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29.08.2012, 17:21 Uhr

Versicherungen zahlen Schäden nach Bombensprengung

München (dpa) - Es passiert nicht jeden Tag, ist aber denkbar, wie das Beispiel München zeigt: Sollten Sachschäden bei der Sprengung einer Fliegerbombe entstehen, greifen die üblichen Versicherungen.

Nach der Sprengung einer Fliegerbombe im Münchner Stadtteil Schwabing können Mieter und Hausbesitzer ihre Schäden bei ihrer Versicherung geltend machen. Die Versicherungskammer Bayern, die rund 70 Prozent der Wohngebäude im Freistaat versichert hat, hat mit der Aufnahme der Schäden begonnen. Explosionsschäden am Haus seien durch die Gebäudeversicherung gedeckt, sagte Sprecherin Claudia Scheerer in München. Für Schäden in der Wohnung sei die Hausratsversicherung zuständig.

Die Allianz-Versicherung teilte mit, dass sie bei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg grundsätzlich zahlt, selbst wo Kriegswaffenschäden im Vertrag eigentlich ausgenommen seien. Für einen abgebrannten Dachstuhl, zerborstene Fensterscheiben oder das beschädigte Parkett stehe die Wohngebäude-Versicherung gerade, für kaputte Schaufenster die Glasversicherung, erklärte Allianz-Sprecherin Sabine Schaffrath. Beschädigtes Mobiliar werde von der Hausratversicherung ersetzt.

Firmen könnten die Betriebsunterbrechungs-Versicherung in Anspruch nehmen, wenn sie ihr Haus wegen Sachschäden nicht mehr nutzen könnten, sagte Schaffrath. Bei der Sachversicherung sei immer der Neuwert versichert - auch für ein 20 Jahre altes Dach werde also ein neues Dach bezahlt, ohne Abzüge für Wertminderung, erklärte sie.

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20 Meinungen zu "Bombensprengung: Wer zahlt?"

  • pinbot
    Donnerstag, 30.08.2012, 15:06 Uhr
    Die Sprengwirkung NICHT nach oben und seitlich abgehen zu lassen hätte nach Aussage eines Sprechers eine schwere Erschütterung des Erdreichs und damit zahlreicher Fundamente zur Folge gehabt. Die Auswirkungen liegen auf der Hand - da von FEhlleistung zu schreiben zeugt von Ahnungslosigkeit. Und der Zünder war mit einer Sperre versehen, die bei Entschärfungsversuchen zwangsläufig zur Explosion geführt hätte. Kein Mensch konnte den Grad der bereits erfolgten Säurezündung abschätzen, so daß ein Transport zu jeder Sekunde hätte die Bombe hochgehen lassen können...wer schreibt denn immer von Versagen?
  • Robocop55
    Donnerstag, 30.08.2012, 14:57 Uhr
    Meiner Meinung nach wurde da stümperhaft gearbeitet. Es gibt längst moderne Materialien um die Schäden bei Bombenexplosionen zu verhindern oder zu vermindern. Nur die kosten alle Geld. Und bei den staatlichen Bombenräumdiensten wird, wie überall beim Staat, gespart, weil man das Geld woanders dringender braucht (Bankenrettung, EURO-Rettung, Kriegspiele der NATO, aufgeblähte Bürokratien und völlig überbezahlte Politiker etc.). Versicherungen und ihrer Werbesprüche sind gut und schön. Nur wenn du sie wirklich brauchst, kriegst du ganz schnell gesagt, wo du nicht versichert bist, weil es dafür wieder eine Extra-Versicherung gibt, an die du natürlich nicht gedacht hast. Und mittlerweile suchen die Versicherungen wieder vermehrt in den Krümeln, um nicht oder in geringerem Umfang zu zahlen. Die Mehrzahl Geschädigten können wahrscheinlich froh sein, wenn sie 2/3 der Schäden ersetzt bekommen.
  • nahallo
    Donnerstag, 30.08.2012, 14:46 Uhr
    @Gamal "Also ganz ehrlich - die "Sprengexperten" haben bei diesem Job grob versagt." Und warum? Weil sie dabei nicht um's Leben kamen, wie bereits in anderen Bundesländern vorgekommen? Oder wegen der Schäden? Man mag Menschen evakuieren können, Immobilien nicht. Mich verwundert immer wieder, wie sich nach solchen Szenarien die Experten zu Wort melden, ohne nicht den Hauch einer Ahnung zu haben, solche Arbeiten einschätzen zu können. Das war 'ne 250 kg-Bombe mit Säurezünder. Wer jetzt im Stande ist, sein Hirn einzuschalten und mal überlegt, was bei einem Sylvesterkracher mit nur wenigen Gramm dahintersteckt, läßt vielleicht solche Kommentare bei den Gedanken an eine 250-kg-Bombe.
  • IstDasWerbungNeinMeinNickname
    Donnerstag, 30.08.2012, 14:36 Uhr
    Für so etwas, sollte es doch Versicherungen geben. Ob die Bombenexperten versagt haben, oder nicht, bleibt außer frage, denn das kann man als Leihe gar nicht beurteilen. Schon gar nicht, wenn man aus Nachrichten davon gehört hatte. Es sind keine Menschen zu schaden gekommen und das ist die Hauptsache. Für Sachschäden kann man bezahlen, für Menschenleben nicht.
  • yushangbo
    Donnerstag, 30.08.2012, 14:35 Uhr
    Der Dumme oder alternativ, derjenige der fragt (Also doch der Dumme)
  • Gamal
    Donnerstag, 30.08.2012, 14:28 Uhr
    Also ganz ehrlich - die "Sprengexperten" haben bei diesem Job grob versagt. Nicht mehr und nicht weniger - folglich MUSS der "Staat", also letztendlich wir Selbst, dafür aufkommen. Traurig, aber Fakt. Omar ta Satt
  • Azze
    Donnerstag, 30.08.2012, 13:24 Uhr
    lässt sich beliebig fort spinnen: - warum hat er's da hin geworfen? - wenn's bislang nicht hoch ging, ist er dann überhaupt dafür verantwortlich? - wer hat dafür gesorgt, dass es nun doch hoch ging? - wer hat dafür gesorgt, dass inzwischen überhaupt (noch) was zum Kaputtgehen in der Nähe steht? ...
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