Streit bei Praktiker eskaliert - weiteres Aktionärstreffen?
Die Wiener Fondsmanagerin Isabella de Krassny wolle demnach über den von ihr vertretenen zypriotischen Fonds Maseltov, der zehn Prozent an Praktiker hält, ein außerordentliches Aktionärstreffen einberufen, falls sich der US-Investor Anchorage mit seinem Finanzierungskonzept durchsetze. Ein Praktiker-Sprecher habe bestätigt, dass dem Unternehmen eine entsprechende Ankündigung der Anwälte von Maseltov vorliege. In der Branche werde aber auch ein Verkauf der Anteile an der Baumarktkette für denkbar gehalten, schreibt die "Wirtschaftswoche".
Praktiker ist durch seine Rabattpolitik ("20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung") zu einem Sanierungsfall geworden und sucht seit dem vergangenen Jahr einen Weg aus der Krise. Bei der Hauptversammlung Anfang Juli stimmten die Aktionäre einem Konzept des Vorstands zu, das neben einer Kapitalerhöhung auch einen Kredit des Hedgefonds Anchorage über 85 Millionen Euro zu einem Zinssatz von 16 bis 17 Prozent vorsieht.
Fondsmanagerin Krassny, die auch einen weiteren Großaktionär vertritt, hatte bereits ein eigenes Finanzierungskonzept vorgelegt, das der Praktiker-Vorstand jedoch ablehnt.
8 Meinungen zu "Streit um Praktiker eskaliert"
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Lehmann48
Sonntag, 12.08.2012, 17:59 Uhr So ist das eben , wenn heuschrecken ein Unternehmen ausgenommen haben . Übrig bleibt eine Hülle und Kosten ohne Ende . Aber diese Regierung bezeichnet so etwas ja gerne als "Marktwirtschaft" .... -
132leorobi
Sonntag, 12.08.2012, 10:11 Uhr auf die aktie würde ich keinen 0,0001€ stezten??? -
seiko1
Sonntag, 12.08.2012, 08:48 Uhr Wir sind schon lange in dieser Misere das man nicht mehr Ausbilden will,warum auch der einfachste weg ist Zeitarbeit/Tagelöhner/Harz4 ist auch viel günstiger (Siehe USA) im Aufschwung einstellen und danach schnell wieder rausschmeißen(kostenfaktor),und das ist alles von der Regierung so geplant.Und nun wird wiedermal um Ausländische Fachkräfte geworben da diese noch günstiger sind,um den Profit zu steigern und denn Aktionären die Taschen noch voller zu Stopfen.Das Problem wird dann aber wieder sein das die Steuergelder mal irgendwann einbrechen und man neue Steuern erfinden muss oder die alten erhöhen wird. -
muendh
Samstag, 11.08.2012, 17:16 Uhr Also ich wurde von den Praktikerangestellten aller Fachrichtungen immer gut beraten. Und auch in einem Streitfall (es ging um das Ausleihen des Transporters - ein anderer Kunde hatte die Zeitvorgabe massiv überschritten, also kein Fachproblem) hatte der Marktleiter ein salomonisches Urteil gefunden. Als Kunde kann ich mich über Praktiker nicht beklagen. Die Leistungen in der Managmentebene kann ich nicht beurteilen. Aber es ist oft so: Nicht immer sind die Fähigsten dort. Da kommt der Egoismus und die Geldgier wohl eher zum Ausdruck. Sowas kann sich der niedere Angestellte nicht leisten. -
Donald30
Samstag, 11.08.2012, 14:49 Uhr Die meisten komm doch nur von Zeitarbeitsfirmen wie fast alles Baumerkte. -
Sandy81HB
Samstag, 11.08.2012, 14:09 Uhr @Brunnenbohrer: Wer weiß, wie wenig Lohn die bekommen? Wenn man mich schlecht bezahlt, bewege ich mich auch unmotiviert! :-) Zitat Artikel: "Praktiker ist durch seine Rabattpolitik ("20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung") zu einem Sanierungsfall geworden" Bullshit! Wenn man seinen Reingewinn pro verkauftem Materialteil minimiert, lockt das eigentlich Kunden und im Endeffekt kommt mehr Geld durch mehr Kunden dabei raus. Wenn man aber das Geld immer nur auf Geschäftsführungsebene großzügig rauszieht und keine Rücklagen bildet... DANN wird man zu einem Sanierungsfall!
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