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14.02.2013, 11:40 Uhr

Amazon am Pranger - ARD-Reportage beleuchtet Arbeitsverhältnisse

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Kürzlich war bekannt geworden, dass Amazon über 8 Milliarden US-Dollar Umsatz in Deutschland erwirtschaftet hat. Und schon seit längerem ist auch bekannt, dass Amazon vor allem in der Vorweihnachtszeit viele Leiharbeiter beschäftigt, um die Flut der Bestellungen bewältigen zu können.

VonPanagiotis Kolokythas

In der halbstündigen Dokumentation "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon", die am Mittwoch (13. Februar 2013) ab 22:45 Uhr in der ARD lief, beleuchteten die Autoren Diana Löbl und Peter Onneken, auf wessen Kosten der Erfolg von Amazon geht und zeichneten ein durchaus erschütterndes Bild.

In dem Film wurde das Schicksal einiger der zigtausend Leiharbeiter gezeigt, die nicht nur aus Osteuropa kommen, sondern auch aus Spanien mit Bussen nach Deutschland gelangen. Und die teils deutlich weniger Lohn erhalten, als ihnen ursprünglich versprochen wurde.

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Diese Leiharbeiter müssen in in abgelegenen Unterkünften hausen, wobei es keine Seltenheit ist, dass sich bis zu sechs Personen eine Wohnung teilen müssen. In oft überfüllten und selten fahrenden Bussen werden sie dann zu ihrer Arbeitsstätte gefahren.

In der Reportage wurde auch ein Sicherheitsdienst mit offenbar rechtsradikalem Hintergrund durchleuchtet, der sich um die Sicherheit der Leiharbeiter kümmern soll, in Wirklichkeit aber auf das Prinzip Einschüchterung setzt und sogar in die Privatsphäre der Arbeiter eindringt. Leiharbeiter, die sich nicht an die Regeln halten, werden umgehend gefeuert und nach Hause geschickt. Auch die Doku-Macher wurden von den Sicherheitsleuten bedroht.

Die Autoren der Reportage baten laut eigenen Angaben mehrmals bei Amazon Deutschland um eine Stellungnahme, die Amazon allerdings ablehnte.

© PC WELT

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11 Meinungen zu "Ausbeutung bei Amazon?"

  • hgpeter
    Freitag, 05.04.2013, 14:47 Uhr
    Amazon macht nur das ,was sie dürfen,das ist wieder unsere Neidgesellschaft Deutschland,es muss niemand da Arbeiten.weiter so Amazon
  • Oliver123
    Mittwoch, 20.02.2013, 08:50 Uhr
    Immer mehr für weniger Geld.....Das ist das Resultat der "Billigbürger".
  • matzelbrot
    Montag, 18.02.2013, 17:01 Uhr
    Ich habe in der Vorweihnachtszeit als Versandmitarbeiter bei Amazon gearbeitet. Ich habe sehr gern dort gearbeitet, bin mit der Bezahlung sehr zufrieden gewesen und habe das Gehalt pünktlich überwiesen bekommen. Durch Nachtschichten konnte ich mit den Zuschlägen das Gehalt nochmals verbessern. Ich bin 62 Jahre, weiblich und als freiberuflicher Fotograf leider auf Hartz IV angewiesen.
  • Kasperltheater
    Montag, 18.02.2013, 16:47 Uhr
    Bei Firmen die Leiharbeiter beschäftigen, dürftte keine etwas bestellen. Leiarbeit ist ein Betrug an den Menschen, welche damit ausgenutzt werden
  • haraldine
    Montag, 18.02.2013, 11:48 Uhr
    Merkel und Genossen haben die gesammte Arbeiterschaft in Deutschland verkauft und Gesetze erlassen, für die Heuschrecken und Firmen wie Amazon. Darum rufe ich alle Verbraucher auf, diese Firmen zu beykottieren. Gruß Harald aus Langenhagen
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