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Schlechter Riester-Vertrag: Wechseln oder kündigen?

Düsseldorf (dpa/tmn) - Millionen Deutsche setzen auf die Riester-Rente. Der Staat schießt dafür etwas zu. Doch die Rendite ist gering, zeigt eine Studie. Wer unzufrieden ist, der kann seinen Vertrag kündigen oder wechseln. Was besser ist, verrät die Verbraucherzentrale.

Schlechte Rendite und hohe Gebühren - die Riester-Rente schneidet bei einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nicht gut ab. Verbraucher müssen damit nicht zufriedengeben. Ein Ausstieg aus einem Riester-Vertrag sei durchaus möglich, sagte Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dabei müssten Kunden allerdings die Kosten im Blick haben. Denn bereits geleistete Gebühren würden bei einem Wechsel oder einer Kündigung in der Regel nicht erstattet.

"Grundsätzlich haben Verbraucher drei Möglichkeiten", erklärte Scherfling. "Sie können einen neuen Riester-Vertrag mit besseren Konditionen abschließen, ihren bestehenden Vertrag beitragsfrei stellen oder ihn kündigen." Die Folgen der drei Varianten im Überblick:

Neuer Vertrag: Sind Kunden mit der Entwicklung ihres Riester-Vertrages nicht zufrieden, können sie sich auch vor dem vereinbarten Ablauf für ein besseres Produkt entscheiden. "Der Wechsel von einer Riester-Versicherung zu einem geförderten Bank- oder Fondssparplan ist möglich", sagt Scherfling. Die staatlichen Zulagen, die der Sparer bisher bekommen hat, blieben in diesem Fall erhalten. "Auch Steuererstattungen muss er nicht zurückzahlen." Allerdings erheben Anbieter bei einem vorzeitigen Ausstieg oft eine zusätzliche Gebühr. Außerdem bekommen Kunden die bereits geleisteten Abschlussgebühren in der Regel nicht zurück. Noch ausstehende Gebühren müssten allerdings nicht gezahlt werden.

Beitragsfrei stellen: Relativ unkompliziert ist es, einen schlechten Riester-Vertrag beitragsfrei zu stellen. Der Kunde zahlt dann keine weiteren Beiträge ein. Auch in diesem Fall behält er die erhaltenen Zulagen und bereits genutzte Steuervorteile, erklärte Scherfling. Der Vertrag kann bis zu seiner Fälligkeit ruhen. Solange er ruht, gibt es aber keine weiteren Zulagen mehr.

Kündigung: Eine Kündigung des Riester-Vertrages ist für Kunden mit vielen Nachteilen verbunden. "In diesem Fall müssen die erhaltenen staatlichen Zulagen zurückgezahlt werden", erläuterte Scherfling. Auch in der Vergangenheit genutzte Steuervorteile gingen verloren, so dass möglicherweise Nachzahlungen geleistet werden müssen. Außerdem werden bereits geleistete Abschlussgebühren vom Anbieter einbehalten. Und es muss eine zusätzliche Gebühr für einen vorzeitigen Ausstieg geleistet werden.

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31 Meinungen zu "Wenn die Rendite gering ist"

  • GeilerIQTEST
    Samstag, 31.12.2011, 17:53 Uhr
    Hallo und schönen Silvesterabend zusammen, nachdem jetzt gerad noch den einen und anderen Meinungsaustausch über die Riesterrente hier gelesen habe, möchte ich doch auch mal eine andere Perspektive darstellen. Die Riesterzulagen sind z.Zt. nicht für diejenigen gedacht, die so gering verdienen, wo später die Auszahlung angerechnet wird, leider, aber es kann sich ja noch ändern. Da sprechen wir von 2% der Bürger in Deutschland. Die Riesterrente ist eine Rentenversicherung, die beim Abschluss die Einzahlungen und Zulagen zum Rentenbeginn garantieren! Wohlbemerkt, zu Rentenbeginn. Eine Rentenversicherung ist kein Sparvertrag, der nach 2-3 Jahren oder auch 10 Jahren einen riesengewinn macht! Wer das denkt, der versteht leider den Sinn und Zweck einer Riesterrente nicht! Sorry für die jenigen, die sich jetzt angesprochen fühlen. Eine Rentenversicherung ist eben eine langfristige Sache und nicht kurzfristig! Und zum Schluss sei noch angemerkt, dass bei der Betrachtung von Rendite leider nicht die Steuerförderung betrachtet wird, die man als Sonderausgaben geltend machen kann! Das sind selbst für einen Single, der 30000€ verdient und den Höchstbetrag einzahlt, abzüglich 154€ Grundzulagen mal eben noch um die 500€ bis 600€ ! Die gibt es jährlich vom Fiskus zurück. Fazit: Wenn eine Förderung von 25% oder mehr über eine lange (nicht kurzfristig, da Rentenversicherung und nicht Sparbuch) nicht gut ist, mit Rückzahlung während der Ansparphase durch Sonderausgabenabzug, der täuscht sich! Guten Rutsch !
  • Bubgebube
    Montag, 05.12.2011, 08:19 Uhr
    Mein Riestervertrag einer gewissen Genossenschaftsbank brachte nach 6 Jahren einen Gewinn von 6,17 € Die staatlichen Zulagen sind darin bereits enthalten. Kündigen ist die schlechtere Alternative da man die Zulagen zurückzahlen muss. Den Vertrag still ruhen zu lassen und seine Beiträge in bessere Anlagen zu investieren. Allein durch den Ausgabeaufschlag von 3% verdienen sich manche Banken dumm und dämlich. Es gibt weitaus bessere Anlagenformen als Riester !!
  • Fatima
    Donnerstag, 01.12.2011, 15:31 Uhr
    Riester ist ein Versicherungsbluff für Schwachgesaugte Blindmullen, die außer Erdloch krabbeln nicht wissen, warum ihnen Geld eine Garantie bewilligt und mit ihrem gegebenen Geld davon eine Rendite gezaubert wird, die sie vorher nicht hatten. Da hatten sie wenigstens noch ihr Geld selber im Portemonai!Der größte Schwindel einer Versicherung besteht darin, einen zusammengefegten Haufen Geld so aufzuteilen, das der Geldgeber dabei nicht merkt, das er Hütchen spielt und gerade sein Geld an die Gaukler verloren hatte. Oder habt ihr schon mal einen arbeitenden Versicherungsvertreter gesehen, der das Geld mit eigener Arbeitskraft erworben hatte und nicht aus dem System nahm, das andere für ihn zusammen fegten und nichts davon ihnen selbst gehörte! Ich kenne keinen! Die Kostenfalle von Verwaltungsaufwänden ist innerer Schwindelzustand in einer Versicherung, die mit fremden Geld beweisen will, wie schwer das Geld anderer zusammen zu halten ist und das kooooostet!
  • marither8
    Donnerstag, 01.12.2011, 12:17 Uhr
    Die Riesterrente mag nicht das Produkt sein, dass sich viele erhofft hatten. Letztendlich wurde sie geschaffen, um das, was in der gesetzlichen Rente wegbricht, aufzufangen. Das die Riesterrente von daher nicht mit immens hohen Ablaufleistungen aufwarten wird, versteht sich daher glaube ich von selbst. Attraktiv ist sie beileibe nicht für jeden. Wer zu den Verdienern mit geringem Einkommen zählt und im Alter deutlich unter der Grundabsicherung liegen wird, dem bringt die Riesterrente nichts, da sie voll angerechnet wird. Voraussetzung: Die derzeitigen Regelungen bestehen auch in Zukunft. Gut Verdienende mit möglichst vielen Kindern, können hingegen deutlich von einem Riestervertrag profitieren, da sie neben steuerlichen Vorteilen auch noch vermehrte Kinderzuschläge erhalten. Grundsätzlich sollte man sich genau informieren, welche Riesterprodukte es mit welchen Kosten gibt, wer sie anbietet und was für einen individuell am sinnvollsten ist. Wem das Ganze zu schwierig ist, kann sich an Verbrauchereinrichtungen zur Beratung wenden. Wie auch immer man sich entscheidet...zusätzliche Altersabsicherung sollte jeder, der kann, durchführen, denn mit Erreichen des Rentenalters werden ansonsten viele deutlich weniger Geld zur Verfügung haben als noch zu aktiven Berufszeiten.
  • durchknaller
    Freitag, 25.11.2011, 10:35 Uhr
    Warum sich die Riester Rente nicht lohnt: www.riesterrentenbetrug.de
  • horth
    Freitag, 25.11.2011, 07:03 Uhr
    @OhIhrAhnungslosen, Gestern um 09:38. „wer der deutschen Sprache so wenig mächtig ist wie du, sollte zu so intelligenten Fragen besser keinen Kommentar abgeben!“ ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Überheblich, arrogant und beleidigend, erkennen Sie sich wieder? Hier darf jeder, selbst Sie, seine Meinung äußern und kundtun. Es wird hier auf GMX kein Fachreferat über einen Artikel verlangt, sondern Meinungen von Usern, die diesen Bericht gelesen haben. Inwieweit diese Ansichten und Denkweisen mit den Ihren übereinstimmen, bleibt dahingestellt. Sollte, wie in diesem Fall offensichtlich, ein Kommentar nicht mit Ihren Anschauungen konform gehen, können Sie dies bestimmt anders und besser formulieren, als Sie das hier getan haben. Sofern es Ihre Intelligenz zulässt oder erlaubt.
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