Mit dem Drachen übers Wasser
Erinnerung an Rettungsversuche
Die Menschen erzählen sich viele Geschichten, wie es zu diesen Rennen und den verzierten Booten gekommen ist. Die meisten sagen, es drehe sich um den in China sehr berühmten Dichter Qu Yuan. Im Jahr 277 vor Christus soll Qu Yuan beim Kaiser von China in Ungnade gefallen sein. Der verbannte ihn.
Und aus lauter Traurigkeit und Protest gegen die Entscheidung soll sich Qu Yuan in einen Fluss geworfen haben. Angeblich hätten Fischer versucht, den Dichter vor dem Ertrinken zu retten. Doch sie schafften es nicht. Die Drachenbootrennen sollen angeblich an diese Rettungsversuche erinnern.
12,49 Meter lang
Eine andere Geschichte besagt, dass die Fischer die Boote mit den geschnitzten Drachenköpfen benutzten, um bei Überschwemmungen die Drachen im Wasser zu beruhigen. Ein Drachenboot ist immer 12,49 Meter lang und 1,16 Meter breit. An der Spitze, dem Bug, ist ein Drachenkopf befestigt, das Heck hat einen Drachenschwanz.
Moderne Boote sind aus Kunststoff und wiegen etwa 250 Kilogramm, klassische Bootstypen werden aus massivem Holz gefertigt und bringen fast eine Tonne auf die Waage. Das erste und berühmteste Drachenbootrennen der Welt ist das in der chinesischen Stadt Hong Kong. 1976 gab es das erste Rennen der Drachenboote. Heute ist der Drachenboot-Sport in 40 Ländern der Erde sehr beliebt. Es gibt sogar Weltmeisterschaften.
Regatta mit 75 Booten
In Deutschland fand das erste Drachenbootrennen 1987 bei der Kanu-Weltmeisterschaft in Duisburg statt. Bereits zwei Jahre später wurde in Hamburg beim 800. Hafengeburtstag eine internationale Regatta mit 75 Teams aus fünf Kontinenten veranstaltet.
© Axel Springer AG
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