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26.01.2012, 10:55 Uhr

Auch "Ihr Platz" meldet Insolvenz an

Ehingen/Osnabrück (dpa) - Auch die Schlecker-Tochter "Ihr Platz" geht in die Insolvenz. Sie habe beim Amtsgericht Ulm einen entsprechenden Antrag eingereicht, sagte ein Schlecker-Sprecher. Betroffen seien rund 650 Filialen und 5.800 Mitarbeiter.

Am Montag hatte Schlecker selbst Insolvenz angemeldet. Ihr Platz und die Auslandsgeschäfte waren zunächst außen vor geblieben. Das Osnabrücker Unternehmen befinde sich aber in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu Schlecker, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz.

Die Tochter solle Teil der Restrukturierung werden, deren Ziel der Erhalt des Gesamtunternehmens sei. Dazu werde es in den kommenden Tagen auch Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat und der Gewerkschaft Verdi geben. Schlecker hat dennoch den Regelbetrieb wieder aufgenommen, nachdem sich Geiwitz und das Management mit dem wichtigsten Gläubiger, der Einkaufsgemeinschaft Markant, geeinigt hatten. Das gelte auch für "Ihr Platz".

Gemäß der Einigung will die Einkaufsgemeinschaft ihre Lieferungen an die Drogeriekette wieder aufnehmen. Zahlungsrückstände an Markant waren ein Hauptgrund für die Insolvenz des schwäbischen Unternehmens am vergangenen Freitag gewesen. Rund 30.000 Schlecker-Beschäftigte in Deutschland bangen seither um ihre Jobs.

"Durch die Fortführung der Einkaufskooperation sind Warenbestellungen Lieferungen und Abrechnungen für die Schlecker Märkte in Deutschland wieder sicher gestellt", heißt es der Mitteilung. Am Donnerstag solle auch eine Einigung für das Ausland erfolgen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auf der Grundlage dieser Entscheidung auch die Gespräche mit den anderen Lieferanten in den nächsten Tagen positiv abschließen können", sagte Geiwitz. Die deutsche Tochter des Konsumgüterkonzerns Unilever (Dove, Rexona) hatte ihre Lieferungen an die Drogeriekette bereits eingestellt.

Schlecker hatte "Ihr Platz" Ende 2007 übernommen. Für das Osnabrücker Traditionsunternehmen ist es schon die zweite Insolvenz. Bereits im Mai 2005 war die Kette zum Amtsgericht gegangen, hatte sich danach aber in Eigenverwaltung saniert. Damals wurden knapp 2.000 Mitarbeiter entlassen und 80 Läden geschlossen. Zur Zahl der Filialen macht Schlecker nur zurückhaltende Angaben. Die 650 Märkte der niedersächsischen Tochter seien aber in den bislang angegebenen derzeit rund 7.000 Filialen enthalten.

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  • Deamhayness
    Samstag, 28.01.2012, 12:31 Uhr
    Ich habe nicht die Muße, nun alle seit gestern dazu gekommenen Seiten zu lesen, also verzeiht, wenn ich jemanden übergehe. Aber was ich hier teilweise lese, das treibt mir die Haare zu Berge! Ja, Schlecker bezahlt gut - wenn man vorher von Mutti Taschengeld oder Hartz4 bekommen hat kann man das denken. Und wenn man unqualifiziert ist kann man froh sein, dass Schlecker JEDEN nimmt (es gibt keine besonderen Voraussetzungen an Bewerber, ich habe es selbst erlebt). Aber was in der Birne hin oder her, was nützt mir ein Job, der mir ein paar Tacken mehr als Hartz4 bringt und mich trotzdem nicht absichert? Dann doch lieber zum Amt rennen und was ehrenamtliches machen, ganz ehrlich. Und um die Angestellten muss sich keiner ernsthaft Sorgen machen, der Markt wird's richten. Guckt euch doch mal das "Personaldeckchen" bei Schlecker an: in den meisten Geschäften, egal welcher Größe, wird man höchst selten mehr als 2 MA gleichzeitig antreffen. Wenn für drei untergegangene Schleckermärkte ein DM hingestellt wird, hat das komplette Ex-Schlecker-Personal wieder Arbeit.
  • Jansen81
    Freitag, 27.01.2012, 16:05 Uhr
    Habs kommen sehen war doch klar wenn die hauptfirma Kippe Kippe macht zieht das alles was dran hängt mit runter toll was?
  • chrismechthild
    Freitag, 27.01.2012, 14:30 Uhr
    meine Güte, es gibt auch noch andere große Firmen, die vor der Pleite stehen! Nur noch Schlecker..... Und es gibt sehr viele, die sich auf Kosten anderer bereichern - seien es die Banker und Manager, die alle in den Ruin getrieben haben und dann noch große Abfindungen bekommen. Oder unser werter Bundespräsident, der angeblich Geld geliehen hat von der Frau seines alten Freundes. Woher hatte die Frau denn das Geld? Vor der Heirat war sie auch nicht reich. Es ist überall das Gleiche, die "kleinen Leute" müssen für die da oben rackern, egal ob es Schlecker ist, KIK, Aldi usw.
  • thisnamestaken
    Freitag, 27.01.2012, 13:39 Uhr
    Zitat NewLion S. 32: "Ach du lieber Gott.Der nächste Markt.Wenn dann kommt es Knüppeldick." ----------------------------------------------- Mann, und in diesem Laden gibts nicht mal Gummipuppen für dich zu kaufen. Kein Wunder, dass du furchtbar enttäuscht bist....
  • blahblahblah
    Freitag, 27.01.2012, 12:25 Uhr
    nun . . . . mit einer planmäßige insolvenz .. . lassen sich auch viele probleme lösen und lästige mitarbeiter entsorgen . . . ein schelm also wer bei dieser insolvenz böses denkt . . .
  • jaja123
    Freitag, 27.01.2012, 12:05 Uhr
    Schlecker-Inhaber sind Milliardäre, nur Die haben gute Finanz-und Steuerberater. Mit ner Insolvenz werden alle gewerkschaftlichen Vereinbarungen aufgehoben, also noch geringerer Stundenlohn für die Sklaven (die natürlich zum Sozialamt sich nen aufstockungsbetrag holen können) dafür explosive Gewinnentwicklung, Ergo: der soziale Aspekt der Marktwirtschaft ist längst abgeschafft.
  • Marco1980Koeln
    Freitag, 27.01.2012, 11:45 Uhr
    Gibt's jetzt einen Rettungsschirm für Schlecker?
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