München (dpa/tmn) - Zum Erzieherberuf führt längst nicht mehr nur eine schulische Ausbildung - immer mehr angehende Erzieher haben einen Studienabschluss in Kindheitspädagogik. Das teilt die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) mit.

2014 haben 2019 Personen einen Bachelor in Kindheitspädagogik abgeschlossen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 23 Prozent.

Noch sind Mitarbeiter mit einem akademischen Abschluss in Kitas aber die Ausnahme. 2014 hatten etwa 5 Prozent eine einschlägig akademische Qualifizierung. Das sind deutlich weniger als in anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Dort liegt er nach aktuellsten Zahlen vom Statistischen Bundesamt von 2010 bei 39 Prozent. Dazu zählen etwa Heime oder Erziehungsberatungen. Typische akademische Abschlüsse von Kita-Mitarbeitern sind Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaft und Kindheitspädagogik.

"Das es in Kitas so wenige Akademiker gibt, liegt auch daran, dass Erzieher traditionell eine fachschulische Ausbildung machen", sagt Kirsten Hanssen von der WiFF. Die Berufsbilder in anderen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wurden früher akademisiert.© dpa