Haushalte, die einer besonderen wirtschaftlichen Härte unterliegen, könnten sich von der Beitragspflicht befreien lassen.

Wer Leistungen vom Staat erhält, muss keinen Rundfunkbeitrag bezahlen. Von der Zahlung ist allerdings niemand automatisch befreit. Das muss beantragt werden. Dabei müssen Verbraucher einen Nachweis über die Leistung, die sie beziehen, an den Beitragsservice schicken.

Allein 2014 nahmen die Anstalten gut acht Milliarden Euro ein.

Die Befreiung gilt ab dem Datum auf dem Bewilligungsbescheid, wenn Verbraucher den Antrag binnen zwei Monaten einreichen, erklärt die Verbraucherzentrale Brandenburg. Laut dem Beitragsservice ist nicht notwendig, den Antrag vorsorglich zu stellen. Befreit sind unter anderem Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter.

Beitragspflicht enfällt auch für Schwerbehinderte und Pflegebedürftige

Menschen mit einem Handicap, deren Schwerbehindertenausweis mit RF gekennzeichnet ist, zahlen einen ermäßigten Beitrag pro Wohnung. Wer Sozialleistungen erhält und gleichzeitig schwerbehindert ist, kann auf Antrag jedoch weiterhin komplett von der Zahlungspflicht befreit werden.

Auch pflegebedürftige und ältere Menschen, die dauerhaft in einem Pflege- oder Seniorenheim leben und dort voll stationär betreut und gepflegt werden, müssen keinen Rundfunkbeitrag leisten. Als Nachweis reicht für den Beitragsservice eine Bescheinigung der Heimleitung.© dpa