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21.03.2013, 14:53 Uhr

Forscher: Deutschland droht Jobflaute

Nürnberg (dpa) - Trotz eines aktuell robusten Arbeitsmarktes rechnen Forscher mittel- und langfristig in Deutschland mit einer Jobflaute.

Die strukturellen Effekte der Hartz-Reformen seien im Wesentlichen ausgereizt, der Arbeitsmarkt werde nicht mehr seinen "steilen Positivtrend fortsetzen", heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

Darüber dürfe auch der Umstand nicht hinwegtäuschen, dass aktuell die Zahl der Erwerbslosen saisonbereinigt wieder sinke. Damit würden derzeit lediglich leichte Jobverluste als Folge der jüngsten Eurokrise wettgemacht. "Strukturelle Indikatoren deuten schon länger darauf hin, dass die fundamentalen Verschiebungen am Arbeitsmarkt zu einem Ende kommen", schreiben die Autoren der Studie.

Arbeitslosenzahlen

Zahlen für Februar liegen um 46.000 höher als im Vorjahr. >

IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber schließt nicht aus, dass der Effekt schon im Jahre 2014 oder 2015 wirksam wird. "Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird dann zwar weiter gut sein, der bisherige Schwung wird aber nicht mehr da sein, wenn man nicht gegensteuert", sagte Weber der Nachrichtenagentur dpa.

Als Konsequenz fordert die Denkfabrik der Bundesagentur nicht nur eine stärkere Qualifizierung von Arbeitslosen, sondern auch eine verbesserte Betreuung von Männern und Frauen, die schon nach kurzer Zeit wieder ihren Job verlieren. "Eine nachhaltige Betreuung zur Stabilisierung von Kurzzeitarbeitsverhältnissen erscheint vielsprechend", betonen die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Geringqualifizierte hätten weiterhin das höchste Risiko, arbeitslos zu werden.

Für 2013 rechnen die Arbeitsmarktforscher dagegen noch einmal mit leicht sinkender Arbeitslosigkeit in Deutschland. Mit 2,86 Millionen werde die Zahl der Erwerbslosen im Jahresschnitt um rund 40 000 niedriger ausfallen als 2012. Bei den Erwerbstätigen rechnet das IAB weiterhin mit einem Anstieg - "wenn auch moderater als in den letzten Jahren". Das IAB geht für 2013 im Jahresdurchschnitt von 41,84 Millionen Arbeitsplätzen aus - das wären rund 230 000 mehr als im Jahr 2012.

Bundesagentur für Arbeit

Der Stellenmarkt in Deutschland hat sich im Februar weiter abgekühlt. >

Nachdem sich die deutsche Wirtschaft zügig erholt habe, bekomme der Arbeitsmarkt wieder konjunkturellen Rückenwind, betont das IAB. Es geht für 2013 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent aus. "Das Tal scheint durchschritten, die Frühindikatoren legen kräftig zu", betont IAB-Arbeitsmarktforscher Weber.

Für "besonders bemerkenswert" hält Weber die aktuelle Entwicklung bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. "Wir prognostizieren für das Jahr 2013 eine Zunahme um 320 000 auf knapp 29,31 Millionen Personen - den höchsten Stand seit 1992", erläuterte er Weber. Damit wachse die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten bereits zum vierten Mal in Folge, betonte der Arbeitsmarktforscher.

Nach der deutschen Wiedervereinigung war die Zahl der Arbeitsplätze mit Sozialversicherungspflicht beständig zurückgegangen; seit dem Tiefststand im Jahr 2005 mit 26,24 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei dieser Trend gestoppt. Inzwischen machten reguläre Arbeitsplätze mit monatlichen Abgaben an die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung wieder 70 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland aus.

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221 Meinungen zu "Deutschland droht Jobflaute"

  • Fatima
    Samstag, 23.03.2013, 14:32 Uhr
    Uns Bürgern fehlen noch Altenpfleger, Landärzte, Krankenpfleger, neue Wasserwirtschaftsmodelle für Sägewerksbetreiber mit Pumpspeicherkraftwerken, bioenergetische Eigenfinanzkonzepte für Häuslebauer und Bürger, die sich an Ökostromumsetzungen finanziell beteiligen wollen, neue Preise für Holzindustrie und Holzeinschlagskosten, Angebote für Holzhäuser und Energiesparhäuser, Humusaufwertungen von landwirtschaftlicher Nutzflächen statt Düngerkonzepte,biologisch abbaubare Verpackungskonzepte in den Handel umsetzen ect. Und wenn ich schon beim Handel bin: Förderung von Kleinhändlern und Kleingewerbestandorte ohne Kassierung von Standgeldern - das unterstützt den Geldkreislauf von verfügbarem Geld in der realen Wirtschaft beim Bürger, bindet Geldvolumen direkt vor Ort und wandert nicht gleich auf elektronische Konten, wo sie von den Finanzen im Hochgeschwindigkeitsterminal" verbraten" werden und nie wieder auftauchen.
  • HansWalter33
    Samstag, 23.03.2013, 14:32 Uhr
    Aber immer mehr Ausländer nach Deutschland holen, damit die Deutschen in HARTZ IV verrecken können!
  • Salemaleikum
    Samstag, 23.03.2013, 13:23 Uhr
    Yo, dann dürfen SPD & Grüne den Karren wieder aus dem Dreck ziehen. Marktwirtschaftlich richtige Gesetze verabschieden und anschließend wieder abgewählt werden. CDU/CSU und FDP fahren den Karren danach dann wieder in den Dreck und das Spiel geht von neuem los..!
  • outlawhoch2
    Samstag, 23.03.2013, 07:34 Uhr
    "Deutschland droht Jobflaute" _______________________ Schlimmer sind nur die Drohungen des Hosenanzugs , sich wieder zur Wahl stellen zu müssen/wollen ! Sie nimmt immer mehr die Zügen einer gewissen Thatcher an, was aus jener geworden ist, ist bekannt... (Ich bin für Früherkennung- zum Wohle aller! - Lach)
  • WerDarf
    Freitag, 22.03.2013, 16:43 Uhr
    Fatima | 2664 Beiträge---------S.30 Mir wollten sie heute eine Sterbeversicherung von der DAK über Hanse Merkur unterjubeln vergleicht doch bitte mal alle Sterbeangebote aller älteren Bürger. Verdi schließt für ihre Belegschaft : 18 Euro für 12000 Sterbegeld Hanse Merkur kassiert 36,05 Euro für 10000 Sterbegeld. Wie kommt das zustande. Gestorben wird nur einmal und Hanse Merkur kassiert den doppelten Betrag - für Deluxe sterben? xxxxxxxx nicht das "deluxe-sterben" ---treibt die kosten in schwindelnde höhen schuld sind vielmehr die sensationellen "deluxe-vergütungen" ---( im entfernten ausland ) für ihre erfolgreichen top-agenten :-(
  • mcak
    Freitag, 22.03.2013, 16:11 Uhr
    @dockkneipe ..halt die Klappe du Vollpfosten!
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