Hamburg (dpa) - Wenn ihr Kind krank ist, bleiben immer mehr Väter zu Hause. Innerhalb der letzten fünf Jahre habe sich ihr Anteil nahezu verdoppelt, teilte die DAK-Krankenkasse mit.

Berufstätige Väter bleiben häufiger zu Hause, wenn ihre Kinder krank sind. Das legen Zahlen der gesetzlichen Krankenkasse DAK nahe. Rund 90 000 DAK-Versicherte reichten 2014 Anträge für das sogenannte Kinderpflege-Krankengeld ein, fast 20 Prozent der Antragsteller waren Väter. 2009 waren es nur 10 Prozent. Das gehe aus einer aktuellen Statistik der DAK hervor. "Auch wenn die Frauen immer noch deutlich öfter zu Hause bleiben, zeigt die moderne Familienpolitik langsam Wirkung", sagte DAK-Pressesprecher Jörg Bodanowitz.

Die Väter in den neuen Bundesländern kümmerten sich dabei deutlich öfter um den kranken Nachwuchs als die Väter im Westen. In Sachsen sei der Anteil der Väter, die ihre kranken Kinder betreuen, mit fast 24 Prozent besonders hoch. In Rheinland-Pfalz hingegen liegt er nur bei gut 13 Prozent. Neben dem Ost-West-Gefälle gebe es auch Unterschiede zwischen Stadt- und Flächenstaaten: Während in Berlin und Hamburg (21 und 20 Prozent) relativ viele Väter auf ihre kranken Kinder aufpassen, sind es in Nordrhein-Westfalen nur 15 Prozent. Krankenkassen springen ein, wenn Eltern mit kranken Kindern zu Hause bleiben und der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leistet.© dpa