen. Nikosia hofft, damit 5,8 Milliarden Euro einzutreiben. Zypern muss diese Eigenleistung erbringen, um Beistandskredite der EU in Höhe von zehn Milliarden Euro zu erhalten. Von der bislang von der Eurogruppe geforderten Zwangsabgabe auf Bankeinlagen war am Donnerstag in Nikosia nicht mehr die Rede. Das zyprische Parlament hatte dies am Dienstag abgelehnt.

Neben diesem Plan B werden in den nächsten Tagen auch einige andere Maßnahmen erwartet. Unter anderem sollen Einschränkungen für Überweisungen von Kapital ins Ausland ohne die Genehmigung der Zentralbank verhängt werden. Zudem soll geklärt werden, was mit den beiden defizitären größten Banken, der Cyprus Bank und der Popular Bank geschehen soll. Der zyprische Notenbankchef Panikos Demetriades versicherte am Donnerstag: "Es wird ein (Rettungs)Programm bis Montag geben", sagte er.

Eine offizielle Reaktion zu dem Paket von Seiten der EU gab es vorerst nicht. Die Bundesregierung hielt sich bedeckt. Das Finanzministerium in Berlin verwies aber auf die weiterhin geltenden Kriterien: "Dreh und Angelpunkt bei einem Hilfsprogramm für Zypern sind die Schuldentragfähigkeit und die Verringerung der Risiken, die für den Staat aus dem überdimensionierten Bankensektor resultieren."

Alle News vom: 21. März 2013 Zur Übersicht: Finanzen

242 Meinungen zu "EZB stellt Zypern ein Ultimatum"

  • DocEx
    Sonntag, 24.03.2013, 08:48 Uhr
    Die Euro-Rettung ist Demagogie FOCUS Online: Es geht gar nicht um Euro oder Europa? Otte: Absolut nicht. Es profitieren weder Europa noch die zyprischen Bürger oder die Bevölkerung der Geberländer wie Deutschland von den Abermilliarden an Euro, die hier wieder lockergemacht werden. Es profitieren allein die Banken, die sich diesmal mit zyprischen Anleihen und 'Investitionen' verzockt haben. FOCUS Online: Private Gläubiger sollen diesmal einen freiwilligen Beitrag leisten. Otte: Private Gläubiger sind Banken und Finanzdienstleister – allen voran zyprische Banken. Diese sind in der Hand zyprischer, griechischer und russischer Milliardäre und Oligarchen. Das sind die Akteure, die wir „retten“. Und freiwillig werden die nicht auf ihr Geld verzichten. http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-22852/staroekonom-max-otte-die-euro-rettung-ist-demagogie_aid_643101.html Ergänze: Und die Bevölkerung des größten Geberlandes Deutschland wird von seiner Staatsregierung in Berlin, eine typische Parteienoligarchie, überhaupt nicht gefragt. Das ist der nackte Staats-Finanzkapitalismus STAFIKAP. P.S.: Das Original stammt vom Freitag, 08.07.2011 bei focus.de. Anstatt 'Zypern/Zyprisch' stand da 'Griechenland/griechisch'. Denn damals ging es um die beginnende berühmte „Griechenland-Rettung“.
  • EasyRainer
    Samstag, 23.03.2013, 16:17 Uhr
    EZB ist das Herz der Geldmafia EU! ein Ultimatum? Vorsicht Deutschland, Geschichte wiederholt sich...
  • uguggugu
    Samstag, 23.03.2013, 15:38 Uhr
    @ gerrrhard | (DocEx, Anwaltsgehilfin134, Bernd-Christoph... + andere Deiner Nicks) ##### uguggugu | 465 unsägliche Beiträge galantuomo1 -> Gerrrhard ###---Im Übrigen können Sie froh sein, ... ... ich bin wirklich froh. dass ich nicht uguggugu heiß. Du Guggu, Du Immer noch Deine tagtägliche verbale Diarrhöe ? Gestern, um 16:47 Uhr ##### Na ja, ich schreib ja auch täglich !?? Oder doch nicht? Oder bist das Du, der da täglich mehrfach postet?? Dann trifft aber Deine Aussage auf Dich und auch Deine Posts unter anderen Nicks zu! Das ganze nennt man dann ein Eigentor.
  • gerrrhard
    Freitag, 22.03.2013, 17:59 Uhr
    Im Herbst ist Wahl. Die Soziale Marktwirtschaft der Mitte ist die Alternative zum real-existierenden Staats-Finanzkapitalismus in der EU-Kommission und der herrschenden Staatsregierung der BRD.
  • gerrrhard
    Freitag, 22.03.2013, 17:57 Uhr
    tanpelzi | 80 Beiträge ..
  • gerrrhard
    Freitag, 22.03.2013, 17:56 Uhr
    kiwijack | nur 44 Beiträge ist schonmal ein Land Bankrott gegangen ? Warum fehlt so ganz plötzlich das Geld und warum nehmen wir solche Länder erst in die EU auf ? @Grüne Kiwi "warum nehmen wir solche Länder erst in die EU auf ?" Bist du AbgeordnetIn von der Berliner Braunen Pampe ? Ich als Deutscher Bürger wurde nicht gefragt, obwohl wir Deutsche noch Milliarden und Billionen bezahlen müssen gemäß Schäubles ESM-Vertrag, wenn er nicht bald gekündigt wird. Wur
  • tanpelzi
    Freitag, 22.03.2013, 17:51 Uhr
    .
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