Bad Honnef (dpa/tmn) - Parkett kann man immer wieder abschleifen - so verschwinden Kratzer. Doch wie werden Fugen ausgebessert? Und welche Körnung beim Schleifpapier ist angebracht? Das hängt nicht zuletzt vom Alter des Bodens ab.

Parkettboden lässt sich in vielen Fällen mehrfach abschleifen und erhält so ein frisches Aussehen. Dazu geht der Heimwerker wiederholt und mit Schleifpapier unterschiedlicher Körnung über die Holzfläche, erläutert der Verband der deutschen Parkettindustrie. Im Durchschnitt müsse ein Boden drei- bis viermal mit der Bandschleifmaschine bearbeitet werden.

Je älter und unebener der Boden ist, desto gröbere Körnungen sollten die Schleifbänder haben. Der Heimwerker fängt meist mit dem Grobschliff mit den Körnungen 24 und 36 an. Das entfernt die Lackschicht. Die mittlere Körnung 60 ebnet den Boden. Nach jedem Schleifgang sollte man die Fläche mit dem Staubsauger absaugen.

Zeigen sich Risse und Fugen während des Schliffs, werden diese mit einer Mischung aus Fugenkitt und feinem Schleifstaub aufgefüllt. Dann kommt der Feinschliff an die Reihe, Körnungen der Stärke 100 oder 120 sorgen für eine glatte Fläche. Zum Abschluss wird der Boden frisch versiegel oder geölt.

Wie oft ein Parkettboden abgeschliffen werden kann, hängt von seiner Laufschicht aus Echtholz ab. Diese ist bei einem Mehrschichtparkett zwischen 2,5 und 6 Millimeter dick, Massivparkett hat bis zu 22 Millimeter. Bei einem Schliff werden etwa 0,5 Millimeter der Nutzschicht abgenommen. Das bedeutet laut Verband: Bei vier Millimetern Nutzschicht kann der Boden bis zu zweimal abgeschliffen werden.© dpa