Trotz der zum Jahresbeginn in Kraft getretenen Steuererleichterungen werden Millionen Arbeitnehmer deutliche Einbußen beim Netto-Gehalt hinnehmen müssen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Die Erhöhung der Zusatzbeiträge der Krankenkassen führe demnach bei Durchschnittsverdienern mit 3.000 Euro brutto zu Mehrbelastungen von bis zu 221 Euro im Jahr.

Die Zeitung hat die Auswirkungen der Steueränderungen und der Beitragserhöhungen für die 20 größten Krankenkassen mit 59 Millionen Versicherten mit Hilfe der Abrechnungs-Experten von "Datev" errechnet.

Die meisten Verbraucher dürften bald mehr Geld zur Verfügung haben.

Demnach können nur Arbeitnehmer mit Gehältern bis zu rund 6.000 Euro im Monat, deren Krankenkassen die Beiträge nicht oder nur um maximal 0,2 Prozentpunkte erhöhen, mit einem Netto-Plus von bis zu 134 Euro im Jahr rechnen. Sie profitieren je nach Familienstand und Steuerklasse von der Erhöhung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des leicht erhöhten Kindergeldes und der Abmilderung der Kalten Progression. Bei Gutverdienern mit höheren Gehältern führen die gestiegenen Beitragsbemessungsgrenzen bei den Sozialversicherungen aber bereits zu leichten Nettoeinbußen.

Beschäftigte, deren Kassen-Beiträge stärker steigen, sind dagegen durchweg von den Netto-Einbußen betroffen. Sie können bei Gutverdienern bis zu 460 Euro im Jahr betragen. Das gilt für Beschäftigte, die bei der Viactiv BKK versichert sind. Die Kasse mit 810.000 Versicherten erhöhte den Zusatzbeitrag zum Jahresanfang um 0,8 Prozent – und damit am stärksten unter den 20 größten Krankenkassen. (mgb)