Hannover (dpa/tmn) - Die meisten haben Ziele, wie sie sich entwickeln und verändern wollen. Doch sie zu erreichen, ist schwer. Gegen die Macht der Gewohnheit kommen viele nicht an. Drei Denkanstöße, wie es doch gelingen kann.

Weniger rauchen, gesünder essen und endlich organisierter sein: Ziele gibt es viele. Doch Gewohnheiten zu ändern, ist schwer. "Erfolg ist nicht nur Kopfsache", sagte Diplom-Psychologe Rolf Schmiel auf der Bildungsmesse Didacta (bis 28. Februar). Wer wirklich etwas ändern will, muss sich einen Plan machen - und dann die Ärmel hochkrempeln.

Ziel definieren: Die meisten Menschen verbringen mehr Zeit mit der Planung ihres Urlaubs als mit der Planung ihrer Ziele. Nur wer ganz konkret weiß, was er will, kann das auch erreichen. Im Job kann das zum Beispiel sein, in einem Schritt festzustellen, was einen nervt - und als nächstes, wie sich das ganz konkret ändern lässt.

Starke Gründe haben: Um die Macht der Gewohnheit zu überwinden, braucht es starke Gründe. Das können Emotionen wie Freude, Schmerz oder Angst sein. Ohne sie gelingt es kaum. Wenn es für die Zielerreichung keinen starken Grund gibt - man es aber trotzdem schaffen will - kann es helfen, das Ziel öffentlich zu machen. So erzeugen Berufstätige künstlich Druck von außen.

Mitstreiter suchen: Die eigenen Gewohnheiten zu ändern, schafft fast niemand allein. Wichtig ist deshalb, Mitstreiter zu finden. Wer zum Beispiel mehr Sport treiben will, rafft sich nur schwer von allein jede Woche zum Gang ins Fitnessstudio auf. Ganz anders ist das häufig, wenn jemand Teil einer Laufgruppe ist. "Es ist gut, jemanden zu haben, der einem in den Hintern tritt und der auch mal kritisches Feedback gibt", erklärte Schmiel. Auch im Job hilft es, sich nicht nur selbst vorzunehmen, ein Problem anzugehen. Gut ist, wenn zum Beispiel der Partner oder ein Freund einen ermahnen kann: "Hast Du jetzt schon wegen dieser Sache bei der Arbeit etwas unternommen?" © dpa