Troisdorf (dpa/tmn) - Wo Kinder spielen, sollte Hausbesitzer Sicherheitsglas bei Türen, Verblendungen und Fenstern einbauen. Sie können zwischen zwei Ausführungen wählen: Verbundsicherheitsglas (VSG) und Einscheibensicherheitsglas (ESG). Was steckt dahinter?

ESG wird erst auf mehr als 600 Grad erhitzt und dann schnell abgekühlt, erklärt der Bundesverband Flachglas in Troisdorf. Daher ist es stabil, aber wenn es mal zu Bruch geht, zerbröselt es in kleine Krümel. Daran könne man sich nicht verletzen. Ideal ist dieses Material dem Verband zufolge für die Kombination mit Beschlägen, also etwa bei einer Duschabtrennung, Glastüren sowie Balkongeländer.

Das VSG setzt sich aus zwei Scheiben und einer Folie dazwischen zusammen. Druck und Hitze verbinden die Teile. Wird diese Scheibe zerstört, haften die Splitter auf der Folie - die Glasscheibe bleibt also als Ganzes bestehen. Diese Glasart ist für Verglasungen an der Decke und für Brüstungen gesetzlich vorgeschrieben. Der Verband empfiehlt sie außerdem für Balkontüren, bodentiefe Fenster und Lichtausschnitte an Innentüren.© dpa