Flein (dpa/tmn) - Trifft die Familie eines Mitarbeiters ein Unglück, sind Kollegen meist unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Persönliche Worte und Unterstützung am Arbeitsplatz sind jetzt unersetzlich.

Egal, ob das Kind einen schweren Unfall oder der Partner einen Herzinfarkt hat: viele wollen sich intuitiv melden und ihr Mitgefühl ausdrücken. Gleichzeitig ist die Angst häufig groß, dem Betroffenen zu nahe zu treten. Untätig zu bleiben, sei jedoch keine gute Idee, sagt Carolin Lüdemann, Karriereberaterin aus Flein. Beim Betroffenen entstehe dann schnell der Eindruck, dass die Kollegen keinen Anteil nehmen. Trotz aller Bedenken sei es meist besser, sich zu melden.

Damit der Betroffene nicht von mehreren Seiten Anrufe oder E-Mails bekommt, meldet sich am besten der Chef. Im Einzelfall kann es auch besser sein, dass statt des Chefs ein Kollege den Betroffenen anspricht, wenn der diesen sehr gut kennt.

Besser als eine E-Mail sei in beiden Fällen ein persönliches Gespräch zum Beispiel per Telefon. Das sei dem Anlass angemessener. Darin könne man dem Betroffenen zum Beispiel das Angebot machen, ihm kurzfristig ein paar Aufgaben abzunehmen.© dpa