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Wiederauferstehung aus dem Reich der Marken

Jeder kannte sie, doch irgendwann verschwanden sie in der Versenkung: Namen wie Creme 21, Ahoj-Brause oder Sinalco waren einst die Stars unter den Konsumgütermarken. Jetzt kehren sie zurück - und das mit jeder Menge Erfolg.

Von Lilly Cséka

Die Wiederbelebung still gelegter Marken läuft auf Hochtouren, alles was Retro ist, ist "in". Die Mode hat das schon lange erkannt. Die gute alte Schlaghose der 70er feierte Ende der 90er Jahre ihr Revival. Die Röhre der 80er ist zur Zeit wieder voll im Trend. Auch längst vergessene Nahrungs- und Genussmittel treffen wieder den Geschmacksnerv der Zeit.

Doch warum gibt es den Retro-Hype? Und gibt es einen Unterschied zwischen der Retro- und der Traditionsmarke?

Was ist eigentlich "Retro"?

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"Retro" setzt auf die Wiederbelebung längst aufgegebener Marken (retro = lat. rückwärts, zurück). Nach teilweise jahrzehntelanger Marktabstinenz halten die "Retro-Produkte" wieder Einzug in das Sortiment der Handelsketten. Doch nicht alles, was alt ist, ist zugleich auch Retro. Für Retro-Marken gelten einige Spielregeln:

  • Die Marke muss zu ihrer Gründerzeit stark gewesen sein.
  • Die Marke muss zwischenzeitlich vom Markt verschwunden, aber trotzdem in Erinnerung geblieben sein.
  • Die Marke muss bei ihrer Wiedereinführung an eine Geschichte anknüpfen und auf eigenen Füßen stehen können.

Echt Retro sind demnach streng genommen nur Produkte, die einst in die Versenkung untergetaucht sind, und zu einem anderen Zeitpunkt plötzlich wieder in den Regalen zu finden waren.

Was sind die Gründe für den Retro-Trend?

Retro weckt Erinnerungen, vor allem wenn Zukunftsperspektiven verloren gehen. In Zeiten von Arbeitslosigkeit wirft man mit Wohlwollen ein Blick zurück auf jene Zeit, in der alles besser zu sein schien. Der Rückgriff auf Altbewährtes ist jedoch nicht nur auf den Nostalgiegedanken zurückzuführen. Eine einfache Erkenntnis begründet den Rückwärtstrend: Retro ist rentabel.

Verbraucher greifen auf traditionelle Marken zurück, da diese für sie stabile Größen darstellen, an denen sie sich orientieren können. Verglichen mit der Einführung einer neuen Marke, setzen sich Unternehmen mit der Wiederbelebung alter Marken einem geringeren Risiko aus, und können erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen erlangen.

Diese Marken haben es geschafft, aus der Versenkung wieder aufzutauchen.

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Sie lesen gerade: Das Comeback der Retro-Marken. Diese Marken machten die Rolle rückwärts und sind hipper denn je.