Berlin (dpa/tmn) - Wie viel Kollektorenfläche für Solarthermieanlagen ein Haushalt braucht, lässt sich nur grob sagen. Es ist nicht nur abhängig von Gewohnheiten und Ausstattung, sondern auch von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen.

Als Faustregel für eine angemessene Kollektorenfläche gilt: Hausbesitzer sollten pro Person im Haushalt mit 1,5 Quadratmetern Absorberfläche bei Flachkollektoren oder 1 Quadratmeter bei Vakuum-Röhrenkollektoren rechnen. Der Solarspeicher sollte so ausgelegt sein, dass er das eineinhalb- bis zweifache des täglichen Warmwasserbedarfs halten kann. Darauf weist der Bauherren-Schutzbund (BSB) in Berlin hin.

Eine Thermieanlage auf dem Dach arbeitet nur unter bestimmten Voraussetzungen wirklich effektiv. So sollte die Anlage möglichst nach Süden ausgerichtet sein. Akzeptabel seien aber auch Abweichungen von bis zu 30 Grad nach Ost oder West. Hier müssen Hausbesitzer dann mit Einbußen an Strahlungsenergie von maximal 10 Prozent rechnen. Empfohlen wird eine Neigung der Kollektoren zwischen 30 und 45 Grad. Kleine Defizite hierbei und bei der Ausrichtung kann eine größere Kollektorenfläche wettmachen.

Bei richtiger Planung ließen sich im Sommer über 90 Prozent der benötigten Energie aus der Solarthermieanlage ziehen, im Winter aber kaum mehr als 10 Prozent. Ziel soll es laut BSB sein, im Jahresmittel eine solare Deckungsrate von 60 Prozent zu erreichen, heißt es in dem neuen Ratgeber "Solarthermie im Überblick". © dpa