Bonn (dpa/tmn) - Jungen Menschen, die noch in der Ausbildung sind, fehlt meist die Erfahrung. Daher läuft bei ihnen auch schneller etwas schief. Aber wie gehen Ausbilder mit den Fehlern ihrer Schützlinge am besten um?

Haben Auszubildende sich falsch verhalten oder eine Aufgabe vermasselt, ist es wichtig, Kritik zeitnah zu äußern. Das geht aus dem Ausbilderhandbuch der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung und der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk hervor. Vergeht zwischen dem Vorfall und der Rückmeldung zu viel Zeit, verblasst die Erinnerung, und der Lerneffekt ist gering.

Wichtig ist außerdem, das Feedback konkret zu machen. Ausbilder sagen also besser nicht: "Du kommst immer zu spät." Nachvollziehbarer ist es etwa so: "In der letzten Woche bist du dreimal 15 Minuten zu spät gekommen." Verallgemeinerungen können schnell dazu führen, dass der Jugendliche sich ungerecht behandelt fühlt oder die Ausführungen missversteht - und das Feedback deshalb von vorneherein ablehnt.© dpa