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20.01.2012, 14:00 Uhr

Schlecker: Gehen in Planinsolvenz

Ehingen/Ulm (dpa) - Der Drogeriekonzern Schlecker geht in die Planinsolvenz. Das bestätigte das Unternehmen. Der Insolvenzantrag werde "kurzfristig" eingereicht. Ziel sei der Erhalt eines großen Teils des tausende Läden umfassenden Filialnetzes und damit auch der etwa 30 000 Jobs in Deutschland.

Der Geschäftsbetrieb werde unverändert weiterlaufen. Ein Insolvenzantrag werde spätestens am Montag eingereicht, erfuhr dpa. Ein Sprecher des Amtsgerichts Ulm sagte, noch seien keine Unterlagen eingetroffen. Aktuell habe eine geplante Zwischenfinanzierung nicht sichergestellt werden können, erklärte Schlecker. Daher könnten die weiteren Maßnahmen der aktuell laufenden Restrukturierung nicht so umgesetzt werden, wie geplant. Um welchen Betrag es geht, wollte ein Sprecher nicht sagen. Nach dpa-Informationen kam die geplatzte Geldspritze für die Geschäftsführung sehr überraschend.

In seinem Insolvenzantrag will Schlecker nun auch direkt den Gläubigern Vorschläge unterbreiten, wie es mit dem Konzern weitergehen kann. Die Mitarbeiter wurden ebenfalls am Freitag informiert. "Wir glauben an die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens", sagte der Sprecher.

Berichte über Lieferengpässe und Zahlungsschwierigkeiten hatte Schlecker zuletzt immer wieder dementiert. Die Unternehmenserben Meike und Lars Schlecker hatten auch daran festgehalten, nach jahrelang roten Zahlen dieses Jahr wieder Gewinn machen zu wollen.

Schlecker war in den vergangenen Jahren immer stärker unter Druck geraten. Zuletzt hatte das Unternehmen über 1000 Filialen zugemacht und begonnen, sein altes Filialnetz zu sanieren. Ziel ist es, mit attraktiveren Läden mit den Konkurrenten dm und Rossmann mithalten zu können.

Im Geschäftsjahr 2010 war der europaweite Umsatz um rund 650 Millionen Euro auf 6,55 Milliarden Euro gesunken. Für 2011 rechnete der schwäbische Familienkonzern erneut mit sinkenden Erlösen. Neuere Zahlen hatte Schlecker bisher nicht genannt. Angaben zum Gewinn oder Verlust macht die Kette traditionell nicht. Die Mitarbeiterzahl lag Ende 2011 bei über 30 000 in Deutschland und weiteren rund 17 000 im Ausland.

Zuletzt hatte Schlecker noch rund 7000 Läden in Deutschland und etwa 3000 weitere in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal. Im Wettbewerb hatten die Konkurrenten dm und Rossmann zuletzt aufgeholt.

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852 Meinungen zu "Schlecker ist pleite"

  • TomiFR
    Donnerstag, 26.01.2012, 15:10 Uhr
    Also ich geh auch nicht mehr bei Schlecker einkaufen. Zwar ist einer gleich bei mir um die Ecke aber nachdem ich mich am frühen Montag Morgen von der Verkäuferin hab anschnauzen lassen müssen weil ich mit einem 50 Euro Schein bezahlen wollte (ich hatte es nicht kleiner), fahr ich lieber ein paar km mehr zu einem anderen Laden wo ich freundlicher bedient werde...
  • 132leorobi
    Donnerstag, 26.01.2012, 12:47 Uhr
    http://www.impulse.de/steuer/269351.html kreative geschäftsführung?
  • blossnefrage
    Sonntag, 22.01.2012, 17:56 Uhr
    Und was hättest du davon?
  • Xevo
    Sonntag, 22.01.2012, 10:51 Uhr
    Wir haben hier alle Konkurrenten vertreten, was brauchen wir noch den Schlecker?
  • hifityp
    Sonntag, 22.01.2012, 10:48 Uhr
    @romeo123 Ich könnte, wenn ich wollte, bei zwei weiteren Konkurrenten einkaufen, Schlecker war bei uns noch nie sehr beliebt(die negative Presse in verschiedenen Bereichen hat da sehr geholfen) und Schlecker tauchte hier nie auf anstelle der von dir erwähnten Tante Emma-Laeden,, im Gegenteil, die hatten sich einen tollen Umsatz trotz des Vorhandenseins zweier weiterer Drogeriemärkte erhofft, einschliesslich eines innerörtlichen Umzuges. Aber das wurde nichts-man tat absolut nichts, den schlechten Ruf dieser Kette zu verändern. Und dann wie bereits erwähnt, das stetige Ausdünnen des Sortimentes, das musste wohl einen Grund haben. Hinter vorgehaltener HAnd wurde darüber , dass die Kette Zahlungsschwierigkeiten hatte, schon vor über einem Jahr geredet, manche Lieferanten bestanden auf Vorkasse......Die Einkaufszentren in der Umgebung haben recht hohe Mieten, die "Rossmann" und "DM" locker aufbringen, Schlecker an gleicher >Stelle mangels Frequenz eher nicht. Gutes Beispiel ist hier bei uns das "NWZ" am Rande von FRankfurt...
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