Wiesbaden (dpa/tmn) - Die meisten Berufstätigen geben sich große Mühe, bei ihrer Arbeit keine Fehler zu machen. Dennoch haben viele Chefs die Angwohnheit, ihren Mitarbeitern regelmäßig über die Schultern zu schauen. Frust ist da häufig vorprogrammiert.

Kontrollieren Vorgesetzte jeden Arbeitsschritt ihrer Mitarbeiter, wirkt sich das negativ auf deren Motivation aus. "Das sendet das Signal: "Ich traue Dir nicht"", sagt der Karrierecoach Tobias Büser aus Wiesbaden. Viele Chefs machten das unbewusst, weil sie es nicht besser wissen und die Kontrolle behalten wollen. Doch der mangelnde Freiraum kann dazu führen, dass Beschäftigte aus Frust nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Besser ist, das Arbeitsziel vorzugeben, aber nicht jeden Arbeitsschritt.

Positive Auswirkungen auf die Motivation hat es, wenn Vorgesetzte ihren Mitarbeitern erklären, was Sinn und Zweck der Aufgabe ist, die sie erledigen sollen. Wer weiß, warum er eine Aufgabe übernimmt und inwiefern sie für den Betrieb wichtig ist, gehe oft mit mehr Eifer daran. Demotivierend wirkt es, wenn Vorgesetzte lediglich auf den Dienstweg verweisen und als Antwort geben: "Das machen wir so. Halte Dich bitte daran."© dpa