A380: Risse in Tragflächen sind Produktionsproblem
Airbus muss auf Anweisung der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA fast ein Drittel der weltweit 67 Mega-Jets auf Risse an den Tragflächen untersuchen lassen. Airbus-Programmchef Tom Williams (60) erklärte am Mittwoch in einer Telefonkonferenz in Dublin, das Problem habe mit dem Herstellungsprozess zu tun. Die Ursache der Risse sei in erster Linie Material- und prozessbedingt: Das Einbauverfahren wäre mit einem anderen Material durchaus richtig gewesen.
"Wir haben bei diesem Flugzeug ein wenig die Grenzen antesten müssen", meinte Williams mit Blick auf neue Fertigungsmethoden, bei der etwa Aluminium und Faserverbundstoffe kombiniert werden mussten. Es handele sich aber auf keinen Fall um Ermüdungserscheinungen, die zugesicherte Lebenszeit der Riesenflugzeuge von mindestens 19 000 Flugzyklen (Starts und Landungen) bleibe gewährleistet. Williams, der in Dublin an einer Investoren-Konferenz teilnahm, nannte das Problem sehr begrenzt.
Allerdings müsse zur Untersuchung auch das Innere eines Flächentanks inspiziert werden, was zeitintensiv sei. Die EASA-Anweisung betrifft alle Flugzeuge, die bereits mehr als 1300 Starts und Landungen hinter sich haben. Maschinen, die bereits auf mehr als 1800 Flüge kommen, müssen innerhalb von vier Tagen untersucht werden. Anfang Januar war bekannt geworden, dass an mehreren Flugzeugen des Mega-Jets Risse in Tragflächen-Teilen aufgetreten sind. Ursprünglich hatte Airbus angenommen, die Mängel bei den alle vier Jahre vorgesehenen Wartungsprüfungen reparieren zu können. Betroffen sind nach bisherigen Angaben die Fluggesellschaften Qantas und Singapore Airlines sowie drei Testflugzeuge.
Singapore erklärte am Mittwoch in einer Erklärung, bei den Inspektionen seien an allen vier der bereits untersuchten A380-Flugzeuge Risse entdeckt worden. Eine A380 sei bereits repariert worden und wieder im Einsatz. Singapore muss bis zum 28. Januar entsprechend der EASA-Direktive insgesamt sechs Maschinen überprüfen. Die Lufthansa hatte angegeben, bei ihren A380 keine Risse entdeckt zu haben. Auch die Fluggesellschaften Emirates, China Southern, Korean Air Lines und Air France-KLM haben die A380 im Einsatz.
Der erste Riss war an der A380 aufgefallen, die im November 2010 einen schweren Triebwerksschaden hatte. Zunächst war deswegen von einem Zusammenhang ausgegangen worden. Bei Qantas-Flug QF32 war kurz nach dem Start in Singapur in einem Triebwerk Öl ausgelaufen und in Brand geraten. Teile stürzten zu Boden. Die Piloten schafften eine Notlandung, die 469 Menschen an Bord kamen mit dem Schrecken davon.
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arilou
Mittwoch, 01.02.2012, 15:51 Uhr @happsion: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. -
butterflyone
Samstag, 28.01.2012, 14:24 Uhr Europa steht für korrupte Politiker! Europa steht für korrupte Politiker! Europa steht für korrupte Politiker! Europa steht für korrupte Politiker! Europa steht für korrupte Politiker! Europa steht für korrupte Politiker! wuff,wuff............. -
LEOP71
Donnerstag, 26.01.2012, 15:41 Uhr eigendlich wollt ich mit dem Ding mal mit fliegen... aber ich glaub ich denk noch mal drüber nach!!! wird so langsam wie es bei Autos schon lange ist..der Benutzer wird Tester!! Testfahrer sein ist schon lästig aber TestPilot / Testpassagier??? ähhh nee nu wirklich nich! -
happsion
Donnerstag, 26.01.2012, 15:36 Uhr Daxxter | 129 Beiträge "Da ich kein Flugzeugbauen bin, sondern nur Maschinenbauer und mich mit ganz anderen Dingen beschäftige, kann ich dir auch nicht haargenau erklären wie das vonstatten geht." ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dann sag das doch gleich dass du nur Halb- oder Garkein-Wissen besitzt und poste hier nicht so rum. -
mischo1968
Donnerstag, 26.01.2012, 15:13 Uhr Bei Temperaturen auf dem Boden von +40°C und in der Luft von -50°C wird das Material stark beansprucht. Zusätzlich wirkt bei Turbulenzen das beschleunigte Gewicht quadratisch auf die vier Querbolzen die jede Tragfläche halten. Um das Gewicht verglichen zum Aluminium so gering wie möglich zu halten wurden Polymeraluminide verwendet mit Kunststoffanteilen. Kunststoff ist um ca. zwei drittel leichter als Aluminium besitzt aber ein völlig anderes Kälteverhalten als Aluminium. Aluminium bekommt Risse die immer länger werden (von Außen sichtbar) und wenn der Riss die benötigte Länge für einen Austausch erreicht hat wird das Teil ausgetauscht. Kunststoff wird innerlich spröde, die Strukturveränderung ist von Außen nicht sichtbar bis es bricht. Die verschiedenen Längenausdehnungskoeffizienten sorgen dafür dass die Verbundstoffe sich auf molekularer Ebene trennen und das Resultat ist dass das Flugzeug bei geschwächtem Bauteil und mittlerer Belastung bricht. Dieses Flugzeug ist einfach zu schwer um im Dauereinsatz zu fliegen. Die Konstruktion wurde aus der Not heraus nachgebessert mit Materialien die es erst auf dem Papier gab. Damit zu fliegen ist und bleibt saugefährlich und man sollte für die Erben die höchste Flugversicherung abschließen. -
SweetRabbit
Donnerstag, 26.01.2012, 12:33 Uhr Ich hasse Dirk Bach. Die Risse sind mir egal. -
Daxxter
Donnerstag, 26.01.2012, 11:36 Uhr @Robespierre56: Klar muss in der Fertigung was geändert werden, das die Probleme nicht mehr auftreten. Ich wollte auch nur sagen, das ein paar kleine Risse kein Problem darstellen. Sondern nur die Techniker informieren das ein Problem vorliegt. Da ich kein Flugzeugbauen bin, sondern nur Maschinenbauer und mich mit ganz anderen Dingen beschäftige, kann ich dir auch nicht haargenau erklären wie das vonstatten geht. Aber ich weiß eben auch wozu diese Risse gut sind.
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