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26.06.2013, 10:57 Uhr

SZ: Steuerfahnder half Hoeneß bei Selbstanzeige

Als sein Verein das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League feierte, stand er meistens nur daneben - Uli Hoeneß konnte den Erfolg des FC Bayern nicht so richtig genießen. Dazu ist seine Steueraffäre weiterhin zu präsent. Nun hat die "Süddeutsche Zeitung" ein weiteres kurioses Detail in dieser Geschichte zutage gefördert: Ausgerechnet ein Steuerfahnder soll Uli Hoeneß bei seiner missglückten Selbstanzeige geholfen haben.

Der Betreffende sei viele Jahre Sachgebietsleiter bei der Steuerfahndung München gewesen, habe sich jedoch schon seit einer Weile in Altersteilzeit befunden. Seine "Nachbarschaftshilfe" für Uli Hoeneß, mit dem er wohl schon länger bekannt war, könnte dem Steuerfahnder nun Probleme bereiten. Wie die SZ berichtet, wurde sein Haus bereits durchsucht. Der Vorwurf: nicht genehmigte Nebentätigkeit.

Der Steuerfahnder soll gemeinsam mit Hoeneß' Steuerberater und einem weiteren Anwalt die Selbstanzeige des Bayern-Präsidenten formuliert haben, und zwar einen Tag, nachdem sich Uli Hoeneß mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Essen getroffen hatte. Laut der SZ erzählte Hoeneß Freunden, er habe sich nach dem Treffen mit der Kanzlerin im Januar 2013 endgültig entschieden, die Selbstanzeige abzugeben.

Dem Bayern-Präsidenten war zu diesem Zeitpunkt offenbar klar, dass das Schweizer Steuerabkommen nicht zustande kommen würde. Ursprünglich hatte Hoeneß gehofft, im Zuge eines solchen Abkommens seine Steuerschulden anonym nachzahlen zu können. Die anschließend offenbar in aller Eile erstellte und fehlerhafte Selbstanzeige könnte Hoeneß nun in ernste Schwierigkeiten bringen. (ska)

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