Schon jetzt ärgern sich viele Arbeitnehmer über das Jahr 2015: Je nach Bundesland fallen bis zu fünf Feiertage auf ein Wochenende. Da es hierzulande aber mehr zusätzliche freie Tage gibt, braucht sich niemand zu grämen. Mit Brückentagen lassen sich 2015 trotzdem einige Wochenenden verlängern.

Zusätzliche Urlaubstage bleiben erlaubt - unter bestimmten Bedingungen.

Mariä Himmelfahrt, der Tag der deutschen Einheit, der Reformationstag, Allerheiligen und der zweite Weihnachtstag heißen im kommenden Jahr die Übeltäter. Sie alle fallen auf einen Samstag oder einen Sonntag.

Was die Arbeitnehmer verstimmt, freut die Wirtschaft: Konjunkturexperten sehen alleine durch den Wegfall einiger langer Wochenenden einen erkennbaren Wachstumsschub für Deutschland voraus. "Sie bringen mindestens 0,25 Prozent mehr Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt", sagt Simon Junk vom deutschen Institut für Wirtschaftsforschung der "Bild"-Zeitung. Ähnlich sieht das Carsten Brzeski von der ING-Diba, der "Bild" zufolge ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.

Gerecht oder diskriminierend: Die Frage ist schwer zu beantworten.

Viermal Chance auf verlängerte Freizeit

Trotzdem kommen Arbeitnehmer nicht zu kurz. Wer am 2. Januar (Donnerstag) Urlaub nimmt, hat gleich vom ersten bis einschließlich vierten des Monats frei. Baden-Württemberger, Bayern und Sachsen-Anhalter können das Ganze noch mit dem 5. Januar ausdehnen, weil für sie der 6. Januar (Heilige drei Könige, Dienstag) ebenfalls ein Feiertag ist. Sie können gleich zu Jahresanfang mit zwei Urlaubstagen sechs freie Tage genießen.

Christi Himmelfahrt begehen wir immer an einem Donnerstag, wer also für den 15. Mai Urlaub einreicht, kann sich mitten im Mai über vier freie Tage am Stück freuen. Das Gleiche gilt für Fronleichnam, das nächstes Jahr auf den 4. Juni fällt. Dann können immerhin die Arbeitnehmer im Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg den Freitag als Brückentag nutzen.