Stuttgart (dpa/tmn) - Der Banksparplan eignet sich für Sparer, die auf viel Sicherheit und hohe Flexibilität Wert legen. "Die Verzinsung ist dafür im Gegenzug vergleichsweise gering", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart.

Der Kunde zahlt regelmäßig einen vereinbarten Betrag auf ein Sparkonto ein. Dafür erhält er von der Bank höhere Zinsen als auf seinem Girokonto oder regulären Sparkonto. Der Kunde kann meist wählen zwischen einem festen oder variablen Zinssatz, der sich dem Markt anpasst. Die Ausgestaltung der Vertragskonditionen ist unterschiedlich: Bei manchen Angeboten zahlen die Kunden am Anfang eine höhere Summe ein, oder sie können zwischenzeitlich ein Guthaben entnehmen. Bei anderen Anbietern erhalten sie Boni, die häufig bei längeren Laufzeiten höher ausfallen.

Eine Alternative zum Banksparplan kann ein Dauerauftrag sein, der das Geld auf ein Tagesgeldkonto überweist. "Damit sind Sparer noch flexibler", erklärt Finanzexperte Niels Nauhauser.

Wer einen größeren Betrag zur Verfügung hat, kann einen Bankauszahlplan abschließen - besonders, wenn er nicht ansparen, sondern einen monatlich gleichbleibenden Betrag entnehmen möchte. "Die einmalig angelegte Summe wird dabei auf ein Konto eingezahlt, welches die Bank verzinst. An den Kunden zahlt sie über die Jahre nach und nach die Wunschrate aus", sagt Niels Nauhauser.

Bei einem Auszahlzeitraum von zehn Jahren beträgt die Verzinsung derzeit rund 1,5 Prozent. "Der Bankauszahlplan kann eine Alternative zur privaten Leibrente sein", sagt der Verbraucherschützer. Denn der Kunde erhält jeden Monat eine bestimmte Rate - allerdings bekommt er diese Zahlung im Gegensatz zur Leibrente einer Versicherung nicht sein Leben lang. Bankauszahlplan wie Leibrente sind relativ starr. Ein Nachteil: Verbraucher kommen zwischenzeitlich in der Regel nicht an ihr Geld.© dpa