Vor der Bergtour genaue Informationen zur Strecke einholen
Bergsteiger sprechen vor einer Tour am besten mit dem Hüttenwirt über die aktuellen Wetter- und Schneeverhältnisse. "Der ist immer ein sehr guter Ansprechpartner", sagte Chris Semmel vom Deutschen Alpenverein (DAV) in München. Auch andere Bergsteiger, die am Vortag auf der gleichen Route unterwegs waren, wüssten meist genau über die zu erwartenden Schwierigkeiten Bescheid. Einschlägige Internetforen seien oft nicht aktuell. "Die Verhältnisse ändern sich innerhalb einer Woche bei entsprechendem Niederschlag oder Wetter einfach gravierend."
Die objektiven Schwierigkeiten einer Route allein sagen wenig aus. Über die Machbarkeit entscheiden die Witterungsbedingungen. Touren, die bei Sonne nicht schwierig sind, können bei Schnee und Nebel ernste Probleme machen: "Ich stehe in den Wolken und weiß nicht mehr genau, wo geht es jetzt genau runter oder hoch oder hin", sagte Semmel. Bergsteiger kämen dann leicht in ein Gelände, das sie nicht mehr beherrschen. Zudem könne unerwarteter Schneefall die eigenen Fähigkeiten überfordern. "Dann wird es schnell grenzwertig."
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