Hannover (dpa/tmn) - Wer es bis zum Abi geschafft hat, will es hinterher auch nutzen: Die meisten Schulabgänger mit Hochschulzugangsberechtigung nehmen ein Studium auf. Nach einem Bachelor ist für viele nicht Schluss.

Wer die Schule mit einer Studienberechtigung verlässt, geht mit großer Wahrscheinlichkeit auch an die Hochschule. Das geht aus einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hervor. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung von Personen, die im Schuljahr 2007/2008 die Hochschulreife erworben haben. Viereinhalb Jahre nach dem Schulabschluss hatten fast acht von zehn (78 Prozent) ein Studium aufgenommen - weitere 2 Prozent hatten es fest vor.

Im Dezember 2012 - also viereinhalb Jahre nach dem Schulabschluss - steht etwas mehr als jeder Vierte (27 Prozent) von ihnen im Beruf. Die Mehrheit ist dagegen noch in einer Qualifikationsphase: So sind 64 Prozent am Studieren - 5 Prozent absolvieren eine Berufsausbildung. Der Rest (4 Prozent) ist in einer Übergangsphase und absolviert etwa ein Praktikum, einen Auslandsaufenthalt oder jobbt.

Wer sich für einen Bachelor entscheidet, setzt anschließend häufig noch einen Master oben drauf. Von den Schulabgängern haben viereinhalb Jahre nach dem Abschluss rund sechs von zehn (62 Prozent) ein Bachelorstudium aufgenommen - und nicht abgebrochen. Von ihnen entscheiden sich wiederum zwei von drei (67 Prozent) dafür, den Master zu machen. Nur jeder siebte (15 Prozent) schließt ihn für sich aus. Der Rest (18 Prozent) ist noch unsicher.

Wer sich für einen Master entscheidet, erwartet sich davon häufig bessere Berufschancen, will sich persönlich weiterbilden oder macht es aus fachlicher oder beruflicher Neigung.© dpa