Hannover (dpa/tmn) - An der Uni ist nicht alles perfekt. Das wissen Studierende am besten. Sie beklagen zum Beispiel übervolle Vorlesungen und zu wenig Freiraum, um Wissenslücken abzubauen.

Alles in allem haben die meisten Studenten an ihren Studienbedingungen wenig zu meckern: Fast zwei von drei (61 Prozent) sind unterm Strich zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Online-Befragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Im Detail hakt es jedoch an vielen Stellen. So hat mehr als jeder dritte Student (36 Prozent) Schwierigkeiten, den Unterrichtsstoff pro Semester zu bewältigen. Um Wissenslücken aufzuarbeiten, fehlt jedem Dritten (33 Prozent) der Freiraum.

Überhaupt scheint der Stundenplan bei vielen eng getaktet zu sein: Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) klagt über zu wenig Flexibilität in der Studiengestaltung. Zwei von drei (66 Prozent) haben Schwierigkeiten, einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren, ohne dass sich ihr Studium verzögert. Außerdem hat mehr als jeder Dritte (34 Prozent) Probleme, sein Studium zu finanzieren.

Auch überfüllte Hörsäle kennen viele: So hat mehr als jeder Fünfte (23 Prozent) damit häufig zu kämpfen. Fast jeden Zweiten (47 Prozent) beeinträchtigt die Anmeldepflicht bei Veranstaltungen.

Den Lehrenden stellen Studenten zum Teil sehr gute Noten aus: So sagt zum Beispiel die Mehrheit (81 Prozent), dass sie gut vorbereitet sind. Fast zwei von drei (63 Prozent) sind außerdem der Meinung, dass es den Lehrenden gelingt, den angekündigten Lernstoff während der Vorlesung zu vermitteln. Ganz anders sieht es dagegen beim Thema Motivation aus: Nicht einmal jeder Dritte (30 Prozent) ist der Meinung, dass die Lehrenden einen für den Lernstoff motivieren.

Verbesserungsbedarf sehen viele beim Feedback zu Hausarbeiten und Klausuren. Damit ist nur rund die Hälfte (45 Prozent) zufrieden. Vier von zehn (41 Prozent) sehen Verbesserungsbedarf bei Angeboten zum Erlernen wissenschaftlicher Arbeitstechniken, 39 Prozent bei Angeboten zum Erlernen von Lernstrategien und -techniken. Im Sommersemester 2013 wurden 49 430 Studierende befragt.© dpa