Der Traum vom eigenen Haus kommt meist dann, wenn die ungeliebten Nachbarn mal wieder nerven oder man sich dessen bewusst wird, dass man die monatliche Miete auch besser anlegen könnte. Aber keine Sorge: Baufinanzierung ist für fast jeden machbar.

Der vermutlich beste Tipp, um günstig an ein Eigenheim zu kommen: Vergleichen Sie die Zinsen. Denn bei einem Kreditvergleich unterschiedlicher Anbieter kommen nicht selten Differenzen von 0,5 Prozent zutage. Das kann bei einem Darlehensbetrag von 100.000 Euro über die gesamte Laufzeit 3.000 bis 4.000 Euro ausmachen.

Hier ist es wichtig, dass Sie nicht nur den Sollzins, sondern auch den Effektivzins checken. Doch was ist das überhaupt?

Beim Darlehen auf günstige Zinsen achten

Der Sollzins zeigt, wie hoch die monatliche Belastung zur Tilgung des Kredits ist. Hier gilt übrigens als Faustregel: Muten Sie sich nicht mehr als 40 Prozent Ihres Nettoeinkommens zu. Doch der Sollzins und die monatliche Rate sind nicht alle Kosten, die auf Sie zukommen. Es fallen noch Nebenkosten der Bank an, die Sie ebenfalls abstottern müssen.

Addiert man also zum Sollzins noch die zusätzlichen Kosten, ergibt sich der Effektivzins. Das ist gewissermaßen das Preisschild des Darlehens. Darin enthalten sind: Zinsbindungsfrist, Disagio, Tilgungssatz, Zeitpunkt der Verrechnung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie die Bearbeitungsgebühr- oder Vermittlungsgebühr.

Finger weg von Fremdwährungskrediten

Vor einigen Jahren klang er nach einem lukrativen Deal, mittlerweile reißt er jedoch Löcher in die Geldbeutel der Häuserbauer: der Fremdwährungskredit. Viele Banken boten ihren Kunden Kredite in fremden Währungen an, gerade die Schweiz war ein beliebtes Land für Sparfüchse.

Doch genau an dem Beispiel des Schweizer Franken sieht man, wie risikoreich ein Geschäft mit fremden Valuten ist: Prinzipiell steht hinter dem Vorhaben die Aussicht auf günstige Zinsen im Ausland und die Hoffnung, dass die Fremdwährung in absehbarer Zeit abgewertet wird.

Die Gefahr dabei: Die herbeigesehnte Abwertung ist reine Spekulation, denn der Währungswert kann sich logischerweise auch gegenläufig verhalten und steigen – wie in der Schweiz. Hier erlebte der Franken im Jahr 2015 eine Aufwertung um 20 Prozent.

Bekam der Hausbauer für einen Euro im Vorjahr noch 1,20 Franken, ist der Wechselkurs nun deutlich schlechter und liegt momentan bei immer noch relativ ungünstigen 1,08 Franken. Ein Kreditnehmer muss also um die zehn Prozent mehr hinblättern als zu Beginn kalkuliert, um sein Darlehen zu begleichen.

Natürlich kann dieser Ansatz auch eine positive Wendung nehmen – spekulativ ist es aber allemal und daher eher ungeeignet für den privaten Hausbauer.

Wer wenig verdient, muss mitunter keine Steuern zahlen.

Hilfe vom Staat durch Zuschüsse beim Hausbau

Weniger risikoreich ist es, Fördermittel für die eigenen vier Wände einzuheimsen. Geldquellen gibt es genügend: Bund, Länder, Kommunen, und sogar Kirchen oder Energieversorger bezuschussen den Neubau oder die Modernisierung Ihres Heims – natürlich nur, wenn Sie die jeweiligen Auflagen erfüllen.

So spendiert das Land Nordrhein-Westfalen beispielsweise Hausbesitzern oder welchen, die es werden wollen, bei der altersgerechten Einrichtung der Wohnung einen günstigen Kredit. Wer einen Treppenlift einbaut oder Barrieren wie Türschwellen beseitigt, bekommt zinsgünstige Darlehen bis zu 75.000 Euro.

Spannend für Sparfüchse: Gute Planung lohnt sich, denn oft sind mehrere Förderprogramme miteinander kombinierbar. Wer zudem durch Wärmedämmung oder den Einbau neuer Fenster die Energiebilanz der Immobilie aufmöbelt, kann zusätzlich ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 40.000 Euro in Anspruch nehmen.

In weiten Teilen Deutschlands steigen die Mieten kaum oder gar nicht. Doch in den großen Städten ist nach einer Branchenstudie keine Entspannung in Sicht. Die Zuwanderung erhöht den Druck.