Berlin (dpa/tmn) - Wer viel mit der Computermaus arbeitet, überlastet schnell die Muskeln im Arm. Um einem sogenannten Mausarm vorzubeugen, kann man Dehnübungen machen oder auf eine Alternative zur Maus umsteigen.

Kraftverlust und Schmerzen: So kündigt sich ein Mausarm an. Das Problem haben häufig Berufstätige, die viel am Computer arbeiten. Ursache ist eine Überlastung und einseitige Nutzung der Muskeln im Arm, sagt Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Betriebs- und Werksärzte. Betroffene sollten vermeiden, zu lange in der gleichen Position zu arbeiten. Gut ist, die Arbeit immer wieder für kurze Dehnübungen zu unterbrechen. Eine Übung ist zum Beispiel, die betroffene Hand zu einer Faust zu ballen, und die angezogenen Finger dann langsam zu öffnen, bis die Finger gespreizt sind. Das sollte mindestens zehn Sekunden in Anspruch nehmen. Anschließend pressen Mitarbeiter die Finger beider Hände vor dem Körper kurz zusammen.

Abwechslung in den Alltag bringt es auch, nicht nur mit der Maus zu arbeiten, sondern möglichst oft zwischen Tastatur und Maus zu wechseln. So können Berufstätige auf viele Mausklicks verzichten, wenn sie Tastaturkürzel benutzen. Wer Schmerzen hat, sollten außerdem über Alternativen zur Maus nachdenken. Hier konsultieren Arbeitnehmer am besten den Betriebsarzt. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, ein vertikales und speziell auf die Größe der Hand zugeschnittenes Gerät zu nutzen. Eine weitere Alternative sind Stiftmäuse, Grafiktabletts und Trackballs. Bei Stiftmäusen und Grafiktabletts navigieren Nutzer mit Hilfe eines Stiftes, ein Trackball ermöglicht eine ruhige Lagerung der Hand, da nur die Finger bewegt werden.© dpa