Düsseldorf (dpa/tmn) - Die Arbeitsbedingungen für Fachkräfte können je nach Branche sehr unterschiedlich sein. So ist auch die Stimmung bei den Beschäftigten nicht überall gleich. Laut einer Umfrage bewerteten Berufskraftfahrer ihre Situation am schlechtesten.

Berufskraftfahrer sind im Schnitt mit ihrem Job weniger zufrieden als Beschäftigte aus anderen Branchen. Das zeigt eine Online-Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung auf lohnspiegel.de. Auf einer Skala von 0 bis 5 erreichen Berufskraftfahrer einen Zufriedenheitswert von 3,2. Der Durchschnittswert aller Beschäftigten liegt bei 3,5.

Vor allem bei den Themen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Bezahlung und verfügbare Freizeit erzielen LKW-Fahrer geringere Werte als der Schnitt. Für die nicht-repräsentative Umfrage wurden die Daten von 1274 Berufskraftfahrern im Güterverkehr erhoben.

Im Schnitt verdienen Berufskraftfahrer bei einer 40-Stunden-Woche 2100 Euro brutto. Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld wurden dabei nicht berücksichtigt. In tarifgebundenen Unternehmen ist das Gehalt höher - es liegt im Schnitt bei 2380 Euro brutto. Allerdings arbeitet nur jeder Sechste (18 Prozent) in einer Firma mit Tarifbindung.

Überstunden sind in der Branche weit verbreitet. Fast drei von vier (73 Prozent) gaben an, mehr zu arbeiten als vertraglich vereinbart. Von denen, die Überstunden machen, bekommt rund die Hälfte (48 Prozent) sie nicht bezahlt. Nur fast jeder Fünfte (19 Prozent) erhält eine Vergütung und zusätzlich zum regulären Stundenlohn einen Überstundenaufschlag. Im Schnitt kommen die Fachkräfte auf eine Arbeitszeit von 46 Stunden in der Woche.© dpa